• "Den Weihnachtsmann gibt es nicht", hat ein Bischof auf Sizilien vor Kindern gesagt.
  • Damit entfachte der Geistliche eine Debatte über den Weihnachtsmann und darüber, ob er das so hätte erwähnen dürfen.
  • Mittlerweile hat die Diözese reagiert.

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Ein Bischof in Sizilien hat mit Kritik am weihnachtlichen Konsumrausch eine Debatte über den Weihnachtsmann entfacht. "Den Weihnachtsmann gibt es nicht, und Coca Cola - aber nicht nur - nutzt sein Image, um sich als Träger guter Werte darzustellen", hatte der Bischof von Noto, Antonio Staglianò, am Nikolaustag vor Kindern laut italienischer Medienberichte gesagt.

Fortan diskutierten Eltern und Medien, ob der Geistliche den Kindern damit die Freude an Weihnachten und Geschenken genommen habe. Am Samstag entschuldigte sich die Diözese: Es sei nicht die Absicht gewesen, einen solchen Medienrummel zu verursachen oder Kinder zu enttäuschen. Aber das Fest sei "zunehmend konsumorientiert, entchristlicht und der Logik des Marktes unterworfen".

Betroffener Bischof: "Habe nicht gesagt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt"

"Den Weihnachtsmann gibt es nicht, und Coca Cola - aber nicht nur - nutzt sein Image, um sich als Träger guter Werte darzustellen", sagte der Bischof von Noto, Antonio Staglianò, am Nikolaustag vor Kindern. (Bild von 2015)

Staglianò präzisierte: "Ich habe den Kindern nicht gesagt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, aber wir haben darüber gesprochen, dass man unterscheiden muss, was real ist und was nicht." Er habe das Beispiel von Nikolaus von Myra genannt, einem Heiligen, der den Armen Gaben brachte, nicht Geschenke. "In der angelsächsischen Tradition wurde er zum Weihnachtsmann, aber sicher nicht zu dem von Coca Cola geschaffenen Weihnachtsmann."

Die Frage sei: Warum bringt der Weihnachtsmann nur den Reichen Geschenke und nicht den Kindern, die nichts haben? "Der wahre Sinn von Weihnachten liegt in dieser Grotte, in der Kälte und im Frost, wo das Jesuskind in einer Wiege im Stroh geboren wird, die sicher nicht Amazon geliefert hat", sagte er der Zeitung "Repubblica".  © dpa