• Messenger wie WhatsApp, Signal oder Telegram sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.
  • In diesem Artikel halten wir Sie über die neuesten Features und Entwicklungen in der Welt der Kurznachrichten auf dem Laufenden.

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Bundesjustizministerium geht gegen Telegram vor

Update vom 15. Juni: Das Bundesjustizministerium hat den Messenger Telegram ins Visier genommen und geht nun gegen den Dienst vor, wie "t-online" unter Berufung auf mehrere Nachrichtenagenturen berichtet.

Grund ist laut einer Sprecherin das Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Es schreibe vor, dass Beschwerdemöglichkeiten über strafbare Inhalte gut zu erkennen und zu erreichen sein müssen. Telegram erfüllt diese Vorgabe offenbar nicht. Für Gerichte sei im Falle von Verfahren gegen Telegram zudem der Adressat seitens des Unternehmens nicht klar identifizierbar.

Das Bundesamt für Justiz führe derzeit zwei Bußgeldverfahren durch, hieß es am Montag in Berlin weiter. Telegram, das mehrere Millionen Nutzer hat, habe in den Vereinigten Arabischen Emiraten zwei Schreiben erhalten und könne nun Stellung nehmen.

WhatsApp soll neue Privatsphärefunktionen bekommen

Update vom 14. Juni: Der Messenger WhatsApp hat in Deutschland und Großbritannien eine mehrstufige Kampagne gestartet, die den Titel "Message Privately - Einfach privat chatten" trägt. Mit dieser sollen Nutzerinnen und Nutzer darauf hingewiesen werden, wie WhatsApp sich für die Privatsphäre der User einsetzt. Laut Angaben von WhatsApp sollen im Verlauf der Kampagne auch "neue Innovationen" vorgestellt werden.

Zu diesen zählen unter anderem selbstlöschende Nachrichten, bei denen Anwenderinnen und Anwender entscheiden können, für wie lange von ihnen versandte Messages in Chats lesbar bleiben sollen. Kürzlich hatte WhatsApp bestätigt, ein im vergangenen Sommer eingeführtes Feature für verschwindenden Nachrichten im Sommer 2021 erweitern zu wollen.

"Wir glauben, dass Menschen ein Recht darauf haben, zu kommunizieren, ohne dass Unternehmen oder Dritte mithören und wir möchten, dass jeder weiß, welche Anstrengungen WhatsApp unternimmt, um die privaten Nachrichten seiner NutzerInnen zu schützen", erklärt WhatsApp-Chef Will Cathcart unter anderem in einer Mitteilung.

Er betont darin auch: "Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung schützt die Privatsphäre der persönlichen Momente, die wir jeden Tag teilen." Diese Verschlüsselung ermöglicht es, dass Inhalte zwischen Sender und Empfänger privat bleiben und keine Dritten Zugriff darauf haben - auch nicht WhatsApp. Die Nachrichten können nur auf den entsprechenden Geräten der beiden Parteien gelesen werden. Zahlreiche Konkurrenten des Dienstes nutzen aber ebenso Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei der Übermittlung von Nachrichten.

Verwirrungen rund um neue Nutzungsbedingungen von WhatsApp hatten in den vergangenen Monaten für Aufsehen gesorgt und unter anderem auch zahlreiche Anwender zu Alternativen wie Signal oder Threema abwandern lassen. Im Gespräch mit der britischen "BBC" betont Cathcart nun unter anderem, dass man die Verantwortung für das Durcheinander übernommen habe. "Um es zu wiederholen: Nichts rund um die Privatsphäre von persönlichen Unterhaltungen der Menschen hat sich in unserem Update geändert", erklärt er weiter.

Die Multi-Device-Funktion für WhatsApp soll bald kommen

Update vom 4. Juni: Mark Zuckerberg und WhatsApp-CEO Will Cathcart arbeiten an neuen Funktionen für die Messenger-App, wie die Internetseite WABetaInfo berichtet. In einem - wie sollte es anders sein - WhatsApp-Chat erklärten die Unternehmer einem Redakteur der Seite die geplanten Neuerungen.

Die größte darunter ist wohl die sogenannte Multi-Device-Funktion. Diese soll es Nutzerinnen und Nutzern erstmals ermöglichen, ein Konto auf mehreren Geräten gleichzeitig zu verwenden. Dabei muss das ursprünglich verbundene Smartphone keine Internetverbindung mehr haben, wie es bisher der Fall ist.

Wann das neue Feature kommt, verrieten Zuckerberg und Cathcart noch nicht. Allerdings sollten Betatester in den nächsten ein oder zwei Monaten die Funktion erhalten.

Außerdem sind zwei weitere neue Funktionen in Planung: Zum einen soll es in Zukunft möglich sein, Fotos und Videos so zu versenden, dass der Empfänger diese nur einmal aufrufen und ansehen kann. Eine solche Funktion kennt man bereits von beispielsweise Instagram oder Snapchat.

Die Selbstlösch-Funktion für Nachrichten soll darüber hinaus ebenfalls erweitert werden. Künftig soll es möglich sein, in den Optionen von WhatsApp einen Selbstlöschen-Modus zu aktivieren, der dann automatisch für alle neuen Chats gilt.

Keine blauen Häkchen mehr bei Sprachnachrichten

Update vom 26. April: Sprachnachrichten färbten sich bei WhatsApp bis vor kurzem immer blau, wenn der Empfänger sie abgehört hatte. Sogar dann, wenn dieser die Lesebestätigung in Form der berühmten blauen Häkchen eigentlich deaktiviert hatte. Bei Sprachnachrichten griff dieses Deaktivieren nicht, das man in den Datenschutzeinstellungen vornehmen kann: abgehört war abgehört - und der Versender wusste Bescheid. Für so manche Userinnen und User war das sogar ein Grund, lieber Sprach- statt Textnachrichten zu schicken: So wussten sie auf jeden Fall, ob der andere den Inhalt der Nachricht nun kannte.

Das hat WhatsApp kürzlich still und leise geändert - ohne große Vorankündigung wie sonst so üblich für den Messenger-Giganten. Die Änderung wurde bereits im März ausgerollt. Seitdem färben sich abgehörte Sprachnachrichten nur noch blau, wenn beide Nutzer die Option für Lesebestätigungen aktiviert haben, wie das Magazin "Techbook" berichtet.

  • So können Sie übrigens die Lesebestätigung bei WhatsApp aktivieren: Gehen Sie in den "Einstellungen" auf "Account" und weiter auf "Datenschutz". Dort erscheint das Feld "Lesebestätigungen".

Hat der Empfänger die Funktion nicht aktiviert, erhält der Absender nun keine Bestätigung mehr, dass die Sprachnachricht abgehört wurde.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

Wechsel von WhatsApp zu anderem Messenger? Diese Punkte sollten Sie beachten

Wer WhatsApp den Rücken kehren und einen neuen Messenger ausprobieren möchte, sollte sich vor dem Löschen seines Accounts über einige Dinge Gedanken machen. (Foto: iStock-oatawa)