• Österreichs Kanzler Alexander Schallenberg hat angekündigt, dass es in wenigen Tagen einen bundesweiten Lockdown für Ungeimpfte im Land geben wird.
  • Die entsprechenden Entscheidungen sollen am Sonntag gefällt werden.

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In Österreich soll im Kampf gegen die Corona-Pandemie in wenigen Tagen ein Lockdown für Ungeimpfte starten. Wie Kanzler Alexander Schallenberg am Freitag in Innsbruck ankündigte, sollen die entsprechenden Entscheidungen am Sonntag gefällt werden.

Angesichts der steil ansteigenden Infektionszahlen sei es nicht mehr vernünftig, noch abzuwarten. "Wir werden jetzt schon diesen Schritt setzen." Es sei den Corona-Geimpften nicht zuzumuten, in einen weiteren Lockdown für alle zu gehen, begründete der konservative Politiker die weitere Einschränkung für Nicht-Immunisierte.

Regionale Lockdowns für Ungeimpfte bereits ab Montag

Regionale Lockdowns für Ungeimpfte sollen schon am Montag in Kraft treten. Wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) am Freitag bekanntgab, sollen die Einschränkungen in den am stärksten von COVID-19 betroffenen Bundesländern Oberösterreich und Salzburg die Einschränkungen bereits Anfang kommender Woche starten. Ungeimpfte dürfen dann nur noch ihr Zuhause verlassen, um ihre täglichen Bedürfnisse zu decken, zur Arbeit zu gehen oder wenn sie Hilfe benötigen, sagte Oberösterreichs Landeschef Thomas Stelzer.

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Oberösterreich und Salzburg liegen mit Sieben-Tages-Inzidenzen von rund 1.200 weit über dem bundesweiten Wert, der zuletzt fast 780 betrug. Die Impfquoten der beiden Regionen an der Grenze zu Bayern liegen unter dem österreichischen Durchschnitt.

Ansteckungszahlen steigen weiter stark an

Erst am Montag hatte die Regierung eine 2G-Regel für Lokale, Tourismus, Veranstaltungen und Sport eingeführt: Nur noch Geimpfte und von COVID-19 Genesene haben Zutritt. Außerdem ist seit Anfang November eine 3G-Regel am Arbeitsplatz in Kraft, wonach Ungeimpfte regelmäßige negative Tests vorweisen müssen.

Diese zwei Maßnahmen haben zu einem starken Anstieg der Zahl der Erst- und Auffrischungsimpfungen in den vergangenen Tagen geführt. Allerdings steigen die Ansteckungszahlen weiter stark an.

Am Freitag meldeten die Behörden knapp 11.800 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz stand bei rund 780. "Wir müssen die Schrauben nochmal enger ziehen", sagte Schallenberg. Der Lockdown solle mit Stichproben kontrolliert werden, kündigte er an.

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag fast ganz Österreich, Tschechien und Ungarn als Corona-Hochrisikogebiete ein. (ff/mgb/dpa)