Ein Mord erschüttert den italienischen Erstligisten Lazio Rom. Der Anführer der Ultras des Vereins wird am helllichten Tag in einem Park der italienischen Hauptstadt aus einem Hinterhalt umgebracht.

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Der Anführer der Ultra-Gruppe "Irriducibili" des italienischen Traditionsvereins Lazio Rom ist am Mittwoch auf der Via Tuscolana im Parco degli Acquedotti in Rom erschossen worden.

Laut übereinstimmenden italienischen Medienberichten wurde Fabrizio Piscitelli alias "Diabolik" am helllichten Tag mit einem gezielten Kopfschuss getötet. Er wurde 53 Jahre alt. Ein Passant habe das Geschehen verfolgt und die Polizei alarmiert, schreibt die "Gazzetta dello Sport".

Verdacht auf eine Abrechnung im Drogenmilieu

Medienberichten zufolge war Piscitelli kürzlich ins Visier von Drogenermittlern geraten. Bei ihm seien zwei Millionen Euro beschlagnahmt worden. Sie sollen aus der Förderung des Drogenhandels in Spanien stammen.

Es sei daher wahrscheinlich, dass der Mord mit Rivalen in Verbindung gebracht werden könne, die daran interessiert sind, offene Rechnungen zu begleichen.

Die "Irriducibili" sind die führende Ultra-Gruppe der Curva Nord (Nordkurve) im Stadio Olimpico in Rom, das sie sich mit dem Stadtrivalen AS Rom teilen. Die politisch extrem rechts orientierte Gruppe machte in der Vergangenheit immer wieder negativ von sich reden.

Frauenfeindliche Aufforderung im Stadion

Im vergangenen August etwa hatten die Lazio-Ultras mit einem Flyer im Stadion für Aufregung gesorgt, in dem sie weibliche Lazio-Fans dazu aufforderten, in der Curva Nord nicht in den ersten zehn Reihen zu stehen.

"Die Curva Nord ist ein heiliger Ort, Frauen, Ehefrauen oder Verlobte sind in den ersten zehn Reihen nicht erlaubt. Wir laden diejenigen, die das Stadion als Alternative zu einem romantischen Tag in der Villa Borghese wählen, ein, sich stattdessen für einen anderen Ort zu entscheiden", hieß es in der Mitteilung. (hau/AFP)

Schlag gegen kriminelle Bande

Nach fast 280 Einbrüchen in Autos ist Ermittlern ein weiterer Schlag gegen eine kriminelle Bande gelungen. Mindestens 279 Einzeltaten sollen aufgeklärt worden sein.