In der Nacht auf Donnerstag wurden in Baden bei Wien sechs Personen bei Messerattacken verletzt. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.

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Nach den Messerattacken in Baden laufen Ermittlungen wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung in mehreren Fällen, Nötigung und Sachbeschädigung, teilte Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, am Freitag mit. Die Verhängung der U-Haft über den Beschuldigten sei beantragt worden. Der 19-Jährige war am Donnerstagabend in die Justizanstalt eingeliefert worden.

Der Beschuldigte soll im Vorfeld der ihm angelasteten Tat Alkohol konsumiert haben. Das gehe aus dem Bericht der Polizei und den Angaben des Beschuldigten hervor, sagte Habitzl auf Anfrage. Die Staatsanwaltschaft habe eine Untersuchung des Blutes und des Harns des Mannes angeordnet.

Zunächst soll der Beschuldigte am späten Mittwochabend am Weikersdorfer Platz in der Kurstadt eine Person verletzt haben. Vier weitere Menschen wurden laut Polizei wenig später nahe einem Lebensmittelmarkt in der Vöslauer Straße attackiert. Eines der Opfer dabei war ein an sich unbeteiligter 63-Jähriger. Dem Beschuldigten wird neben den Messerattacken auch zur Last gelegt, ein Fahrrad auf zwei Autos geworfen zu haben.

Der Täter flüchtet - Großfahndung wird einleitet

Weil der Täter flüchtete, wurde eine Großfahndung eingeleitet. Beteiligt waren zahlreiche Streifen aus Baden und Umgebung, auch zivile. Im Einsatz standen zudem Diensthundeführer, Beamte des Landeskriminalamtes Niederösterreich, die in der Folge die weiteren Ermittlungen übernommen haben, sowie kurzzeitig die Flugpolizei mit einem Hubschrauber.

Der Beschuldigte wurde in einem Garten in der Elisabethstraße festgenommen. Er war ebenfalls verletzt, dürfte sich die Schnittwunden am Arm jedoch selbst zugefügt haben. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde sichergestellt. Der Beschuldigte wurde ebenso wie zwei Opfer ambulant versorgt. Drei Verletzte wurden stationär im Krankenhaus aufgenommen. Es bestehe keine Lebensgefahr, betonte ein Polizeisprecher.

Weil es sich bei einer verletzten 16-Jährigen um die Ex-Freundin des Beschuldigten handeln soll, gilt ein Beziehungsstreit als mutmaßliches Motiv für die Bluttat. Die weiteren Opfer sind ein 16-, 19- und 21-Jähriger sowie der Mann (63). (APA/lh)  © APA

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