• Russlands Armee hat eigenen Angaben zufolge westliche Militärtechnik in der Ukraine zerstört.
  • Experten weisen jedoch auf zwei nicht unerhebliche Details hin.

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Russlands Armee hat in der Ukraine eigenen Angaben zufolge erneut westliche Militärtechnik zerstört. In der ostukrainischen Stadt Charkiw seien auf einem Werksgelände zwei Abschussanlagen für US-amerikanische Himars-Raketen getroffen worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau, Igor Konaschenkow, am Montag.

Unweit der Schwarzmeer-Metropole Odessa hätten die russischen Truppen eine Vorrichtung für ebenfalls von den USA gelieferte Schiffsabwehrraketen des Typs Harpoon zerstört.

Experten: Himars-Raketenwerfer nur schwer zu orten und zu zerstören

Die Aussagen ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Experten weisen darauf hin, dass die Himars-Raketenwerfer nur schwer zu orten und zu zerstören seien. Die ukrainischen Behörden hatten am Sonntag zwar berichtet, zwei russische Raketen seien von der annektierten Halbinsel Krim aus auf die Region Odessa abgefeuert worden. Ihrer Darstellung zufolge schlugen die Geschosse allerdings in einem Steinbruch ein.

Die westliche Militärhilfe, mit der die Ukraine eigenen Angaben zufolge teils erfolgreiche Gegenoffensiven startet, ist Russland ein Dorn im Auge. Auch mit der angeblichen Zerstörung dieser Waffen rechtfertigt Moskau immer wieder Angriffe auf das Nachbarland.

Bereits vor mehr als einer Woche beschoss die russische Armee den Hafen von Odessa - eigenen Angaben zufolge, um Harpoon-Raketen zu zerstören. International sorgte der Angriff deshalb für besondere Empörung, weil erst kurz zuvor eine Einigung über den Export von bislang blockiertem ukrainischem Getreide erzielt worden war - auch aus dem Odessaer Hafen. Erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor mehr als fünf Monaten lief dort am Montag ein mit Getreide beladenes Schiff aus. (dpa/mbo)

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Nach schwerem Beschuss auf die südliche Region Mykolajiw kündigt der ukrainische Präsident Selenskyj eine Reaktion seiner Armee an. Kiew berichtet zudem von russischen Truppenbewegungen.