E-Mail-Knigge

E-Mail-Schreiben leicht gemacht? Grundsätzlich ja, allerdings gibt es neben den üblichen E-Mail-Basics doch ein paar Dinge zu beachten. Besonders, wenn Sie eine korrekte professionelle E-Mail schreiben wollen, die den richtigen Ton trifft und alles Nötige beinhaltet. Unser E-Mail-Knigge hilft weiter!
Chef-Redakteurin Nicole
 Von Nicole – Lesedauer 6 Min.

Eine gute E-Mail ist klar, höflich und leicht verständlich. Besonders bei Bewerbungen, geschäftlichen Kontakten, Behörden oder in der Kommunikation an der Uni solltest du auf einen professionellen Aufbau achten.

Die wichtigsten Regeln sind einfach: Nutze eine passende E-Mail-Adresse, formuliere einen eindeutigen E-Mail-Betreff, wähle die richtige Anrede und bringe dein Anliegen schnell auf den Punkt.


Die wichtigsten Fragen auf einen Blick

Wie sieht eine seriöse E-Mail-Adresse aus?

Für formelle Kommunikation eignet sich am besten eine E-Mail-Adresse, die deinen Namen erkennen lässt.

Typische Varianten sind zum Beispiel:

  • vorname.nachname@...
  • vorname-nachname@...
  • v.nachname@...

Eine alte Adresse mit Spitznamen oder Fantasienamen kann bei Bewerbungen oder offiziellen Anliegen weniger passend wirken.

Wie kann ich eine seriöse E-Mail-Adresse einrichten?

Falls du noch keine passende Adresse hast, kannst du bei einem E-Mail-Anbieter ein neues Postfach anlegen und dabei eine geeignete Adresse auswählen. GMX etwa  bietet dir kostenlose FreeMail-Postfächer an.

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Für eine langfristig nutzbare E-Mail-Adresse bietet sich eine Kombination aus Vor- und Nachnamen an. Ist deine Wunschadresse bereits vergeben, kannst du zum Beispiel einen Punkt, Bindestrich oder eine sinnvolle Ergänzung verwenden.

Überlege am besten gleich, wofür du die Adresse später nutzen möchtest. Eine neutrale Adresse eignet sich für Bewerbungen, Verträge, Behördenkontakte oder geschäftliche Kommunikation.
 

Tipp für mehr Privatsphäre
Möchtest du deinen vollständigen Namen nicht direkt in deiner E-Mail-Adresse preisgeben, kann je nach Verwendungszweck auch eine kürzere Variante mit Initialen sinnvoll sein. Bei GMX hast du die Möglichkeit, eine zweite E-Mail-Adresse im selben Postfach anzulegen und zu verwalten.

Wie ist eine gute E-Mail aufgebaut?

Eine übersichtliche E-Mail besteht meistens aus sechs Elementen:

  1. aussagekräftiger Betreff
  2. passende Anrede
  3. kurzer Einstieg
  4. eigentliches Anliegen
  5. gewünschter nächster Schritt
  6. Grußformel und Name

Die andere Person sollte möglichst schnell verstehen, warum du schreibst und was du von ihr erwartest.

Junge Drau sitzt lächellnd mit einem Kaffee vor ihrem geöffneten Laptop
Professionelle E-Mails schreiben: gewusst wie!
Ein klarer Aufbau hilft dabei. Nach der Anrede reichen oft ein oder zwei Sätze zur Einordnung. Danach folgt dein eigentliches Anliegen. Wenn du eine Antwort, einen Termin oder eine andere Handlung erwartest, solltest du das am Ende deutlich formulieren.

Was gehört in einen guten E-Mail-Betreff?

Der Betreff sollte den Inhalt deiner Nachricht möglichst konkret zusammenfassen.

Statt: Frage schreibst du besser: Frage zur Abgabe der Seminararbeit am 15. Mai

Statt: Termin besser:Terminabstimmung für Projektbesprechung KW 24

So kann die andere Person deine E-Mail schon vor dem Öffnen besser einordnen. Vermeide auch sehr allgemeine Betreffzeilen wie „Wichtig“, „Anfrage“ oder „Hallo“. Je genauer der Betreff ist, desto leichter lässt sich deine Nachricht zuordnen und später wiederfinden.

Welche Anrede ist in einer formellen E-Mail richtig?

Bei formellen Kontakten kannst du klassische Anreden verwenden wie: Sehr geehrte Frau Müller, oder Sehr geehrter Herr Müller, 

Kennst du die Person bereits oder ist der Kontakt weniger formell, können auch Varianten wie diese passen:

Guten Tag Frau Müller,

Hallo Anna,

Welche Anrede angemessen ist, hängt immer vom Verhältnis zur anderen Person und vom jeweiligen Kontext ab.

Wie funktioniert eine geschlechtsneutrale Anrede?

Kennst du die passende Anrede einer Person nicht oder möchte die Person ausdrücklich geschlechtsneutral angesprochen werden, kannst du zum Beispiel schreiben:

Guten Tag Vorname Nachname,

oder – bei informellerem Kontakt:

Hallo Vorname Nachname,

Richtest du dich an eine Organisation statt an eine konkrete Person, kannst du auch das Team direkt ansprechen, zum Beispiel:

Guten Tag liebes Service-Team,

Wie kommst du in einer E-Mail schnell auf den Punkt?

Gerade bei beruflichen oder formellen E-Mails hilft ein einfacher Grundsatz: Schreibe früh, warum du dich meldest.

Statt eines langen Einstiegs kannst du zum Beispiel direkt formulieren:

Ich melde mich wegen meiner Bewerbung vom 10. Mai und möchte mich nach dem aktuellen Stand erkundigen.

Oder: Ich möchte gerne einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbaren.

Danach folgen nur die Informationen, die für dein Anliegen wirklich notwendig sind. Musst du mehrere Punkte klären, kann eine kurze Aufzählung übersichtlicher sein als ein langer Fließtext.

Formuliere außerdem deutlich, was du von der anderen Person erwartest. Zum Beispiel: Könntest du mir bitte bis Freitag kurz Rückmeldung geben?

oder: Bitte teile mir mit, welcher der vorgeschlagenen Termine für dich passt.
 

Welche Grußformel passt ans Ende?

Bei formellen E-Mails bist du mit Mit freundlichen Grüßen in der Regel auf der sicheren Seite.

Etwas persönlicher wirken zum Beispiel: Viele Grüße oder Beste Grüße

Welche Grußformel passt, hängt auch hier vom Verhältnis zur anderen Person ab.

Wie sieht ein Beispiel für eine formelle E-Mail aus?

Eine kurze formelle E-Mail kann zum Beispiel so aufgebaut sein:
 

Betreff: Terminvereinbarung für ein Beratungsgespräch

Sehr geehrte Frau Müller,

ich möchte gerne einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbaren. Für mich wären Dienstagvormittag oder Donnerstag ab 14 Uhr möglich.

Könnten Sie mir bitte mitteilen, ob einer dieser Termine für Sie passt?

Mit freundlichen Grüßen
Max Mustermann

Was solltest du in professionellen E-Mails vermeiden?

Vermeide vor allem:

  • einen fehlenden oder unklaren Betreff,
  • eine unpassende Anrede,
  • lange Einleitungen ohne konkretes Anliegen,
  • unnötig komplizierte Sätze,
  • viele Rechtschreib- oder Tippfehler,
  • durchgängige Großschreibung,
  • übermäßige Ausrufezeichen,
  • Abkürzungen, die die andere Person möglicherweise nicht kennt.

Auch Emojis solltest du bei sehr formellen Kontakten eher sparsam einsetzen.

E-Mail versenden: Diese fünf Punkte solltest du vorher prüfen

Bevor du auf „Senden“ klickst, lohnt sich ein kurzer Check:

  1. Ist die richtige Empfängeradresse eingetragen?
  2. Ist der Betreff konkret und verständlich?
  3. Sind Anrede und Name korrekt?
  4. Sind alle angekündigten E-Mail-Anhänge tatsächlich angefügt?
  5. Ist klar, was du von der anderen Person erwartest?

Gerade bei Bewerbungen oder wichtigen geschäftlichen Nachrichten kann ein letzter Kontrollblick unangenehme Fehler verhindern. Und die Peinlichkeit einer nachträglichen E-Mail bleibt dir erspart.
 

FAQ: Weitere Fragen rund um professionelle E-Mails

  1. Du oder Sie in einer E-Mail?
    Orientiere dich daran, wie formell der Kontakt ist und wie dich die andere Person anspricht. Im beruflichen Umfeld ist das „Sie“ bei einem neuen Kontakt häufig die sichere Wahl. Wirst du mit deinem Vornamen angesprochen oder bietet dir die andere Person ausdrücklich das „Du“ an, kannst du entsprechend wechseln.
  2. Wie lang sollte eine E-Mail sein?
    Eine E-Mail sollte so lang wie nötig und so kurz wie möglich sein. Für viele alltägliche Anliegen reichen wenige Absätze. Bei komplexeren Themen darf die Nachricht länger sein. Wichtig ist dann vor allem eine klare Struktur. Absätze und Aufzählungen erleichtern das Lesen.
  3. Welcher Schreibstil eignet sich für professionelle E-Mails?
    Schreibe höflich, klar und direkt. Kurze Sätze sind meist leichter verständlich als komplizierte Formulierungen. Vermeide unnötigen Fachjargon, übertriebene Förmlichkeit und umgangssprachliche Abkürzungen, wenn du die andere Person noch nicht gut kennst. Solltest du Unterstützung beim Schreiben und Bearbeiten von E-Mails benötigen, können dir die Assistenzfunktionen bei GMX helfen.

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