Türkei

Die Türkei stellt im Fall Jamal Khashoggi Haftbefehle gegen zwei Saudis aus. Brisant für den Kronprinzen Mohammed bin Salman: Wenigstens einer von ihnen ist sein enger Vertrauter.

Donald Trump hatte Saudi-Arabien mit Blick auf die Anschuldigungen im Mordfall Khashoggi nahezu vorbehaltlose Rückendeckung zugesichert. Die Türkei erhebt nun schwere Vorwürfe.

Die Luft für das saudische Königshaus in der Affäre um den getöteten Journalisten Jamal Khashoggi wir international immer dünner, doch in Washington sitzt ein treuer Verbündeter. US-Präsident Donald Trump will nichts von angeblichen überführenden Beweisen der CIA gegen Kronprinzen bin Salman wissen. Stattdessen gibt er sich allgemeinem Weltschmerz hin.

Nun steht der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman mächtig unter Druck. Es sollen Aufnahmen eines Telefongesprächs existieren, auf denen bin Salman fordert, dass Jamal Khashoggi "zum Schweigen gebracht" werden soll.

Im Juni nahm die Polizei eine Kölner Sängerin auf einer Wahlkampfveranstaltung der Opposition in der Türkei fest. Nun wurde Hozan Cane verurteilt. Hintergrund sind vor allem Facebook-Inhalte.

Auf einem türkischen Militärstützpunkt kam es nach Angaben des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu einer Explosion. Dabei sollen mindestens 7 Menschen ums Leben gekommen sein.

Sollte unter die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ein Schlussstrich gezogen werden? Auf diese Frage gibt es jetzt ein klares Ja des zuständigen EU-Kommissars. Zumindest aus der FDP im Bundestag bekommt er dafür Applaus.

Die Verhandlungen über eine Beitritt der Türkei zur Europäischen Union kommen seit Jahren nicht voran. Soll die EU einen Schlussstrich ziehen? EVP-Chef Manfred Weber sagt Ja.

Sechs Platzverweise bei zwei Spielen innerhalb von zweieinhalb Stunden haben am Freitagabend auf Fußballplätzen in der Türkei für Aufsehen gesorgt. Trauriges Highlight: Jagdszenen nach der Partie zwischen Galatasaray und Fenerbahce.

Treffen in angespannten Zeiten: Angela Merkel hat sich beim Syrien-Gipfel in Istanbul mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan getroffen. In dem Gespräch dürfte es aber nicht nur um Syrien gegangen sein.

Saudi-Arabien sperrt sich im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi. Das Land will die Verdächtigen nicht, wie von Recep Tayyip Erdogan gefordert, an die Türkei ausliefern. Die Diskussion um den Fall bezeichnet der saudische Außenminister ohnehin als "hysterisch".

Im Fall Patrick K. ist in der Türkei ein Urteil gefallen. Der 29-Jährige aus Gießen muss für über sechs Jahre ins Gefängnis. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann Mitglied einer Terrororganisation sei.

Deutlicher als bisher warnt das Auswärtige Amt nun in seinem Reisehinweis vor regierungskritischen Äußerungen in der Türkei. Bundesbürger würden "mehrjährige Haftstrafen" riskieren.

Es sei ein "barbarisches Mordkomplott" gewesen, "tagelang im Voraus" geplant: Recep Tayyip Erdogan hat die Tötung von Jamal Khashoggi als Auftragsmord bezeichnet und der Darstellung Saudi-Arabiens damit widersprochen. Der Tod des regimekritischen Journalisten sei nicht die Folge eines eskalierten Streits gewesen. Der türkische Präsident fordert von Riad weitere Aufklärung und kündigte am Dienstag weitere Ermittlungen an.

Rund 100 Tage steht Recep Tayyip Erdogan diese Woche an der Spitze des neu geschaffenen türkischen Präsidialsystems. So viel Macht hatte er noch nie. Er hat sie genutzt - für einen Totalumbau des Staates. Der entspringt auch persönlichen Beweggründen des Präsidenten.

Offenbar werden in der Türkei mehrere Österreicher festgehalten. Die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) berichteten am Dienstag und Mittwoch von einem Mann und eine Frau aus Oberösterreich, beide türkisch-kurdischer Herkunft, die nicht ausreisen dürften.

Vor mehr als zwei Wochen verschwand der saudische Journalist Jamal Khashoggi unter mysteriösen Umständen. Zu dem Fall gibt es viele offene Fragen. Nun durften türkische Ermittler das Konsulat durchsuchen.

In der Türkei ist erneut ein Österreicher verhaftet worden. Er soll der kurdischen Arbeiterpartei PKK nahestehen.

Zwei Jahre hielt die Türkei ihn wegen Terror-Vorwürfen fest. Nach Sanktionen, Strafzöllen und Drohungen kommt US-Pastor Andrew Brunson nun frei. Das entspannt die Beziehungen zu den USA. Brunson selbst sitzt am Abend im Flugzeug und verlässt die Türkei.

Sanktionen, Strafzölle, Drohungen - der Fall des in der Türkei festgehaltenen US-Pastors Brunson hatte eine Krise zwischen Ankara und Washington ausgelöst. Nun kommt er frei und darf ausreisen. Das dürfte auch die türkische Währungskrise entschärfen.

Während eines mit Spannung erwarteten Gerichtstermins im Fall des in der Türkei inhaftierten US-Pastors Andrew Brunson haben sich Zeugen der Anklage in einem bizarren Austausch gegenseitig widersprochen. 

Das mysteriöse Verschwinden eines saudischen Regimekritikers in Istanbul hat sich längst zur Staatsaffäre ausgewachsen. Die USA fordern Antworten von Saudi-Arabien. Doch womöglich muss sich nun auch die Türkei wegen eines äußerst heiklen Berichts erklären.

Vor einer Woche betrat der saudische Journalist Chaschukdschi das Konsulat seines Landes in der Türkei. Seither fehlt jede Spur des Regimekritikers. Die Türkei will das Konsulat nun durchsuchen und erhielt dazu die Erlaubnis.