• Ein deutsches Labor hat den weltweit ersten Speicheltest zur Diagnose von Endometriose auf den Markt gebracht.
  • Die Krankheit soll damit innerhalb von zwei Wochen festgestellt werden können.
  • Bisher dauerte das oft mehrere Jahre.

Mehr Gesundheitsthemen finden Sie hier

Die Eluthia GmbH bietet seit dem 12. Oktober Speicheltests zur Bestimmung von Endometriose an. Mit dem "Endotest Diagnostic", der in gynäkologischen Praxen für 799 Euro erhältlich ist, ist das Privatlabor aus Gießen weltweiter Vorreiter.

Laut Pressemitteilung ermittelt der Test "schnell, risikofrei und hochgenau" und innerhalb von zwei Wochen, ob eine Endometriose vorliegt oder nicht. Die Wartezeit auf das Ergebnis verkürzt sich dadurch von mehreren Jahren auf wenige Tage.

Bisher hatten Patientinnen erst nach rund acht Jahren Gewissheit. Grund dafür sind fehlende Biomarker sowie unspezifische Symptome wie Unterbauch- und Rückenschmerzen oder Übelkeit. Letztere schränken Betroffene in ihrem Alltag stark ein. Durch eine frühere Diagnose lässt sich der Krankheitsverlauf abmildern und eine Chronifizierung der Schmerzen verhindern.

Neue Studie: Stärkere Periode nach Corona-Impfung möglich

Neue Studie: Stärkere Periode nach Corona-Impfung möglich

US-Forscher haben herausgefunden, dass eine Impfung gegen Corona für eine stärkere Periode oder Störungen im Menstruationszyklus sorgen kann.

Was ist Endometriose?

Endometriose ist eine der häufigsten Unterleibserkrankungen bei Mädchen und Frauen. Dabei handelt es sich laut dem Berufsverband der Frauenärzte (BVF) um "gutartige, meist schmerzhafte Wucherungen aus gebärmutterschleimhautartigem Gewebe, das außerhalb der Gebärmutterhöhle meist in benachbarten Organen und Geweben wächst".

Diese finden sich häufig im Bauch- bzw. Beckenraum, an den Eierstöcken, in den Eileitern, in tieferen Wandschichten der Gebärmutter oder im Darm. Prinzipiell kann endometriumartiges Gewebe aber an jeder Stelle des Körpers wachsen.

Ungefähr zehn bis fünfzehn Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter Endometriose. Die jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland werden auf 40.000 geschätzt.  © 1&1 Mail & Media/spot on news