Peter Pilz könnte schon in wenigen Monaten wieder im Parlament sitzen: Ein aktueller Bericht legt eine Rückkehr im Frühjahr nahe.

Dass er nicht komplett aus der Politik verschwinden würde, machte Peter Pilz schon bei seinem Rücktritt im November klar. Nun verdichten sich die Hinweise, dass er bald zurückkehren könnte.

Schon Anfang Jänner waren erste Berichte aufgetaucht, Pilz bereite seine Rückkehr ins Parlament vor. Der "Standard" meldete, der Listengründer wolle nicht nur an der Rundumerneuerung seiner Partei mitarbeiten, sondern gar eine eigene Parteiakademie gründen.

Am Freitag startet die Klubklausur der Liste Pilz, bei der sich die Partei hinsichtlich Inhalten und Programm neu aufstellen will. Das passiert ohne den Listengründer, aber: "Einen neuen Namen wird es definitiv noch nicht geben. Wir werden nur den Prozess der Namensfindung festlegen", sagte der interimistische Klubchef Peter Kolba dem "Kurier".

Nach Pilz' Mandatsverzicht war die Umweltaktivistin und Projektmanagerin Martha Bißmann in den Nationalrat nachgerückt. Berichten zufolge wäre sie bereit, ihr Mandat zugunsten von Pilz zurückzulegen.

Rückkehr auf Raten mit Höhepunkt im Frühjahr

Informationen der Zeitung zufolge soll Pilz' Rückkehr im Frühjahr als Neustart der Liste inszeniert werden - inklusive neuem Namen und neuer Programmausrichtung. Darüber hinaus sei der Start einer Online-Rechercheplattform geplant. Zudem werde verkündet, dass Pilz wieder Abgeordneter werde.

An dem grundsätzlichen Plan lässt auch Klubchef Kolba keinen Zweifel. "Dass Peter Pilz in die Politik zurückkehrt, hat er uns versprochen. Er entscheidet in welcher Funktion. Wann und wie werden wir mit ihm in den kommenden Wochen besprechen."

Vor allem die Wähler wünschten sich Pilz' Rückkehr als "Aufpasser der Nation". "Wir waren erstaunt, wie viele Menschen seinen Abgang nicht akzeptieren wollten", sagte Kolba.

Insider: Pilz will zuvor Vorwürfe ausräumen

Bevor er sich zurück ins Rampenlicht der Politbühne bewegt, will Pilz offenbar die Vorwürfe der sexuellen Belästigung restlos ausräumen, die zu seinem Rückzug geführt hatten. "Das wird er auch tun", zitiert der "Kurier" einen Insider.

Pilz habe Mitarbeiter nach Alpbach geschickt, um die Hintergründe zu recherchieren. Demnach sei es letztlich nicht um sexuelle Belästigung gegangen, sondern um eine politische Auseinandersetzung, die unter Alkoholeinfluss eskaliert sei. Eine Bestätigung dafür gibt es bisher nicht. (ank)