Parapsycholgische Phänomene werden für Österreichs Bürger immer glaubhafter. Eine entsprechende Umfrage arbeitet aber signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Kategorien und zwischen den Geschlechtern heraus.

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Mehr als ein Viertel der Österreicher glaubt an Gedankenübertragung, Wunderheilungen und übersinnliche Wahrnehmungen. Das ergab eine Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts spectra. Frauen hängen wesentlich häufiger Übersinnlichem an als Männer.

Telepathie halten 28 Prozent der 1.000 in persönlichen Interviews befragten Über-15-Jährigen für plausibel, Wunderheilungen - etwa durch Handauflegen oder Energieübertragung - 27 Prozent und übersinnliche Wahrnehmungen 26 Prozent.

Hellsehen (19 Prozent), Magie (17 Prozent), Wiedergeburt (16 Prozent) und die Kontaktaufnahme mit Verstorbenen (15 Prozent) rangieren im Mittelfeld, Telekinese (zehn Prozent), Geisterbeschwörung und Hexerei (je sieben Prozent) sowie Exorzismus (sechs Prozent) am unteren Ende der Skala und UFO-Sichtungen (fünf Prozent) - Zitat spectra - in der Kategorie "Humbug".

Ein Vergleich mit Daten aus den Jahren 1993, 2001 und 2012 zeigt, dass die Telepathie zuletzt deutlich Anhänger verloren hat. Der Glaube an Hellseherei und Magie hat hingegen sogar leicht zugenommen.

Männer denken deutlich rationaler

Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern: In fast allen abgefragten Kategorien war der Anteil der "gläubigen" Frauen wesentlich höher als jener der Männer.

So sind etwa 37 Prozent der Frauen überzeugt, dass es Wunderheilungen gibt, aber nur 15 Prozent der Männer. Ähnlich verhielt es sich auch bei anderen übersinnlichen Phänomenen. Einzige Ausnahme: Bei den (wenigen) UFO-Anhängern haben die Männer die Nase leicht vorne. (hau/APA)  © APA