Hubble blickt in faszinierende Sternen-Kinderstube im All

Ohne Hubble wäre unser Bild vom Weltall ein völlig anderes. In den letzten 30 Jahren lieferte das Weltraumteleskop nicht nur bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern wurde auch selbst zum Star: Seine Aufnahmen schillern heute in Kalendern, auf Postern und Bechern.

Der junge Planetennebel MyCn18 befindet sich etwa 8.000 Lichtjahre von uns entfernt. Das Bild wurde aus drei Hubble-Aufnahmen zusammengesetzt und zeigt die wahre Form von MyCn18 als Sanduhr mit einem komplizierten Muster von "Radierungen" in den Wänden.
Hellblaue neu gebildete Sterne sind hier zu sehen, in deren Mitte sich die sternbildende Region N90 befindet. Von ihren jungen Sternen geht eine energiereiche Strahlung aus. Im Hintergrund sind zahlreiche Hintergrundgalaxien zu sehen.
Astronomen bot dieses Bild endlich den Anblick von etwas, über das sie zwar Bescheid wussten, aber noch nie gesehen hatten. Nach Omega Centauri ist NGC 104 - auch bekannt als 47 Tucanae - der hellste Kugelsternhaufen am Nachthimmel und beherbergt Zehntausende von Sternen. Die weißen sterbenden Sterne wandern vom überfüllten Zentrum des Clusters in die Außenbezirke.
Dieses Bild zeigt die oberen 2,5 Lichtjahre eines Kegelnebels: eine Höhe, die 23 Millionen Hin- und Rückfahrten zum Mond entspricht. Die gesamte Säule ist sieben Lichtjahre lang.
Ihren Namen verdankt die Spiralgalaxie NGC 5194 ihren geschwungenen Armen. In ihnen befinden sich junge Sterne, während in ihrem zentralen gelblichen Kern die Heimat älterer Sterne liegt. Die Galaxie wird auch Whirpool genannt und zählt zu den galaktischen Lieblingen der Astronomie. Der Whirlpool befindet sich ungefähr 25 Millionen Lichtjahre entfernt.
Das Hubble-Weltraumteleskop hat sein messerscharfes Auge hier auf eine der stattlichsten und fotogensten Galaxien des Universums gerichtet, die Sombrero-Galaxie Messier 104 (M104). Der Sombrero – so benannt wegen seiner Ähnlichkeit zum mexikanischen Hut - liegt am südlichen Rand des Virgo-Galaxienhaufens.
Das Bild des Hubble-Teleskops vom Stern V838 Monocerotis (V838 Mon) zeigt dramatische Veränderungen in der Beleuchtung der umgebenden staubigen Wolkenstrukturen. Der Effekt enthüllt nie zuvor gesehene Staubmuster, seit sich der Stern Anfang 2002 plötzlich für mehrere Wochen aufhellte.
Von der Erde aus sieht dieser Ringnebel, auch bekannt als Messier 57, wie eine einfache Ellipse aus. Die Hubble-Aufnahmen zeigten erst die wahren Formen.
Dieser Schmetterlingsnebel, auch M2-9 genannt, ist ein atemberaubendes Beispiel für einen bipolaren, planetarischen Nebel. Diese werden geformt, wenn das zentrale Objekt kein einzelner Stern ist, sondern ein System aus zwei Himmelsobjekten. Der Nebel wird mit der Zeit immer größer. Der stellare Ausbruch, der die Flügel formte, hat sich laut der ESA vor nur 1.200 Jahren ereignet.
In helles Licht getaucht, erwachsen die "Säulen der Schöpfung" vor einem mehrfarbig schimmernden Hintergrund. Durch die kontrastreiche Aufnahme des Adlernebels erhoffen sich die Astronomen neue Erkenntnisse über die Entwicklung der Struktur.
Ein Blick in unfassbar weite Fernen: Das Hubble Deep Field enthält nur wenige nahe Sterne, dafür aber Galaxien in einer Entfernung von etwa 12 Milliarden Lichtjahren. Es ermöglicht somit die Untersuchung der Entwicklung von Galaxien im frühen Universum.