(ag/kle) - Eigentlich war es nur noch eine Frage der Zeit gewesen: Das Fritzl-Haus, Schauplatz des erschütternden Inzestfalls von Amstetten, sollte fix abgerissen werden. Jetzt liegt aber ein anderer Vorschlag auf dem Tisch: Laut Gutachten könnte der Keller auch mit Beton zugeschüttet werden.

Von Beginn an war es dem zuständigen Masseverwalter Walter Anzböck das dringendste Anliegen, den Keller vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Immer wieder betonte er, es dürften keine Bilder des Verlieses in Umlauf kommen, in dem Horror-Vater Josef Fritzl seine Tochter samt Enkelkindern 24 Jahre lang eingesperrt gehalten hatte.

Zuletzt hatte es geheißen, der Abbruchbescheid werde bereits vorbereitet. Ein Sachverständiger brachte laut "Kurier" nun aber eine Alternative ins Spiel. "Es gibt ein Gutachten, das die Möglichkeit eröffnet, nur den Keller des Hauses mit Leichtbeton zu befüllen und so für immer unzugänglich zu machen", so Anzböck im Gespräch mit der Zeitung.

Was aus Sicht des Masseverwalters für diese Idee spricht: Der Keller wäre Geschichte, die Umsetzung würde aber weniger Aufsehen erregen. Die technischen Details wollen die zuständige Baubehörde, BürgermeisterHerbert Katzengruber und der Masseverwalter nun besprechen.