Ein Mann bedroht in Hamburg seine Ehefrau und ein kleines Kind. Beamte schreiten ein - doch sie werden laut Polizei angegriffen. Der Einsatz endet tödlich.

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Bei einem Einsatz in Hamburg haben Polizisten einen 34-jährigen Mann erschossen. Der Brite soll zuvor seine 32 Jahre alte Ehefrau und ein Kleinkind in einer Wohnung bedroht haben, wie die Polizei mitteilte. Als die Beamten am Mittwoch eintrafen, sei der Mann mit einem Messer auf sie losgegangen. Daraufhin sei es zu der Schussabgabe gekommen. Der Angreifer sei schwer verletzt worden und kurz darauf seinen Verletzungen erlegen. Die Frau, eine Russin, und das Kleinkind sowie die Polizisten seien nicht verletzt worden.

"Das ist ein Ausnahmefall", sagte der Hamburger Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Joachim Lenders. Es komme in Deutschland nur selten vor, dass ein Mensch bei einem Polizeieinsatz erschossen werde. Der stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Andreas Schmidt, betonte, wie stark belastend es für Beamte sei, von der Schusswaffe Gebrauch machen zu müssen. "Die psychische Belastung zieht der Beamte nicht mit der Uniform aus", sagte er.

Fallzahlen leicht steigend

In Deutschland kommt es vergleichsweise selten vor, dass die Polizei auf Menschen schießt. Im Jahr 2017 waren dabei 14 Menschen getötet und 39 weitere verletzt worden, wie aus jüngsten verfügbaren Zahlen der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster hervorgeht.

In den vergangenen Jahren hatten die Fallzahlen zugenommen, wenn auch auf niedrigem Niveau: Im Jahr 2016 waren es 11 Tote und 28 Verletzte durch Polizeischüsse, 2015 starben 10 Menschen, weitere 22 wurden verletzt.

Der Bundesvorsitzende der DPolG, Rainer Wendt, hatte im vergangenen Jahr über diese Entwicklung gesagt, dass die zunehmende Zahl von Angriffen auf Polizeibeamte - zum Beispiel mit Messern - zu dem Anstieg beigetragen haben könne.  © dpa

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