50 Jahre Mondlandung: Erstaunliche Fakten zum Mond

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Auf dem Mond kann der Mensch besonders hoch springen, sonderlich schnell laufen allerdings nicht. Wir stellen Ihnen wissenswerte und überraschende Fakten über den Erdtrabanten vor.

Im Sonnensystem gibt es rund 170 Monde, der Erdtrabant ist der fünftgrößte. Einzigartig macht ihn das Größenverhältnis zur Erde. Unser Mond ist der größte im Verhältnis zu seinem Planeten - und die Erde besitzt als einziger Planet genau einen Mond.
Der Mond hat einen Durchmesser von 3.476 Kilometern. Der ungefähre Durchmesser der Erde beträgt 12.700 Kilometer - und damit nur etwa dreieinhalb mal so viel. Anders sieht das beim Vergleich der Masse aus: Die Erde wiegt 81 Mal mehr als der Mond.
Der Mond umkreist die Erde? Nicht ganz. Eigentlich umkreisen Erde und Mond einen gemeinsamen Schwerpunkt, der 1.700 Kilometer unter der Erdoberfläche liegt.
Wir sehen auf der Erde immer nur eine Seite des Mondes. Der Fachausdruck dafür lautet gebundene Rotation. 27, 3 Tage braucht der Mond, um sich einmal um die Erde zu drehen. In derselben Zeit dreht er sich einmal um die eigene Achse.
Die sogenannte "dunkle Seite des Mondes", also die von der Erde aus nicht sichtbare Rückseite, ist alles andere als dunkel. Vorder- und Rückseite des Mondes werden beide von der Sonne angestrahlt.
Die Anziehungskraft des Mondes ist hauptverantwortlich für Ebbe und Flut auf der Erde. Die Erdoberfläche wird durch die Gezeitenkräfte des Mondes fast um einen halben Meter angehoben, und davon ist nicht nur das Wasser, sondern auch das Land betroffen. Was nur wenige wissen: Auch die Sonne wirkt durch Gezeitenkräfte auf die Erde ein. Diese sind etwa halb so stark wie die des Mondes.
Die Gezeitenkräfte des Mondes werden in Zukunft eher abnehmen, denn der Mond entfernt sich jährlich um etwa 3,8 Zentimeter von der Erde. Momentan beträgt die Entfernung ungefähr 384.400 Kilometer. Bis der Mond merklich kleiner am Himmel steht, werden also noch mehrere Millionen Jahre vergehen.
Da sich der Mond von der Erde entfernt, stand er ihr früher näher. Eine weithin anerkannte Theorie zur Entstehung des Mondes besagt sogar, dass ein großer Teil seines Materials aus der Erdkruste stammt. Bei einer Kollision der frühen Erde mit einem Himmelskörper, der so groß wie der Mars gewesen sein soll, soll das Material in die Erdumlaufbahn geschleudert worden sein. Die Entstehung des Mondes wird auf 4,5 Milliarden Jahre vor unserer Zeit datiert.
Die ersten Sonden, die den Mond erreichten, startete die Sowjetunion im Jahr 1959. "Lunik 1" wurde ungewollt zur ersten Vorbeiflugsonde - sie sollte eigentlich auf dem Mond aufschlagen. Das schaffte dann "Lunik 2". Die dritte "Lunik"-Sonde funkte die ersten Bilder der Mondrückseite zur Erde - eines davon ist hier zu sehen.
Das "Space Race" um den ersten Mann auf dem Mond entschieden am 21. Juli 1969 die Amerikaner für sich. "Apollo 11" brachte Neil Armstrong, Edwin "Buzz" Aldrin und Michael Collins zum Mond. Collins blieb im Orbit, Armstrong setzte als erster Mensch einen Fuß auf die Oberfläche.
Die Astronauten sehen sich auf dem Mond einer viel geringeren Schwerkraft ausgesetzt. Sie beträgt etwa ein Sechstel der Erdschwerkraft. Die Astronauten können dadurch sechsmal höher springen, aber auch sechsmal langsamer laufen.
Der Mond verfügt über keine Atmosphäre, wie wir sie von der Erde kennen - er hat nur eine Exosphäre. So nennt man auch die äußerste Atmosphärenschicht der Erde, die bereits den fließenden Übergang zum Weltraum darstellt. Weil der Mond nur eine Exosphäre besitzt, ist der Himmel auf dem Mond auch tagsüber pechschwarz.
Nicht nur die fehlende Atmosphäre stellt ein Problem für Astronauten dar. Auf dem Mond herrschen zudem große Temperaturunterschiede. Wenn die Sonne im Zenit steht, kann es bis zu 130 Grad heiß werden. In der Nacht sinkt die Temperatur im Mittel auf minus 160 Grad Celsius.
Die letzten Menschen betraten 1972 den Mond - also vor mittlerweile 47 Jahren.