Rote Liste: Ein Viertel der Wildpflanzen sind bedroht

76 Farne und Blütenpflanzen sind laut der aktuellen Roten Liste des Bundesamtes für Naturschutz verschollen oder ausgestorben. Rund 2.500 weitere Arten sind stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht.

Nach Auffassung der Experten für Naturschutz sind Schadstoffe aus der Luft Schuld am Aussterben der bitteren Schleifenblume und vielen weiteren Arten.
Auch die gelbe Witwenblume ist ein Beispiel für eine ausgestorbene Pflanze.
Das Sommer-Adonisröschen wird in der neuen Roten Liste als stark gefährdet geführt. Diese Art ist besonders betroffen, da sie nährstoffarme Standorte bevorzugt. Die zunehmende Nährstoffbelastung gefährdet immer mehr Wildpflanzen in Deutschland – sowohl an Land als auch im Wasser.
So ist auch die Wasser-Lobelie stark gefährdet, da sie nur an flachen Ufern nährstoffarmer Gewässer vorkommt.
Die Wiesen-Küchenschelle kommt in Deutschland nur etwa nordöstlich der Mittelgebirge vor. In den meisten Bundesländern Deutschlands steht sie auf den Roten Listen und ist nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt.
Allerdings sind auch einige Arten, die bereits als verschwunden galten, wieder aufgetaucht – dazu gehört unter anderem das klebrige Leimkraut.