• Sebastian Kurz rechnet mit einer dritten Corona-Welle im ersten Quartal 2021.
  • Frühestens im Sommer sei mit einer Rückkehr zur Normalität zu rechnen.

Mehr aktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie hier

Bundeskanzler Sebastian Kurz rechnet im kommenden Jahr europaweit mit einer dritten Corona-Welle und einem massiven Anstieg der Infektionszahlen.

Zum Sommer sei dann mit einer gewissen Rückkehr zur Normalität zu rechnen, sagte Kurz dem Sender ORF am Samstag in einem Interview.

"Das erste Quartal 2021 wird sicherlich für Europa noch eine extreme Herausforderung, die dritte Welle wird über uns hereinbrechen, und die Ansteckungszahlen werden in vielen europäischen Ländern wieder massiv zunehmen", sagte Kurz.

"Danach gehe ich davon aus, dass es aufgrund der wärmeren Temperaturen, aber auch aufgrund der stetig steigenden Zahlen derer, die geimpft sind, eine stetige Entspannung geben wird. Und ich rechne damit, dass wir im Sommer wieder in weiten Teilen zur Normalität zurückkehren können."

Kurz: "Tests werden absolute Normalität wie das tägliche Zähneputzen"

Für Österreich hat seine Regierung die Corona-Einschränkungen am 2. Weihnachtstag nach einer kurzen Lockerung wieder verschärft. Häuser und Wohnungen dürfen nur mit gutem Grund verlassen werden - dazu gehören aber auch Sport treiben und spazieren gehen. Die Regeln gelten bis zum 17. Jänner.

"Ich glaube, dass Tests in den kommenden Monaten eine absolute Normalität werden wie das tägliche Zähneputzen", sagte Bundeskanzler Kurz.

Gedrängel auf Rodelwiesen am Semmering

Zahlreiche Skigebiete waren in Österreich auf. Aber sie können wegen strikter Quarantänevorschriften für Einreisende oder etwa in Bayern für Rückkehrer praktisch nur von Einwohnern genutzt werden.

Am Semmering rund 100 Kilometer südwestlich von Wien kam es am Christtag zu Gedrängel auf Rodelwiesen. Deshalb wurden Absperrgitter aufgestellt, um die Zahl der Nutzer zu begrenzen, wie der Bürgermeister sagte.

Die Seilbahnen haben die Zahl der Gäste, die transportiert werden können, pro Gondel auf die Hälfte reduziert und Tickets müssen vorab online gekauft werden. (jwo/dpa)  © dpa

Teaserbild: © picture alliance / Florian Schroetter / EXPA / picturedesk.com