Türkei unter Recep Tayyip Erdogan

In der Türkei soll nach Willen der Regierungspartei AKP unter Recep Tayyip Erdogan ein Präsidialsystem eingeführt werden. Das Referendum dazu ist für den 16. April 2017 geplant. Die beiden Oppositionsparteien im Parlament - die Mitte-Links-Partei CHP und die pro-kurdische HDP - warnen vor einer "Diktatur". Auch in der EU wird Erdogans Machtzuwachs mit Sorge beobachtet. Wahlkampfauftritte von AKP-Vertretern in europäischen Ländern, in denen für das Präsidialsystem geworben werden soll, führen zu erheblichen diplomatischen Verstimmungen bis hin zu offenem Streit. Auf Verbote von Wahlveranstaltungen in Deutschland und den Niederlanden reagierten Erdogan und AKP-Vertreter mit Nazi-Anschuldigungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel warf Erdogan vor: "Du unterstützt Terroristen!"

Der türkische Geheimdienst hat in Niedersachsen nach Angaben von Innenminister Boris Pistorius (SPD) zwei Firmen und eine Schule der sogenannten Gülen-Bewegung ausspioniert. Insgesamt seien etwa 10 bis 15 Personen betroffen, sagte Pistorius.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière sagte am Dienstag in Passau, dass Spionageaktivitäten auf deutschem Boden strafbar seien und nicht geduldet würden.

Nun geben auch deutsche Politiker Erdogan Contra: Wagenknecht bezeichnet den türkischen Präsidenten gar als Terroristen, Lammert wirft der Regierung einen Putschversuch vor. Und Özdemir warnt vor einer düsteren Zukunft.

Warum dürfen Türken auf deutschem Boden ab dem 27. März am umstrittenen Erdogan-Referendum teilnehmen? Sind Ditib-Imame an der Wahl-Durchführung beteiligt? Was passiert mit den Wahlurnen?

Der türkische Präsident droht der EU mit dem Abbruch der Beitrittsgespräche. Europa sollte sich auf die Provokation nicht einlassen. Es gibt bessere Wege, mit Erdogan umzugehen.

Krisenstimmung zwischen der Schweiz und der Türkei: Die Schweiz müsse aufhören, "Terrororganisationen" zu unterstützen, hieß es am Sonntag aus Ankara. Stein des Anstoßes war eine Anti-Erdogan-Demo in Bern, bei der auch Plakate mit PKK-Symbolen zu sehen waren.

Die AKP von Präsident Erdogan rührt kräftig die Werbetrommel für dessen Präsidialsystem - und preist die geplante Reform als Fortschritt an. Was ist dran an ihren Wahlversprechen?

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will offenbar sein Volk in einem zweiten Referendum über die EU-Beitrittsverhandlungen abstimmen lassen. Das berichtet "Spiegel Online". Dieses solle darüber entscheiden, ob die Türkei überhaupt noch mit der EU verhandeln soll.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Europäer vor einer weiteren Eskalation des Streits mit seinem Land gewarnt.

Die Aufnahme der Türkei in die Europäische Union ist in weite Ferne gerückt. Seitdem das Land 1999 zum offiziellen Beitrittskandidaten ernannt wurde, war die Situation noch nie so schwierig wie im Moment. Gibt es dennoch Chancen? Und was sind die größten Hürden? Ein Überblick.

Angela Merkel verbittet sich Nazi-Vergleiche, Recep Tayyip Erdogan legt noch einen nach und setzt seine Verbalattacken fort. Von anderer türkischer Seite gibt es dagegen erstmals versöhnliche Signale - und die Absage sämtlicher Wahlkampfauftritte von türkischen Regierungsmitgliedern in Deutschland.

Die AKP hat alle geplanten Wahlkampf-Auftritte türkischer Minister in Deutschland abgesagt. Zuvor hatte bereits die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) erklärt, bis zum Verfassungsreferendum in der Türkei keine weiteren Auftritte von türkischen Ministern oder anderen AKP-Politikern in Deutschland mehr zu planen.

Recep Tayyip Erdogans Eskalationsspirale dreht sich weiter: Immer wenn man denkt, heftiger geht es nicht mehr, setzt er noch einen drauf. Am Sonntag ist er bei einem Nazi-Vorwurf gegen Angela Merkel persönlich angelangt. Und die Kanzlerin hält sich immer noch zurück. Ist Merkels Verhalten richtig?

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die auf schweren Vorwürfe des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan reagiert. Dieser hatte Merkel am Sonntag "Nazi-Methoden" vorgeworfen. Die Kanzlerin deutete nun in einer Rede mögliche Konsequenzen an. Spitzenpolitiker aus Deutschland und der EU warnen Erdogan ebenfalls.

Schon bisher hat die Türkei im Streit mit Deutschland verbal mächtig auf den Putz gehauen. Nazi-Methoden und faschistisches Vorgehen, polterte Ankara. Nun zielt Recep Tayyip Erdogan direkt auf Angela Merkel. Deutsche Politiker sind erzürnt.

Mit seinen Aussagen zum Putschversuch in der Türkei hat BND-Präsident für viel Wirbel gesorgt. Der Sprecher von Recep Tayyip Erdogan konterte die Vorwürfe - und warf Deutschland seinerseits die Unterstützung der PKK vor.

Die türkische Regierung hat die Kurden-Demonstration am Samstag in Frankfurt/Main scharf kritisiert.

Sollen türkische Politiker in Deutschland für Erdogans Verfassungsreferendum werben dürfen? Diese Frage sorgt weiter für Ärger - zwischen Ankara und Berlin, aber auch innerhalb Deutschlands.

Mit einem einzigen Satz hat Efgani Dönmez vor vier Jahren für mächtig Wirbel - und Kritik in der eigenen Partei - gesorgt. Über eine in Wien geplante Demo von 5.000 AKP-Fans sagte der damalige Grüne Bundesrat: "5.000 One-Way-Tickets und keiner würde denen nachweinen ..." Was er an dieser Aussage heute bereut? Nur ein Detail, erklärt er im Interview mit GMX.AT.

Nach den Parlamentswahlen in den Niederlanden hat der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu vor einem Glaubenskrieg in Europa gewarnt.

Der türkische Präsident vergrätzt Europa. Umso wichtiger wären Erdogans Beziehungen zu den Ländern des Nahen Ostens. Doch auch dort liegen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander.

Ein Beitritt der Türkei zur EU ist in weite Ferne gerückt. Die Verhandlungen mit Recep Tayyip Erdogan liegen auf Eis, das Tischtuch scheint mit den jüngsten Spannungen zwischen der Türkei, Deutschland und den Niederlanden gar endgültig zerrissen. Ein völliger Abbruch der Beziehungen hätte allerdings fatale Konsequenzen für beide Seiten, warnt Nahost-Experte Prof. Dr. Günter Meyer.

Außenminister Sebastian Kurz brüskiert die Türkei: Er schlägt einen neuen Nachbarschaftsvertrag statt EU-Beitrittsverhandlungen vor. Ankara reagiert beleidigt - und blockiert alle Nato-Programme, an denen Österreich beteiligt ist.

Der türkische Präsident Erdogan nennt die Bundeskanzlerin eine Terror-Helferin und bescheinigt der Bundesrepublik Nazi-Methoden. Nun hält Merkels rechte Hand, Kanzleramtschef Altmaier, dagegen und droht zurück. Ob das Ankara beeindruckt?

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird deutlich im Streit mit den Niederlanden und droht, das Land werde "den Preis dafür bezahlen", dass Wahlkampfauftritte türkischer Minister verboten wurden. Doch was hat Erdogan gegen die Niederlande - und die EU - tatsächlich in der Hand? Ein Experte meint: Hinter den wagen Drohgebärden könnte vielmehr eine konkrete Strategie stecken.

Jetzt wird es persönlich: Erdogan wirft Merkel Unterstützung von Terroristen vor. Auch das lässt die Kanzlerin an sich abprallen. Sie will den Konflikt nicht anheizen - auch wenn die Attacken die Schmerzgrenze überschreiten.

Das Saarland will Wahlkampfauftritte türkischer Politiker unterbinden. Die Regierung werde "alle Möglichkeiten ergreifen, solche Auftritte auf saarländischem Boden zu verbieten", kündigte Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer an.

Dass der Streit zwischen der Türkei und den Niederlanden eskaliert ist, spielt Recip Tayyip Erdogan in die Karten. Gerade deshalb sind von den Europäern jetzt zwei Dinge gefragt, sagt Türkei-Experte Yunus Ulusoy: Gesprächsbereitschaft und ein offenes Ohr für Erdogans Anhänger.

Der türkische Präsident Erdogan legt in der eskalierenden Krise mit den Niederlanden und Deutschland nach. Scharf geht er mit Kanzlerin Merkel ins Gericht. Die Niederländer macht er für ein Massaker verantwortlich - das sie allerdings gar nicht begangen haben.

Die Attacken des türkischen Präsidenten belasten die Beziehungen zwischen Deutschland und dem Land am Bosporus schwer. Dabei steht für die Türkei viel auf dem Spiel - sie ist wirtschaftlich weit stärker von Deutschland abhängig als umgekehrt.

Die deutsche Regierung will den Streit mit Ankara nicht eskalieren lassen. Auch das Vorgehen gegen die kurdische PKK wurde verschärft, wie von der Türkei lange gefordert. Doch nun nimmt Erdogan erstmals auch direkt Bundeskanzlerin Merkel aufs Korn.

Österreich will mögliche Wahlkampfauftritte türkischer Politiker im Land nicht hinnehmen. Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen von Rotterdam sei klar, dass das Land versuchen müsse, solche Auftritte zu unterbinden, sagte Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).

Nach dem Eklat um den verhinderten Auftritt der türkischen Familienministerin in Rotterdam entzieht Ankara niederländischen Diplomaten die Landeerlaubnis - darunter der Botschafter.

Der Streit zwischen der Türkei und Deutschland spitzt sich weiter zu: Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Terrorunterstützung vorgeworfen.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz stuft die Krise in den Beziehungen zwischen einzelnen EU-Staaten und der Türkei als "dramatisch" ein. Er wirft der türkischen Regierung vor, "internationale Beziehungen zum Gegenstand von Wahlkampagnen" zu machen.

An kruden Nazi-Vergleichen wird in Ankara derzeit nicht gespart. Der eskalierende Streit um Auftrittsverbote in Europa ist in der Türkei zum beherrschenden Wahlkampfthema geworden. Ein AKP-Abgeordneter sagt, eigentlich müsse man Deutschland und Holland dankbar sein.

Der Streit zwischen der Türkei und den Niederlanden um verhinderte Wahlkampfauftritte ist eskaliert. "Das sind Überbleibsel der Nazis, das sind Faschisten", sagt der türkische Ministerpräsident Recip Tayyip Erdogan über die Niederländer. Dabei haben die Niederlande wie kaum ein anderes westeuropäisches Land unter dem Hitler-Regime gelitten. Fünf Fakten.

Nach der Eskalation im Verhältnis zwischen der Türkei und den Niederlanden hat sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) voll auf die Seite des deutschen Nachbarlandes gestellt.

Eine Ministerin wird des Landes verwiesen, ein Präsident spricht von Nazi-Methoden: Was ist da los zwischen der Türkei und den Niederlanden? Eine Rekonstruktion der Ereignisse.

Nach der Ausweisung der türkischen Familienministerin Kaya aus den Niederlanden hat Präsident Recep Tayyip Erdogan Konsequenzen angedroht. So bewertet die Presse das Auftreten der Niederlande und Erdogans Reaktion im Streit zwischen den Niederlanden und der Türkei.

SPD-Kanzlerkandidat Schulz hat der türkischen Regierung vorgeworfen, "internationale Beziehungen zum Gegenstand von Wahlkampagnen" zu machen. Die EU fordert er zu einer gemeinsamen Position auf.

Die Türkei hat am Montag eine schriftliche Entschuldigung der Niederlande für die Auftrittsverbote türkischer Politiker gefordert. Der Geschäftsträger der niederländischen Botschaft wurde am Morgen den dritten Tag in Folge einbestellt, wie aus Kreisen des türkischen Außenministeriums verlautete. Dem Diplomaten Daan Feddo Huisinga wurden demnach zwei Protestnoten für die niederländische Regierung überreicht.

Die Türkei hat den niederländischen Botschafter einbestellt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Es dürfte eine Reaktion darauf sein, dass dem türkischen Außenminister am vergangenen Wochenende die Landeerlaubnis entzogen und die türkische Familien- und Sozialministerin ausgewiesen wurde.

Soll Deutschland türkischen Wahlkämpfern die Einreise verwehren? Nach der Eskalation in den Niederlanden wird zumindest über ein Verbot von Wahlkampfauftritten diskutiert. Doch auch da gehen die Meinungen auseinander.

Unter dem Motto "Pulse of Europe" gingen am Sonntag nach Angaben der Veranstalter mehr als 5.000 Menschen auf die Straße.

Die niederländische Regierung weist Drohungen aus der Türkei scharf zurück und hält zwei Regierungsvertreter von Wahlkampfauftritten ab. Ankara ist erbost. Erdogan droht dem Nato-Partner: "Sie werden den Preis dafür bezahlen."

Der Bundeswehreinsatz in Incirlik ist umstritten. Einige Kritiker fragen sich, ob die Luftaufklärung der deutschen Soldaten wirklich nur benutzt wird, um den IS in Syrien und ...

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bezeichnet bei einem Besuch im französischen Metz die Niederlande als "Hauptstadt des Faschismus".

Die Familienministerin der Türkei, Fatma Kaya, will trotz Verbots zu Demonstranten in Rotterdam sprechen. Das Video zeigt, wie Polizisten sie darüber informieren, dass sie das Land verlassen muss.

Heftige Emotionen: "Erpressung" ruft Den Haag und blockiert Auftritte türkischer Minister. Erdogan schwingt wieder die Nazi-Keule und kündigt Vergeltung an. Und das alles mitten im niederländischen Wahlkampf.