Anja Delastik

Journalistin, Kolumnistin

Mit Musik fängt alles an: Während des Studiums beginnt Anja Delastik, Plattenkritiken für ein Szene-Magazin zu schreiben – nach ihrem Abschluss übernimmt sie vier Jahre lang dessen Leitung. Anschließend geht sie zur Jugendzeitschrift MÄDCHEN - dort wird sie einige Jahre später zur Chefredakteurin ernannt.

Es folgen die Chef-Sessel der Frauenmagazine JOLIE, MAXI und COSMOPOLITAN – bis sie Ende 2018 ihre Posten abgibt, um sich selbstständig zu machen. Heute arbeitet sie als Journalistin/Kreativberaterin/Konzeptionerin – und gehört damit offiziell zur "Generation Slash", den Multi-Jobbern. Delastik liebt es gesellschaftliche, psychologische und Gender-Themen journalistisch zu beackern und bezeichnet sich selbst als Feministin, Popkultur-Nerd, Trendschnüfflerin – und: Musikfan.

Profilfoto: © Manuela Pickart

Artikel von Anja Delastik

Die Vorweihnachtszeit ist eine Zeit der Besinnlichkeit, der Beschaulichkeit und, immer öfter, der Geschmacklosigkeit. Früher war mehr Lametta, heute hängen schon mal grinsende Rentiere in winzigen Strickpullovern an Christbäumen.

Seit dieser Woche verzichtet Instagram in den USA auf Likes. Zumindest teilweise. Und angeblich überlegt nun auch Facebook, seinen „Gefällt mir“-Daumen abzuschaffen. Dadurch soll Social Media „gesünder“ werden. Kann das funktionieren?

Ob Musizieren, Makramee, Modelleisenbahn: Früher hatten man noch Hobbys. Heute wollen sich immer mehr Menschen selbstverwirklichen und machen ihr Hobby zum Beruf. Doch das hat seine Tücken.

Ob Wiesn-Besuch, Karneval oder große Party: Wer sich am Tag danach elend fühlt, hat vermutlich ein bisschen zu heftig gefeiert. Oder aber er gehört zur Gruppe der sozialen Introvertierten.

Die Grünen-Politikerin Renate Künast wurde auf Facebook aufs Übelste beschimpft. Nun befand ein Gericht: alles hinnehmbar und legitim. Doch ist es das wirklich?

Wenn Apple sein neuestes Modell vorstellt, will jeder nur noch das eine. Aber warum?

Auf Instagram dreht sich alles um Selbstdarstellung und Anerkennung. Wer am besten aussieht, bekommt die meisten Likes. Dafür gibt es nicht nur Filter, sondern mittlerweile auch spezielle Produkte mit Sofort-schön-Effekt.

Es ist eine ökologische Katastrophe, die unser Weltklima bedroht: Seit Wochen steht Brasiliens Amazonas-Regenwald in Flammen. Warum lässt das so viele Menschen kalt?

Bitte recht freundlich? Nicht mit uns! Hierzulande blicken die Menschen lieber griesgrämig und muffelig in die Weltgeschichte. Warum eigentlich? Ein Plädoyer fürs Lächeln.

Spätestens seit dem Sommerschlussverkauf, locken Läden mit Prozenten, Schnäppchen und Rabatten. Trotzdem bleiben viele von ihnen leer – und Kunden verlieren die Lust am Shoppen. Was tun, wenn sich Konsumfreude in Konsumfrust verwandelt?

Welcher Verein in der kommenden Saison seine Heimspiele in welchen Farben, Mustern und Designs bestreitet, sorgt - wie jedes Jahr um diese Zeit - für Diskussionen unter Fußballfans. Grund genug für einen kleinen modischen Anpfiff.

Baby Archie ist getauft, die Royals lächeln zufrieden. Dennoch sorgen die offiziellen Familienfotos aus dem britischen Königshaus für Diskussionen. Zu Recht?

Mit ihrem Achtzigerjahre-Charme liegt die Netflix-Serie „Stranger Things“ voll im Trend. Das Bedürfnis, in der Vergangenheit zu schwelgen, ist heute größer denn je. Kann das gut sein?

An heißen Tagen lautet der Dress-Code: Hauptsache luftig. Auch bei Menschen, die keine Idealmaße haben. Muss man das gut finden?

Alles so schön bunt hier? Nicht mehr. Die Modewelt feiert Beige als DIE neue Sommerfarbe. Dabei sollte man sie nicht abfeiern, sondern davor warnen: Beige ist öde – und lässt fast jeden alt aussehen. 

Unser digitalisiertes Leben bietet unzählige Möglichkeiten der Zerstreuung. Wir können uns informieren, miteinander kommunizieren oder uns unterhalten lassen - und das überall und ständig. Von Langeweile keine Spur. Dabei ist sie so wichtig.

Es sollte Jung und Alt freistehen, ihr Alter zu verschweigen. Denn wie man das Leben meistert, auf Veränderungen reagiert oder Herausforderungen annimmt, ist keine Frage des Alters, sondern der Einstellung.

Manche Menschen unterbrechen ihre Gesprächspartner gerne. Aber Männer tun es häufiger als Frauen - um Macht und Überlegenheit zu demonstrieren. "Mansplaining" ist der Fachbegriff dafür.

Womit Frauen zu kämpfen haben, wenn sie alleine Essen gehen, schildert unsere Kolumnistin.

Es ist wichtig und richtig, sich um das eigene Wohl zu sorgen. Übertreibt man es aber, riskiert man, dass andere auf der Strecke bleiben - und man Ende alleine dasteht.

Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht in Deutschland. Das bedeutet aber nicht, dass man immer zu allem seinen Senf dazugeben muss. Sich eigene Unwissenheit einzugestehen erfordert meist mehr Größe,als blöd daherzuplappern.