In Graz ist am Freitag eine 250 Kilo schwere Fliegerbombe gefunden worden. Es wurden Sperren eingerichtet und Häuser evakuiert.

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Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Freitag in Graz entschärft worden. Das Kriegsrelikt wurde bei Grabungen in der Wiener Straße gefunden und sorgte für Sperren, Umleitungen und Evakuierungen.

Anrainer im Umkreis von 100 Meter mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen. Kurz nach Mittag hatten die Spezialisten des Entminungsdienstes die Gefahr gebannt.

Die Bombe amerikanischen Fabrikats wurde kurz vor 9.00 Uhr auf einer Baustelle unweit des Lendplatzes entdeckt. Im Umreis von rund 400 Metern wurden Straßen und Wege gesperrt.

Bewohner mussten in ihren Häusern bleiben. Laut Melderegister betraf es etwa 6.000 Anrainer im 400-Meter-Umkreis.

Jene, die in unmittelbarer Nähe zur Baustelle wohnen, mussten ihre Räumlichkeiten sogar verlassen. Die Volksschule Gabelsberger konnte mehrere Stunden lang nicht über den Hauptausgang verlassen werden. Ein Nebenausgang in der Keplerstraße diente als Ersatz.

Kontrollierte Sprengung folgt noch

Gegen Mittag begann die Entschärfung und schon nach wenigen Minuten konnten die Einsatzkräfte aufatmen: Zwei einfache Aufschlagzünder wurden abgeschraubt und die Bombe damit für den Abtransport sicher gemacht. Sie wird zu einem späteren Zeitpunkt in Niederösterreich am Truppenübungsplatz des Bundesheeres in Allentsteig kontrolliert gesprengt.

Die gefundene Fliegerbombe ist keine Seltenheit. Im Zweiten Weltkrieg waren vor allem die Bereiche rund um den Grazer Hauptbahnhof, der Ostbahnhof, das Areal des heutigen Magna-Werks in Thondorf und der Flughafen Graz häufige Ziele der Alliierten. Im März 2011 hatte eine Fliegerbombe direkt in einer Baugrube am Hauptbahnhof gesprengt werden müssen.

Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen waren nötig. Im Umkreis von 200 Metern mussten alle Wohnungen, Geschäfte und Hotels evakuiert werden. Bewohner in weiterem Umkreis mussten in den Räumen bleiben und die Fenster öffnen. Die Sprengung zerstörte dennoch bei umliegenden Gebäuden zahlreiche Glasflächen. Auch die Bahnhofsuhr wurde in Mitleidenschaft gezogen, dort fiel ein Zeiger herab.

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