Es war laut Experten das größte Gebiet für zwei seltene Orchideen-Arten in Deutschland - die Betonung liegt auf "war". Unbekannte Täter haben fast den gesamten Bestand ausgegraben. Möglicherweise ist der Schaden nicht wiedergutzumachen.

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Aus einem Naturschutzgebiet in Südbaden haben Diebe Tausende Orchideen-Knollen im Wert von schätzungsweise 250.000 Euro gestohlen. "Das ist ein Frevel an der Natur", sagte am Donnerstag der Vorsitzende des Arbeitskreises Heimische Orchideen Baden-Württemberg, Dietrich Bergfeld.

An keinem anderen Ort in Deutschland habe es so viele Pflanzen der beiden seltenen Arten Hummel-Ragwurz und Große Spinnen-Ragwurz gegeben. Nach Schätzung des Experten kann es Jahrzehnte dauern, bis sich die Bestände erholen - wenn überhaupt.

Knollen werden möglicherweise weiterverkauft

Die Täter gruben bei Kappel-Grafenhausen auf einer Fläche von mehreren Hektar systematisch rund 3.000 der wildwachsenden, streng geschützten Orchideen aus, schnitten die Stängel ab und nahmen die Knollen mit. Die Polizei in Offenburg spricht von einer nie dagewesenen Umweltstraftat.

Die Ermittler nehmen an, dass die Knollen möglicherweise weiterverkauft werden sollen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Bislang gebe es noch keine Spur; man sei unter anderem auf Zeugenhinweise angewiesen, sagte eine Polizeisprecherin in Offenburg. (awa/dpa)

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