• Dank erhöhtem Stress, fettigem Essen und häufig viel Alkohol ist das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden an Weihnachten besonders hoch.
  • Durch die Kälte gehen einige auch deutlich seltener in Wintermonaten spazieren, doch Bewegung beugt vor.
  • An Heiligabend ist das Risiko laut einer Studie so hoch wie fast nie.

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Alle Jahre wieder warnen Mediziner vor einem erhöhten Herzinfarktrisiko während der Weihnachtstage. Ein Grund dafür sind Stresshormone, die bei der Vorbereitung des Festessens, beim Familienstreit unterm Christbaum aber auch bei großer Freude vermehrt ausgeschüttet werden.

Zudem sorgen unter anderem wenig Bewegung und das üppige oft fettige Essen in Kombination mit Alkoholkonsum und zuckersüßen Leckereien für Probleme. Das alles gilt insbesondere für ältere Menschen ab 75 und Personen mit Erkrankungen wie Diabetes oder koronarer Herzkrankheit.

Mit geschwächtem Herz regelmäßig raus

"Wie zu jeder anderen Jahreszeit ist man auch in den Wintermonaten am besten beraten, wenn man bewusst genießt und sich bewegt", rät der Internist Jan-Erik Gülker. Wer bereits ein geschwächtes Herz hat, sollte darauf achten, dass er regelmäßig an die frische Luft komme und sich die Beine vertrete. Gegen Gänsebrust und Plätzchen in Maßen ist nichts einzuwenden.

Es werde schon lange beobachtet, dass in der Winterzeit und speziell rund um die Feiertage deutlich mehr Menschen an Herzversagen sterben, sagt Gülker. "Wir sehen in der Klinik, dass die Zahl der Herzinfarkte in den Wintermonaten deutlich steigt." Dazu trägt auch die Kälte bei, die ein weiterer Risikofaktor ist.

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Studie zeigt höchstes Risiko an Heiligabend

2018 hatte auch eine im "British Medical Journal" veröffentlichte Studie schwedischer Forscher einen Zusammenhang zwischen den Tagen um Weihnachten und einem erhöhten Infarktrisiko festgestellt. Am meisten erhöht war das Risiko laut den analysierten Daten des schwedischen Gesundheitsregisters demnach an Heiligabend.

Anzeichen für einen Herzinfarkt sind nach Angaben der Deutschen Herzstiftung schwere Brustschmerzen, die länger als fünf Minuten andauern und in die Arme, Oberbauch und Schulter ausstrahlen können. Dazu kommen oft Schweißausbruch, Übelkeit und Atemnot.

Laut Mediziner Gülker zögern zu den Feiertagen viele Betroffene, den Notruf zu wählen. Das kann lebensgefährlich sein - bei Symptomen, die auf einen Herzinfarkt hindeuten, gilt: schnell handeln. (dpa/mak)

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