Die extremsten Wetterrekorde der Erde

Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen stellen meteorologische Phänomene immer wieder neue Rekorde auf. Das sind die extremsten Wetterwerte, die je gemessen wurden. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Am kältesten, heißesten, trockensten oder feuchtesten: Unser Planet übertrifft sich immer wieder selbst mit neuen Wetterrekorden. Trotz modernster Technik ist der Mensch immer noch machtlos gegen die Gewalten von Mutter Natur. Wir zeigen Ihnen die extremsten Werte, die je gemessen wurden.
Österreich gehört zwar nicht zu den Ländern mit den spektakulärsten Wetterrekorden, doch auch hier kann es ziemlich heiß werden: Den nationalen Rekord hält die Gemeinde Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich. Hier stieg die Temperatur am 8. August 2013 auf 40,5 Grad Celsius.
Vergleicht man den heimischen Temperatur-Höchstwert mit dem weltweiten Rekord, erscheint dieser fast schon frostig. Laut der "World Meteorological Organization" lag die weltweit höchste Temperatur, die je gemessen wurde, am 10. Juli 1913 im kalifornischen Furnace Creek im Death Valley bei 56,7 Grad Celsius.
Das Death Valley stellte nicht nur den Rekord für den heißesten Tag aller Zeiten auf, sondern auch für den heißesten Monat an einem Ort. Die Durchschnittstemperatur im Death Valley im Juli 2018 lag bei 42,3 Grad Celsius. An vier aufeinanderfolgenden Tagen lagen die Höchstwerte sogar bei 52,7 Grad Celsius.
In der Antarktis herrscht ganzjährig Kälte. Wie extrem die sein kann, zeigt der Tiefstwert, der je auf der Erde gemessen wurde: An der russischen Antarktisstation Wostok sank die Temperatur am 21. Juli 1983 auf minus 89,2 Grad Celsius.
Im Mount-Rainier-Nationalpark im Bundesstaat Washington in den USA kam es zum höchsten, jemals gemessenen Schneefall in einem Jahr: Ganze 31,1 Meter Neuschnee soll es zwischen dem 9. Februar 1971 und dem 18. Februar 1972 gegeben haben.
Die größte gemessene Schneeflocke fiel am 28. Januar 1887 in Fort Keough im US-Bundesstaat Montana vom Himmel. Ihr Durchmesser betrug 38 Zentimeter.
Wenn es hierzulande hagelt, entstehen mitunter Schäden an Hausdächern und Autos. In extremen Fällen kann Hagel lebensbedrohlich werden: Am 14. April 1986 forderten in Bangladesch jeweils bis zu ein Kilogramm schwere Hagelkörner angeblich über 90 Todesopfer.
Auch starker Regen kann unangenehm werden. Den stärksten Regen, der je in einer Minute fiel, gab es am 26. November 1970 über Basse-Terre, einer Insel in Guadeloupe (Karibik). 38 Millimeter fielen innerhalb von 60 Sekunden vom Himmel.
Einen traurigen Tornado-Rekord hält der Daulatpur-Saturia-Tornado in Bangladesch: 1.300 Menschen sollen dort am 26. April 1989 im Manikganj District beim tödlichsten Tornado der Welt umgekommen sein, über 12.000 Menschen wurden verletzt. Circa 80.000 Menschen verloren ihr Heim.
Am 4. März 2019 dauerte ein Blitz über dem Norden Argentiniens 16,73 Sekunden an. Er hält seitdem den Rekord als der langlebigste Blitz der Welt.
408 Kilometer pro Stunde - das ist die höchste jemals gemessene Geschwindigkeit einer horizontalen Windbö in Bodennähe. Gemessen wurde sie am 10. April 1996 während eines tropischen Zyklons auf der australischen Insel Barrow Island.