• Ex-US-Präsident Donald Trump hat den Anführer der Republikaner im Repräsentantenhaus getroffen.
  • Dabei ging es den Angaben nach um "eine Rückeroberung des Repräsentantenhauses im Jahr 2022".
  • Das Treffen zeigt, wie groß Trumps Einfluss auf die Republikanische Partei noch immer ist.

Mehr zu Donald Trump finden Sie hier

Rund eine Woche nach seinem Abgang aus dem Weißen Haus hat der frühere US-Präsident Donald Trump den Anführer der Republikaner im Repräsentantenhaus getroffen.

Der Ex-Staatschef empfing Kevin McCarthy am Donnerstag in seinem Anwesen Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida, wie Trump mitteilen ließ. In einer Erklärung war von einem "sehr guten und herzlichen" Treffen die Rede. Die Erstürmung des Kapitols durch radikale Trump-Anhänger am 6. Januar wurde nicht erwähnt.

"Sie haben über viele Themen gesprochen, das Wichtigste war eine Rückeroberung des Repräsentantenhauses im Jahr 2022", hieß es in der Erklärung. Trumps "Beliebtheit" sei "größer als jemals zuvor", deswegen sei seine Unterstützung von großer Bedeutung. Zusammen mit der Erklärung wurde ein Foto veröffentlicht, das Trump und McCarthy in Mar-a-Lago zeigt.

Trump hat noch immer großen Einfluss auf die Republikanische Partei

Das Treffen macht den großen Einfluss deutlich, den Trump auch nach seiner Abwahl auf die Republikanische Partei ausübt. Zwar haben sich einige Republikaner nach Trumps monatelanger Kampagne gegen seine Abwahl und nach der Kapitol-Erstürmung von dem früheren Präsidenten abgewandt. Die Mehrheit der Konservativen steht aber hinter dem 74-Jährigen, der bei der Basis nach wie vor sehr populär ist.

Teile der Basis und der Partei haben sich in den Trump-Jahren zunehmend radikalisiert. Symbolisch dafür steht die weit rechts stehende neue Abgeordnete Marjorie Taylor Greene.

Ausschluss von QAnon-Anhängerin Greene gefordert

Die Politikerin mit Nähe zur Verschwörungsbewegung QAnon stand am Donnerstag im Zentrum einer neuen Polemik: Ein demokratischer Abgeordneter forderte einen Ausschluss der 46-Jährigen aus dem Repräsentantenhaus, nachdem der Nachrichtensender CNN frühere Äußerungen Greenes publik gemacht hatte, in denen sie eine Hinrichtung demokratischer Politiker zu unterstützen schien.

So bezeichnete Greene die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, einmal als Verräterin: "Verrat ist ein Verbrechen, auf das die Todesstrafe steht. Nancy Pelosi ist des Verrats schuldig."

Greene hat gemeinsam mit einigen anderen Republikanern auch damit für Aufsehen gesorgt, dass sie im Parlamentsgebäude eine Waffe tragen will.

Pelosi warnte am Donnerstag, "der Feind ist im Repräsentantenhaus": "Wir haben Mitglieder des Kongresses, die ihre Schusswaffen mit in den Sitzungssaal bringen wollen und die anderen Mitgliedern Gewalt angedroht haben." (jwo/afp)

Lesen Sie auch: Diese fünf Lügen von Donald Trump werden in Erinnerung bleiben  © AFP

YouTube lässt Giuliani kein Geld mehr mit Videos verdienen

Rudy Giuliani kann durch Werbespots auf YouTube kein Geld mehr verdienen. Schuld sei sein unter anderem sein Handeln im zurückliegenden US-Wahlkampf. Vorschaubild: imago
Teaserbild: © Getty Images