Hier sind sich Viele immer noch unsicher: Gehört auf eine kleine Wunde wirklich ein Pflaster oder heilt sie an der Luft schneller? Eine Alltagsfrage mit einer eindeutigen Antwort.

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Kleinere Schnitt- und Schürfwunden gehören zum Alltag. Ein Kratzer bei der Gartenarbeit oder die Wunde beim Gemüseschneiden sind dementsprechend auch routiniert verarztet: Pflaster drauf und fertig – oder doch nicht?

Viele schwören darauf, die Wunde an der Luft trocknen zu lassen. Doch lässt sie sich dadurch tatsächlich schneller heilen?

Es klingt sinnvoll. An der Luft trocknet die Wunde, Bakterien sterben ab, die Kruste kann sich bilden und der Heilungsprozess beginnen.

Diese Theorie bildete sich im 20. Jahrhundert, doch sie stellte sich als Irrglaube heraus. In der heutigen Medizin setzt man wieder auf eine feuchte Wundbehandlung.

So heilt die Wunde am besten

Ob mit oder ohne Pflaster, in der Akutphase kann man die Heilung der Wunde ohnehin nicht beschleunigen. Das Pflaster aber schützt die Wunde vor Reibung und Keimen. Allein aus diesem Grund ist es somit schon ratsam immer ein Pflaster zu verwenden.

Doch der Schutz hat noch weitere Vorteile. Nachdem die Haut aufgerissen ist, beginnt der Körper sofort mit der Heilung der Wunde, indem er das Blut gerinnen lässt und Wundsekret produziert.

Das Nässen der Wunde ist somit ein Zeichen dafür, dass Nährstoffe und Antikörper zur Wunde gelangen und abgestorbene Zellen weggeschwemmt werden.

Ohne Pflaster trocknet die Wunde und behindert so den Fluss des Sekrets und damit die Heilung. Mit dem regelmäßigen wechseln des Pflasters dagegen, wird die oberste Sekretschicht immer wieder abgetragen und mit ihr die Abfallprodukte des Körpers.

Wenn die Wunde keine Feuchtigkeit mehr an das Pflaster abgibt ist die Luft eine positive Unterstützung für den Heilungsprozess.

Ausspülen und Sable?

Mit stark brennendem Jod oder Alkohl braucht zum Glück niemand mehr zu hantieren. Desinfektionsmittel auf chemischer Basis sind deutlich angenehmer und funktionieren genauso.

Wer das gerade nicht zur Hand hat, kann die Wunde mit Leitungswasser ausspülen. Salben müssen keine auf die Wunde. Die Körpereigenen Schutzmechanismen reichen für die Heilung völlig aus (mahe).

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