Bosch hat für Ärzte, Krankenhäuser und Gesundheitszentren einen Schnelltest auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus entwickelt. Der Automobilzulieferer verspricht, das Testergebnis liege in weniger als zweieinhalb Stunden vor.

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Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten angesichts der weltweiten Bedrohung durch das Coronavirus auf Hochtouren. Mittelfristig geht es darum, einen Impfstoff gegen das Virus zu entwickeln. Kurzfristig werden schnelle und verlässliche Tests auf eine mögliche Infektion benötigt.

Einen solchen hat der Digitalkonzern und Automobilzulieferer Bosch innerhalb von nur sechs Wochen entwickelt.

Coronavirus-Patienten haben sehr schnell Gewissheit

Boschs Vorsitzender der Geschäftsführung, Dr. Volkmar Denner, versprach in einer Pressemitteilung: "Der COVID-19-Schnelltest von Bosch trägt dazu bei, die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen und Infektionsketten schneller zu durchbrechen." Infizierte Patienten könnten schneller identifiziert und isoliert werden.

Der Test liefere in weniger als zweieinhalb Stunden ein Ergebnis. Zur Verfügung soll er ab April stehen. Gedacht ist er für Arztpraxen, Krankenhäuser, Labore und Gesundheitszentren.

Angewendet werde der molekulardiagnostische Schnelltest auf dem Analysegerät Vivalytic von Bosch Healthcare Solutions.

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Das Verfahren sei weltweit einer der ersten vollautomatisierten, molekulardiagnostischen Tests, der direkt von allen medizinischen Einrichtungen genutzt werden könne, teilte Bosch mit.

Zehn Atemwegserkrankungen können erkannt werden

Zudem könnten mit derselben Probe neben COVID-19 gleichzeitig weitere neun Atemwegserkrankungen wie Influenza A und B untersucht werden.

"Die Besonderheit des Bosch-Tests ist: Durch die Differenzialdiagnostik ersparen sich die Ärzte zusätzlich die Zeit für weitere Tests, erhalten rasch eine fundierte Diagnose und können daraus schneller eine geeignete Therapie einleiten", informierte Marc Meier, Geschäftsführer der Bosch Healthcare Solutions GmbH.

Der Test könne am Ort der klinischen Behandlung durchgeführt werden. Transportwege, die wertvolle Zeit kosteten, entfielen.

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Die bayerische Regierung bekommt deutlich weitreichendere Befugnisse. Sie kann nun einen "Gesundheitsnotstand" ausrufen und sich so leichter medizinisches Material wie Schutzkleidung besorgen. Bürger können im Gesundheitsnotstand zu Dienstleistungen verpflichtet werden.
Teaserbild: © picture alliance/dpa/Axel Heimken