Die Schulden der Hypo sind 2013 explosionsartig angestiegen. In der Bank-AG gab es ein Minus von 2,75 Milliarden Verlust, im Konzern waren 1,86 Milliarden. Auch Zahlungsausfälle und Vorsorgen belasteten das Ergebnis schwer, das teilte die Bank am Donnerstag mit. Der amtierende Vorstandschef Alexander Picker zeigte sich davon überrascht.

Der Verlust der Hypo Alpe Adria ist im vergangenen Jahr explosionsartig angestiegen. In der Bank-AG gab es ein Minus von 2,748 Milliarden, im Konzern waren es 1,864 Milliarden. Dass so hohe Fehlbeträge anfallen würden, damit hatte selbst Vorstandschef Alexander Picker nicht gerechnet. "Die Verluste waren schlimmer als erwartet, weil doch mehr Leichen im Keller waren, als wir gedacht haben" zitiert die Nachrichtenagentur APA Picker.

Verkauf von Bank-Töchtern geht voran

Beim Verkauf ihres Südosteuropa-Netzwerks macht die Hypo Fortschritte. Für die sechs Banken in fünf Ländern gebe es eine Reihe von Interessenten, sagte Picker in Wien. Der von der EU verlangte Verkauf der Bank-Töchter mit einer Bilanzsumme von rund acht Milliarden Euro solle bis Ende des Jahres erledigt sein.

Was kostet die Bank dem Steuerzahler?

Ob und wieviel Geld die 2009 notverstaatlichte Bank den Steuerzahler noch kosten werde, hänge unter anderem von Rechtsstreitigkeiten mit der BayernLB ab, sagte Picker. Es gehe um insgesamt fünf Milliarden Euro. 2,3 Milliarden Euro davon hatte die BayernLB aus ihrer Sicht als Kredit an die ehemalige Tochter gegeben - die Hypo Alpe Adria sieht diesen Betrag als Eigenkapital. Seit dem Rückkauf der Bank von der BayernLB 2009 hat der österreichische Staat 4,35 Milliarden Euro in die Krisenbank gepumpt. (rs/dpa)