Sie wollen sich einen Oldtimer kaufen, wissen aber nicht, worauf Sie achten sollen? Auch wenn Sie einen bestimmten Traumwagen vor Augen haben, sollten Sie sich genauestens über den Preis und Zustand informieren - und einen Fachmann mitnehmen. Lesen Sie hier die wichtigsten Tipps zum Oldtimer-Kauf.

Oldtimer-Markt: Größtes Angebot im Ausland

Wenn Sie sich einen Oldtimer kaufen, sollten Sie natürlich auch wissen, wo Sie fündig werden. Insbesondere im Ausland ist der Markt groß, etwa in den USA, Großbritannien und Monaco - dort finden die wichtigsten Auktionen statt. In Deutschland gibt es je nach Region aber auch einige Händler, die eine größere Auswahl an Oldtimern haben. Bei Internetauktionen sollten Sie sehr vorsichtig sein: Kaufen Sie niemals blind einen Oldtimer, sondern verschaffen Sie sich vor Ort einen Überblick.

Verstand vor Herz: Preise und Wertentwicklungen beachten

Auf der Suche nach Ihrem Traumwagen sollten Sie unbedingt gut über den Preis Bescheid wissen, den Sie als Sammler noch zahlen können, damit der Kauf nicht zum Reinfall wird. Tipp: Orientieren Sie sich an dem Oldtimer-Index (DOX), den der Verband der Automobilindustrie jährlich herausgibt. Dem Index können Sie die aktuell gängigen Preise und Wertentwicklungen entnehmen. Behalten Sie diesen Richtwert beim Kauf im Hinterkopf und fragen Sie sich, was Ihnen der Oldtimer wert ist - nicht, dass Sie beim Anblick des automobilen Schatzes den Verstand verlieren.

Oldtimer kaufen und alle anfallenden Kosten berücksichtigen

Beim Kauf eines Oldtimers sollten Sie allerdings nicht nur den Kaufpreis berücksichtigen. Kalkulieren Sie auch, wie hoch eventuelle Importkosten aus dem Ausland sind, wie viel Geld Sie gegebenenfalls in die Reparatur stecken müssen und ob Ersatzteile ohne größere Probleme verfügbar sind. Auch sollten Sie sich Gedanken über einen Weiterverkauf machen. Denn nicht immer hält eine Sammelleidenschaft ein Leben lang. Tipp: Von Vorteil ist es, wenn Sie sich für Oldtimer bekannter Marken interessieren.

Tipp: Fachmann zum Kauf mitnehmen

Entscheidend für den Preis ist natürlich auch der Zustand des Oldtimers. Wenn Sie kein Hobby-Bastler mit Erfahrung sind, wäre ein reparaturbedürftiger Oldtimer nicht unbedingt die beste Wahl - mag der Preis auch noch so verlockend sein. In dem Falle sollten Sie etwas mehr Geld ausgeben und einen Wagen kaufen, der noch gut in Schuss ist.

Dazu sollten Sie gegebenenfalls mit einen Fachmann das Objekt der Begierde begutachten, damit dieser Sie auf eventuelle Mängel und Beschädigungen aufmerksam machen kann. Tipp: Fragen Sie bei einem örtlichen Oldtimer-Klub, ob eines der Mitglieder Sie dabei begleitet, wenn Sie einen Oldtimer kaufen wollen. Dies ist meist für einen kleinen Beitrag möglich.

H-Kennzeichen: Oldtimer ganz steuergünstig

Tipp für Oldtimer-Besitzer: Beantragen Sie ein H-Kennzeichen, mit dem pauschal nur 192 Euro an Steuern pro Jahr zahlen müssen. Dieses erhalten Sie nur für Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahren erstmals zugelassen wurden und die vom TÜV, Dekra, GTÜ oder KÜS ein Oldtimergutachten erhalten haben. Dieses Gutachten erhalten Fahrzeuge, wenn sie als ein "erhaltenswertes Kulturgut" gelten - wichtig dafür ist, dass die Oldtimer sich dazu in einem relativ unverbauten Originalzustand befinden.  © 1&1 Mail & Media/ContentFleet