Da hat sich der Verkehrsminister etwas Ungewöhnliches einfallen lassen: In Kooperation mit "Germany's next Topmodel" wirbt sein Ministerium für mehr Sicherheit bei Radfahrern - mit Kandidatin Alicija in Dessous.

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Die am Donnerstag ausgestrahlte siebte Folge von "Germany's next Topmodel" holte sich mit nackter Haut, einem Besuch von Gisele Bündchen und einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen zwei Kandidatinnen mit 19,2 Prozent Marktanteil den TV-Tagessieg.

Das deutsche Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) dürfte das ganz besonders freuen - denn dieses nutzte die Folge der Modelshow für eine PR-Kampagne.

GNTM: Mit Dessous in die Helmoffensive

Um der Aktion "Helme retten Leben" für mehr Sicherheit bei Radfahrern mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, wählte Bundesminister Andreas Scheuer einen eher unüblichen Weg.

GNTM-Nachwuchsmodel Alicija wurde in der Sendung von Fotograf Rankin in nichts als Dessous und Fahrradhelm abgelichtet. Der Slogan zu den sexy Bildern ist ebenso ungewöhnlich: "Sieht scheiße aus, rettet aber mein Leben!"

Gezielt an junge Menschen gerichtet

"Mehr als die Hälfte der jungen Radfahrer und Radfahrerinnen sagt von sich selbst, dass sie nie oder nur selten einen Helm tragen. Weil es angeblich nicht cool aussieht. Mit unserer Aktion 'Looks like shit. But saves my life', wollen wir gezielt junge Menschen ansprechen, einen Helm zu tragen", wird Scheuer in einer Pressemitteilung zitiert.

"Der Spruch entspricht vielleicht nicht dem üblichen Behördendeutsch, bringt es aber auf den Punkt: Helme retten Leben." Weil vor allem 14- bis 49-jährige Zuschauer die Modelsendung verfolgen, verspricht sich das BMVI eine besondere Durchschlagskraft seiner Aktion.

Auf Nachfrage der "Bild"-Zeitung, wer die Kampagne mit dem Shooting in London bezahlt habe, soll die Pressestelle des BMVI versichert haben, es habe sich um eine kostenfreie Aktion gehandelt. (jkl)   © spot on news