Wie prüfe ich, ob meine E-Mail-Adresse geleakt wurde?

Wenn ein Shoppingdienst, ein Online-Spiel oder ein anderer Service gehackt wird, landen die Daten seiner Nutzer oft unbemerkt im Internet. Wir zeigen dir, wie du in wenigen Sekunden prüfst, ob deine E-Mail-Adresse betroffen ist, und was du danach tun solltest.
Werkstudent Kieran
 Von Kieran – Lesedauer 3 Min.



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Bei einem Datenleck gelangen Nutzerdaten wie E-Mail-Adressen, Passwörter oder andere persönliche Informationen unbeabsichtigt ins Netz, meist weil ein Online-Dienst gehackt wurde. Deine E-Mail-Adresse taucht dabei auf, weil du sie dort bei der Anmeldung angegeben hast. Betroffen ist also der jeweilige Dienst, nicht dein E-Mail-Postfach. Solche Lecks passieren regelmäßig, ohne dass Betroffene direkt davon erfahren.

Eine einfache Möglichkeit, das selbst zu prüfen, ist die Webseite Have I Been Pwned. Dort lässt sich mit wenigen Klicks herausfinden, ob die eigene E-Mail-Adresse in einem bekannten Datenleck aufgetaucht ist.

E-Mail-Adresse auf Datenlecks prüfen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um zu prüfen, ob deine E-Mail-Adresse in einem Datenleck aufgetaucht ist. Wichtig ist, dass du dafür einen vertrauenswürdigen Dienst nutzt. Eine praktische und kostenlose Variante ist Have I Been Pwned. Hier gibst du einfach auf der Startseite deine E-Mail-Adresse ein und klickst auf "Check". Innerhalb weniger Sekunden zeigt dir die Seite an, ob und in wie vielen bekannten Lecks deine Adresse aufgetaucht ist.

Erscheint ein grünes Ergebnis, wurde für diese E-Mail-Adresse bislang kein Datenleck registriert. Zeigt die Seite dagegen einen Treffer an, war deine Adresse Teil eines Datenlecks bei einem anderen Dienst, oft zusammen mit weiteren Informationen wie dem Passwort, das du dort verwendet hast. Welcher Dienst das war, siehst du direkt in der Übersicht. Das heißt aber nicht automatisch, dass dein Konto bereits missbraucht wurde. Ein Treffer ist jedoch eine klare Warnung.
 

Hinweis: Auch GMX prüft, ob dein Passwort auf einer im Internet veröffentlichten Liste gestohlener Passwörter steht. Das kann passieren, wenn du dasselbe Passwort auch bei einem Dienst verwendet hast, der von einem Datenleck betroffen war. In diesem Fall fordert GMX dich auf, es zu ändern. Mit dem Passwort-Check im Postfach kannst du außerdem jederzeit prüfen, ob dein Passwort aktuellen Sicherheitskonventionen entspricht.
Frau sitzt in einem Café und schaut auf ihr Smartphone, während vor ihr ein Laptop steht. Die Szene symbolisiert die Prüfung persönlicher Daten auf mögliche Datenlecks.
E-Mail-Adresse auf Datenlecks prüfen

Was tun, wenn deine E-Mail-Adresse geleakt wurde?

Ein Treffer bei Have I Been Pwned ist kein Grund zur Panik, aber ein guter Anlass, ein paar Dinge zu überprüfen:

  • Passwort beim betroffenen Dienst ändern: Logge dich bei dem Dienst ein, den Have I Been Pwned dir anzeigt, und vergib dort umgehend ein neues, sicheres Passwort.
  • Gleiches Passwort auch anderswo ändern: Hast du dasselbe Passwort auch bei anderen Konten verwendet, etwa für dein E-Mail-Postfach? Dann ändere es dort ebenfalls, denn Angreifer probieren geleakte Kombinationen automatisiert bei vielen Diensten aus. Wie das bei GMX geht, zeigt unsere Anleitung GMX Passwort ändern. Warum ein Passwort für alle Konten grundsätzlich sehr riskant ist, erfährst du in unserem Beitrag zu gefährlichen Passwort-Fehlern.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Richte, wo möglich, eine zusätzliche Absicherung per Zwei-Faktor-Authentifizierung ein, zum Beispiel mit einer OTP-App. Selbst mit deinem Passwort kommen Angreifer dann nicht ohne Weiteres in dein Konto.
  • Mit Phishing-Mails rechnen: Betrüger nutzen Adressen aus fremden Datenlecks gern für täuschend echte Nachrichten, oft im Namen des betroffenen Dienstes. Sei deshalb in den nächsten Wochen besonders vorsichtig bei Mails, die dich zum Login oder zur Eingabe von Daten auffordern. Aktuelle Beispiele findest du in unserem Artikel.
Tipp: Nutze für jeden Dienst ein eigenes Passwort. Ein Passwort-Manager hilft dabei, den Überblick zu behalten. Noch bequemer und sicherer sind Passkeys, die bei immer mehr Diensten das Passwort ganz ersetzen können.

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