Drastischer Vergleich: In einem Kommentar hat US-Richard Grenell, US-Botschafter in Deutschland, den Iran mit der IS-Terrormiliz verglichen. Konkret geht es ihm dabei um das brutale Vorgehen gegen Homosexuelle.

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Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hat das Vorgehen des Irans gegen Schwule mit Gräueltaten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verglichen. "Irans abscheuliche Maßnahmen stehen der Brutalität und Grausamkeit der ISIS-Terrormiliz in nichts nach", schrieb er in einem Gastkommentar in der "Bild"-Zeitung (Montag).

"Im Iran, wo selbst neunjährige Kinder zum Tode verurteilt werden können, werden schwule Teenager öffentlich gehängt, um andere so zu verängstigen und einzuschüchtern, dass sie es nicht wagen, sich zu outen."

Niemand dürfe Peitschenhiebe oder den Tod fürchten, weil er homosexuell sei, schrieb Grenell. "Man kann unterschiedlicher Ansicht über Homosexualität sein, aber niemand sollte jemals strafrechtlich verfolgt werden, weil er homosexuell ist."

Richard Grenell lebt offen homosexuell

Der 52 Jahre alte Botschafter wurde im US-Bundesstaat Michigan als Sohn tiefreligiöser Eltern geboren. Er äußerte sich oft über seinen Glauben und seine inneren Konflikte, mit denen er rang, bevor er 1999 seine Homosexualität öffentlich machte.

Seit Mai ist der Vertraute von US-Präsident Donald Trump Botschafter in Berlin. (dpa/dh)

Als US-Botschafter in Berlin spielt Richard Grenell eine zentrale Rolle in der deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit. Doch die angespannten Beziehungen hat er bisher nicht befrieden können – im Gegenteil.