• Griechenlands Regierungschef Mitsotakis wirft einigen NGOs die Zusammenarbeit mit Schleusern vor.
  • Sie unterstützten, dass Menschen aus der Türkei nach Griechenland kämen.
  • Währenddessen behaupten humanitäre Organisationen, dass Athen sogenannte Pushbacks erlaube.

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Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hat manchen Nichtregierungsorganisationen (NGO) vorgeworfen, mit Schleusern zusammenzuarbeiten und Menschen aus der Türkei nach Griechenland und damit in die EU zu bringen.

"Es gibt Schleuserbanden, die mit einigen NGOs dubioser Herkunft unter einer Decke stecken", sagte Mitsotakis am Mittwoch im Staatsfernsehen (ERT). Griechenland werde seine Grenzen zu Land und zu Wasser beschützen, fügte er hinzu.

Die Zahl der Migranten, die auf den griechischen Inseln in der Ostägäis festgehalten werden, geht derzeit immer weiter zurück. Ende April harrten in und um die Registrierlager auf Lesbos, Samos, Chios, Kos und Leros noch etwa 11.200 Menschen aus. Im April 2020 lebten dort noch gut 40.000 Menschen.

Die griechische Regierung hat in den vergangenen Monaten Tausende Migranten aufs Festland gebracht. Dabei handelt es sich um Menschen, die mit großer Wahrscheinlichkeit Asyl bekommen werden.

Zudem werden die Seegrenzen zur Türkei schärfer überwacht. Humanitäre Organisationen werfen Athen vor, illegale Zurückweisungen in die Türkei, sogenannte Pushbacks, zu erlauben. Dies bestreitet die Regierung in Athen. (dpa/ari)

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