Alufelgen sind zwar schöner als Stahlfelgen oder Radkappen, allerdings auch deutlich empfindlicher. Deshalb sollten Sie Ihre Alufelgen pflegen – und zwar regelmäßig. Hier finden Sie hilfreiche Tipps, wie Sie Schmutz und Kratzer entfernen. Außerdem erfahren Sie, bei welchen Schäden Sie lieber eine Werkstatt aufsuchen sollten.

Regelmäßige Pflege ist das A und O

Da Leichtmetallräder im Vergleich zu Stahlfelgen empfindlicher gegenüber Schmutz und Kratzern sind, sollten Sie Ihre Alufelgen pflegen – und das nicht nur alle paar Monate. Denn nur so lässt sich der ursprüngliche Glanz über einen langen Zeitraum erhalten. Im gewöhnlichen Fahrbetrieb sammeln sich nämlich Dreck und Bremsstaub auf der Felge und können sich wegen der entstehenden Hitze beim Bremsen mit der Zeit in die Oberfläche einbrennen. Deshalb wird es zunehmend schwerer, den Schmutz von den Alufelgen zu entfernen. Wer seine Felgen also regelmäßig pflegt, hat weniger Probleme mit hartnäckigen Verschmutzungen oder Schäden in der Oberfläche.

Alufelgen pflegen: So gelingt das Reinigen

Die Alufelgen wieder zum Strahlen zu bringen, ist üblicherweise recht einfach: „Solange die schützende Klarlackschicht oder die Pulverbeschichtung auf den Felgen unbeschädigt ist, können solche unschönen Rückstände leicht mit Wasser und Autoshampoo beseitigt werden“, erklärt Thomas Schuster von der Sachverständigenorganisation KÜS. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Sie Ihre Alufelgen regelmäßig pflegen und reinigen. Haben sich Schmutzpartikel schon in die Oberfläche der Felge eingebrannt, bekommen Sie sie mit Glück noch mit speziellem Felgenreiniger entfernt. Achten Sie beim Kauf von Felgenreiniger jedoch darauf, dass dieser säurefrei und für Alufelgen geeignet ist. Sind Schmutz oder Bremsenabrieb auch damit nicht zu entfernen, sollten Sie eine Fachwerkstatt aufsuchen.

Felgen-Kratzer entfernen in der Fachwerkstatt

Eingebrannter Schmutz sowie Schäden in der Klarlackschicht, wie sie beispielsweise bei Steinschlag entstehen können, sind im Rahmen einer professionellen Felgenaufbereitung in der Fachwerkstatt entfernbar. Bei beschädigter Klarlack-Schicht ist eine solche Aufbereitung sogar dringend zu empfehlen. Wenn Alufelgen-Kratzer nicht entfernt werden, können Feuchtigkeit oder Streusalz im Herbst und Winter in die Felge eindringen und das Metall angreifen. In der Werkstatt wird die Klarlackschicht deshalb abgeschliffen. Anschließend wird eine neue Schicht aufgetragen. Je nach Arbeitsaufwand müssen Sie dafür zwischen 75 und 300 Euro pro Felge einplanen. Von dem Angebot, Alufelgen-Kratzer nur punktuell ausbessern zu lassen, sollten Sie lieber Abstand nehmen, auch wenn dies kostengünstiger möglich ist. An einer komplett aufbereiteten Felge werden Sie länger Freude haben.

Felgenaufbereitung und Felgenreparatur: Ein wichtiger Unterschied

Sind die Felgen zerkratzt, darf zwar ausgebessert werden – grundsätzlich sollten Sie aber wissen, dass Sie Felgen-Kratzer nur dann reparieren lassen dürfen, wenn diese weniger als 1 mm tief und nicht mehr als 50 mm vom Rand der Felge entfernt sind. Schäden am Metall der Felge dürfen hingegen weder ausgebeult noch geschweißt werden. Felgenreparaturen in diesem Umfang sind in Deutschland verboten, um die Gefahr von strukturellen Schäden auszuschließen – Denn die können zu gefährlichen Felgenbrüchen im Straßenverkehr führen. Wenn Sie allerdings regelmäßig Zeit investieren und Ihre Alufelgen pflegen, verhindern Sie im Idealfall, dass solche Schäden auftreten. Kommt es dennoch zu einem Schaden des Metalls, zum Beispiel durch einen Unfall, dann ist der Kauf einer neuen Felge unumgänglich.  © 1&1 Mail & Media