Im Mordfall Larissa ist am Freitag der 24 Jahre alte Freund des Opfers vor dem Landesgericht Innsbruck zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Die Geschworenen entschieden zudem auf Einweisung Mannes in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der 24-Jährige legte am Freitag vor Gericht ein umfassendes Geständnis ab, das sich strafmildernd auswirkte. Wegen vorsätzlicher Tötung von Larissa wurde Dominik W. von den acht Geschworenen einstimmig zu 20 Jahren Haft, sowie der Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verurteilt. Ein psychiatrisches Gutachten attestiert dem 24-Jährigen eine Persönlichkeitsstörung. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Ein Anruf beim Pannendienst überführte Dominik W.

Im Herbst 2013 hielt eine groß angelegte Suchaktion nach der verschwundenen 21-jährigen Larissa Tirol in Atem. Im Oktober vergangenen Jahres wurde schließlich die Leiche der getöteten jungen Frau aus dem Inn geborgen.

Einige Tage nach dem spurlosen Verschwinden des Opfers wurde Dominik W. wegen Mordverdachts festgenommen. Dem Tiroler wurde vorgeworfen, Larissa bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt zu haben. Zudem hat er der jungen Frau Körperlotion in den Mund eingeflößt, wie er vor Gericht schilderte. Daran ist die 21-Jährige laut Gerichtsmedizin schlussendlich erstickt. Die Obduktion hat ergeben, dass ihr zudem eine Socke in den Mund gesteckt wurde. Die Leiche legte Dominik W. im Inn ab, gestand er am Freitag.

Die Spur zu Larissas Freund führte schlussendlich über ein Telefonat mit einem Abschleppdienst: Nachdem der 24-Jährige die Leiche laut eigenen Angaben in den Inn gelegt hatte, blieb er im Ufersand mit seinem Wagen stecken. Ein herbeigerufener Abschleppdienst musste das Auto des 24-Jährigen befreien.