Viele Autofahrer kennen das: Kaum ist der Winter da, steigt der Spritverbrauch. Doch auch in der kalten Jahreszeit können Sie Sprit sparen. Die Experten von ACE und ADAC kennen verschiedene Möglichkeiten, den Kraftstoffverbrauch zu senken. Die nützlichsten Tipps haben wir für Sie gesammelt und an dieser Stelle zusammengefasst.

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Ob das Auto oder den eigenen Fahrstil betreffend: Viele dieser Tipps können Sie über das ganze Jahr beherzigen. Es gibt aber auch ein paar spezielle Ratschläge, mit deren Hilfe Sie insbesondere im Winter den Spritverbrauch senken können.

Sprit sparen im Winter

Je kälter es draußen ist, desto mehr lässt der Luftdruck im Reifen nach, was zu größerem Rollwiderstand und damit zu einem höheren Verbrauch führt. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig den Reifendruck und erhöhen Sie ihn bei Bedarf mindestens auf den Wert, den der Hersteller in der Betriebsanleitung empfiehlt. Verbannen Sie zudem unnötigen Ballast aus dem Auto. Dachgepäckträger sollten Sie abbauen, wenn Sie sie nicht brauchen.

Kurze Strecken sollten Sie im Winter möglichst meiden, da diese die Haltbarkeit des Motors beeinträchtigen können. Starten Sie den Motor ohne Gas und lassen Sie ihn nicht im Stand warmlaufen. Fahren Sie mit niedrigen Drehzahlen und schalten Sie frühzeitig hoch. Insbesondere wenn der Motor noch nicht warm ist, sollten Sie nicht zu stark beschleunigen.

So stark beeinflusst die Elektrik den Verbrauch

Elektrische Verbraucher wie Licht, Heizung und Musikanlage kosten Sprit, wenn Sie eingeschaltet sind. 100 Watt Energieverbrauch erfordern pro Stunde ungefähr 0,1 Liter Sprit. Die beheizbare Heckscheibe alleine verbraucht etwa 185 Watt. Benutzen Sie deshalb die Sitz- und Heckscheibenheizung so wenig wie möglich. An der Frontscheibenheizung, der Beleuchtung und den Scheibenwischern sollten Sie jedoch nicht sparen, da diese für Ihre Sicht und Sicherheit wichtig sind.

Die Klimaanlage ist wichtig, um im Fahrzeuginnenraum für Wohlbefinden zu sorgen. Sie treibt aber auch den Kraftstoffverbrauch in die Höhe. Eine falsch eingestellte Klimaanlage kann zwei Liter zusätzlich auf 100 Kilometer verbrauchen. Am besten ist, Sie regeln sie nach dem Motorstart auf die niedrigste Temperatur und das Gebläse auf maximale Power. Nach dem Losfahren stellen Sie die Klimaanlage so ein, dass sie keine (kalte) Luft von außen ansaugt. Kurz danach sollten Sie den Klimaregler auf 20 bis 22 Grad Celsius einstellen und erst nach Erreichen dieser Temperatur wieder Luft von außen ins Auto lassen.

Sparsam fahren

Der Spritverbrauch eines Fahrzeugs hängt natürlich auch direkt mit dem eigenen Fahrstil zusammen. Um den Kraftstoffverbrauch so weit wie möglich zu senken, ist eine vorausschauende Fahrweise notwendig. Wichtig ist, dass Sie früh und zügig hochschalten. Bei mildem Wetter und trockener Fahrbahn dürfen Sie durchaus zügig beschleunigen, solange Sie die Drehzahl niedrig halten (maximal 2000 Umdrehungen pro Minute). Bei kalten Temperaturen und schlechten Fahrbahnverhältnissen sollten Sie etwas vorsichtiger beschleunigen.

Sind Sie erst mal in Fahrt, dann behalten Sie den vor Ihnen liegenden Verkehr besonders aufmerksam im Blick, um unnötiges Bremsen und Beschleunigen zu vermeiden. Fahren Sie nicht zu dicht auf und drosseln Sie das Tempo rechtzeitig vor roten Ampeln. Im besten Fall schaltet diese schon wieder auf Grün, bevor Sie dort ankommen. Sollten Sie an einer Ampel, an einem Bahnübergang oder aufgrund eines Staus zum Stillstand kommen, dann schalten Sie den Motor ab.

Allgemeine Tipps

Mit Energiesparreifen können Sie den Kraftstoffverbrauch um bis zu 0,5 Liter je 100 Kilometer senken. Diese sind meist etwas schmaler und haben ein spezielles Profil, für widerstandsarme Laufeigenschaften. Leichtlauf-Motoröl kann Ihnen ebenfalls dabei helfen, ein paar Prozent Sprit einzusparen. Verschmutzte Luft- und Ölfilter sollten Sie ebenfalls tauschen, denn schon ein verstopfter Luftfilter allein erhöht den Verbrauch. Sinnvoll ist es auch, eine App zum Vergleich von Benzinpreisen an Tankstellen zu nutzen. Das senkt zwar nicht den Verbrauch, hilft aber, Ihre Spritkosten möglichst gering zu halten.  © 1&1 Mail & Media / CF