Coronavirus: Die Ankunft der China-Rückkehrer in Frankfurt

Deutschland hat 124 Personen aus der chinesischen Millionenstadt Wuhan evakuiert. Am späten Samstagnachmittag ist das Flugzeug der Luftwaffe auf dem Flughafen Frankfurt gelandet. Nach ihrer Ankunft wurden die Passagiere zur Quarantäne in ein Kaserne gebracht. © dpa

Am Freitag hob der Airbus A310 "Kurt Schumacher" in Köln ab. Ziel der Maschine der Luftwaffe war die chinesische Millionenmetropole Wuhan, um dort Deutsche aus der vom Coronavirus am meisten betroffenen Region auszufliegen.
Am Samstag, 1. Februar, landet der Airbus wieder in Deutschland, dieses Mal in Frankfurt am Main - allerdings mit Verspätung. Der Grund: Ein im Vorfeld geplanter Tankstopp in Moskau wurde kurzfristig von Russland verweigert, weshalb der Evakuierungsjet der Luftwaffe nach Helsinki ausweichen musste.
Zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei und Rettungskräfte sind bei der Landung der "Kurt Schumacher" am Flughafen Frankfurt vor Ort. Die Passagiere wurden aus Sicherheitsgründen direkt nach ihrer Ankunft in Deutschland medizinisch untersucht.
Elf der 124 Wuhan-Rückkehrer kamen direkt ins Universitätsklinikum der Stadt. Dabei bestand am Samstagabend nur bei einem der Passagiere der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus; die übrigen zehn Personen mussten aus anderen Gründen ärztlich behandelt werden
Nach dem ersten medizinischen Check noch an Bord des Flugzeugs wurden die Evakuierten in Bussen nach Germersheim gebracht. Dort wurde in einer Bundeswehrkaserne eine Quarantänestation eingerichtet, in der die Rückkehrer die kommenden 14 Tage verbringen werden.
Zeigt einer der Rückkehrer aus China Symptome, wird er in die Frankfurter Universitätsklinik gebracht und dort in einer Isolierstation weiter behandelt.
"Wir minimieren mit der Quarantäne das Risiko - es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagt der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Thomas Gebhart. Die Evakuierten werden in Quarantäne jeden Tag ärztlich betreut und untersucht.
So sind die China-Rückkehrer untergebracht: Das Bild zeigt eines der Zimmer in der Kaserne in Germersheim. Eine Gefahr bei der 14-tägigen Quarantäne sei der Lagerkoller, meint Michael Sieland vom Deutschen Roten Kreuz.