Nationalratswahl 2017 - Ergebnis und Regierungsbildung

Österreich hat gewählt! Der ÖVP unter Sebastian Kurz ist ein historischer Sieg gelungen. Das ist das Endergebnis mit Wahlkarten des Innenministeriums: Zumindest zwischenzeitlich lag Heinz-Christian Straches FPÖ auf Platz zwei. Die SPÖ hat die Blauen, die bei Briefwahlstimmen traditionell schlechter abschneiden als etwa SPÖ und Grüne, schon nach der Auszählung des Großteils der Wahlkarten überholt. Für die Grünen ist es hingegen vorbei: Sie scheitern an der 4-Prozent-Hürde. Für die Nationalratswahl 2017 hatte es einen neuen Rekord an Wahlkarten gegeben: 889.193 Wahlkarten wurden beantragt. Das Endergebnis der Wahl stand diesmal erst am Donnerstag fest: Dann waren auch alle Briefwahlstimmen ausgezählt. In unserer Rubrik zur Nationalratswahl finden Sie News, Bilder, Videos und Hintergründe zur Wahl.

Der Fall wird immer seltsamer: Ein 20-Jähriger soll am Mittwoch seine Freundin aus einem Fenster in Wien-Meidling gestoßen haben. Die 19-Jährige deckt den Verdächtgen - die Polizei glaubt ihr aber nicht.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird am Montagvormittag die neue schwarz-blaue Bundesregierung angeloben. 

Die Koalitionsgespräche liefen harmonisch wie selten in der jüngsten Geschichte Österreichs. Nun wird die Regierung von Konservativen und Rechtspopulisten vereidigt. Mehrere Demonstrationen werden erwartet.

Der von der ÖVP-FPÖ-Koalition geplante "Familienbonus Plus" soll die Steuerlast pro Kind und Familie um 1.500 Euro senken. Dennoch bleiben noch viele Fragen offen.

Die erste Auslandsreise von Österreichs designiertem Bundeskanzler Sebastian Kurz führt nach Brüssel. 

Sieben Wochen wurde verhandelt - nun steht die Koalition von Konservativen und Rechtspopulisten in Österreich. Die Parteien wollen Verkrustungen im System aufbrechen und Steuern senken. Die Mitgliedschaft in der EU soll weiterhin fest verankert sein.

Der Bundesparteivorstand der ÖVP hat das Koalitionsprogramm sowie das neue Regierungsteam einstimmig angenommen. Das gab der zukünftige Bundeskanzler Sebastian Kurz nach der fast dreistündigen Sitzung am Samstag bekannt.

Matthias Strolz warnt vor Sebastian Kurz und dessen Regierungskurs: Der ÖVP-Chef erinnere ihn an den eins "liberalen Posterboy" Viktor Orban.

Die Diskussion um den 12-Stunden-Tag geht in die nächste Runde: Die Arbeiterkammer Oberösterreich warnt vor ihrer Ansicht nach "fatalen Auswirkungen", sollte die von ÖVP und FPÖ ausverhandelte Neuregelung tatsächlich kommen.

Laut August Wöginger ist der 12-Stunden-Tag nur eine "Weiterentwicklung des bestehenden Systems". Man schaffe lediglich Möglichkeiten, die Arbeitszeit auszuweiten.

Wird Heinz-Christian Strache eine Art "Superminister" und sind die Ministerien schon verteilt? Die ÖVP dementiert - aber nicht ganz glaubwürdig.

Ein möglicher Angelobungstermin für die neue Regierung kursiert schon seit vergangener Woche. Der ORF hat in der "Zeit im Bild 24" nun eine Liste der möglichen Ministerposten für die FPÖ vorgestellt. Die ÖVP dementierte umgehend.

Der ORF hat eine Liste zugespielt bekommen, in der die meisten Posten bereits besetzt sind. Vonseiten der Verhandler wird dementiert, dass Ressorts bereits vergeben seien.

Die Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ gehen in laut ÖVP-Chef Sebastian Kurz in eine "neue Phase": Die ersten Ergebnisse aus den Fachgruppen werden beurteilt. Kurz zeigt sich bisher zufrieden.

Seit einem Monat zimmern ÖVP und FPÖ an einer Koalition - und halten sich bedeckt wie selten. Die Erwartungshaltung ist bei Anhängern groß. Am Donnerstag wollen die Parteichefs Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache über den aktuellen Stand der Verhandlungen informieren.

Das Thema innere Sicherheit haben ÖVP und FPÖ weitgehend ausverhandelt. Demnach dürfte es deutliche Verschärfungen im Asylrecht geben. Die wichtigsten Punkte gaben Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache auf einer Pressekonferenz bekannt.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache malt seiner Partei zusätzlich zum Innenministerium auch Chancen auf Außen- und Finanzministerium aus. Es sei schließlich Usus, dass eine Partei den Kanzler stelle und die andere den Finanzminister.

Alexander Van der Bellen hat klare Vorstellungen, was FPÖ-Minister angeht. Johann Gudenus und Harald Vilimsky würde das Staatsoberhaupt nicht angeloben.

Wiens Vizebürgermeister Johann Gudenus lobt die Qualität der Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP. Es gebe aber noch einige "Brocken" aus dem Weg zu räumen. Unterdessen dementieren die Verhandler Berichte über eine Wiedereinführung einer Ambulanzgebühr.

Die Koalitionsverhandlungen von ÖVP-Chef Sebastian Kurz und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache gehen weiter. Vertreter beider Parteien halten sich bisher bedeckt, was die Ergebnisse angeht.

Der neue Nationalrat tritt am Donnerstag erstmals zusammen. Eine symbolträchtige Veränderung gibt es bei der FPÖ: Die Freiheitlichen verzichten bei der Angelobung diesmal auf die umstrittene Kornblume.

Die ÖVP und die FPÖ haben sich auf erste gemeinsame Leitlinien geeinigt. Die künftigen Regierungspartner haben "Spielregeln" festgelegt und wollen beispielsweise die Steuer- und Abgabenquote auf rund 40 Prozent senken. Für Zuwanderer soll es eine Wartefrist geben, bis sie die volle Mindestsicherung erhalten.

Türkis-Blau rückt näher: Sebastian Kurz (ÖVP) und HC Strache werden am Freitag vor die Presse treten, um erste Ergebnisse ihrer Koalitionsverhandlungen zu präsentieren.

Ein paar Augenbrauen werden sich bestimmt heben, wenn Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache das internationale Parkett betreten. Aber die Zeiten der 2000er-Sanktionen sind vorbei. Viel mehr kommt es auf die EU-Linie der neuen Regierung an, meint ein Salzburger Politologe.

Nach dem Eklat um die Darstellung von Kurz als "Baby-Hitler" hat das Magazin "Titanic" nochmal nachgelegt - und zeigt eine Bildmontage mit dem Unfallwagen des verstorbenen FPÖ-Chefs Jörg Haider.

Zunächst geht es um eine Bestandsaufnahme: ÖVP und FPÖ treffen sich zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen im Palais Niederösterreich. Termin und Thema für das nächste Treffen stehen schon fest.

Sebastian Kurz will bis Weihnachten eine Koalition mit den Freiheitlichen schmieden. Doch diese stehen auf der Bremse – aus guten Gründen.

ÖVP und FPÖ wollen demnächst mit Koalitionsverhandlungen beginnen. Die beiden Parteien haben ähnliche Programme, doch mit einer raschen Einigung ist nicht zu rechnen. Der Teufel liegt im Detail.

ÖVP und FPÖ werden Koalitionsgespräche starten. Fix sind bereits die Hauptverhandlungsteams. Noch dieses Jahr will Sebastian Kurz mit der neuen Regierung die Arbeit aufnehmen.

Heinz-Christian Strache ist am Dienstag vor die Presse getreten. Der FPÖ-Chef betonte, man nehme die Einladung zu Koalitionsgesprächen an - werde es der ÖVP aber nicht leicht machen.

Wahlsieger Sebastian Kurz will mit der FPÖ verhandeln: Der ÖVP-Chef lädt Heinz-Christian Strache zu Gesprächen ein. Bei der SPÖ habe er "relativ wenig Interesse an einer türkis-roten Zusammenarbeit" geortet.

SPÖ-Chef Christian Kern geht zwar fix davon aus, dass "Türkis-Schwarz-Blau" kommt - aber er könnte sich vorstellen, dass die SPÖ allenfalls eine ÖVP-Minderheitsregierung unterstützt, sagte er Montag im "ZiB2"-Interview. 

Nach Abschluss der Sondierungsrunde sind doch noch letzte Fragen offen: Österreichs Wahlsieger Sebastian Kurz will sich auf der Suche nach einem Koalitionspartner aber bald öffentlich festlegen.

Jetzt ist es fix: Die SPÖ geht in die Opposition. Obmann Christian Kern will die Partei dafür neu aufstellen. Bundesgeschäftsführer Matznetter und einige prominente Gewerkschafter gehen bei der Mandatsvergabe leer aus.

Noch nie hatte Österreichs Bevölkerung weniger Vertrauen in die heimische Politik und deren Vertreter. Grund dafür ist unter anderem die Silberstein-Affäre. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer.

Christian Kern bleibt vorerst in der Politik: Die SPÖ will mit ihrem Parteichef in Opposition gehen. Fast alle Spitzen der Partei stellen sich hinter den Noch-Kanzler.

Die ersten Sondierungsgespräche sind beendet, FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache "guter Hoffnung". Und ÖVP-Chef Sebastian Kurz wird noch heute den Bundespräsidenten über die nächsten Schritte informieren.

Der dritte Nationalratspräsident und FPÖ-Vizeparteichef Norbert Hofer sieht derzeit nur eine Koalition mit der ÖVP als realistische Möglichkeit für die Freiheitlichen.

Kanzler Kern ist für Gespräche aber offen Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) schließt die Möglichkeit einer rot-blauen Koalition de facto aus.

Die Wahlkarten sind fertig ausgezählt: Das Innenministerium hat das Endergebnis der Nationalratswahl bekannt gegeben.

Was lief schief bei den Grünen? Für Johannes Voggenhuber ist die Führung der Öko-Partei für den Absturz verantwortlich. Die Partei sei abgestürzt "wie ein Kartenhaus, weil Ihr es vorher zu einem Kartenhaus gemacht habt". schreibt Voggenhuber in einem Rundumschlag auf Facebook.

Bei der Nationalratswahl setzte ein Prozent der Wähler - rund 40.000 Menschen - das Kreuz bei GILT, dem Demokratieprojekt von Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer. Den Einzug ins Parlament hat er damit nicht geschafft – in seinem neuen Kabarettprogramm "Der Kanzler“ bleibt Düringer trotzdem der Politik treu.

Ob die FPÖ tatsächlich in der Koalition sitzen wird, steht noch in den Sternen. Sollte es eintreffen, wird sich HC Strache bald zu möglichen Ministern Gedanken machen müssen. Über diese Kandidaten wird bereits spekuliert.

Michael Niavarani machte nie ein Geheimnis aus seiner politischen Einstellung. Nun fand der Entertainer deutliche und kritische Worte zum Ausgang der Nationalratswahl - und erklärte, warum er keine Angst vor einer schwarz-blauen Regierung hat.

Die langjährige Freundin von Sebastian Kurz gilt als öffentlichkeitsscheu und trat erst in den Monaten vor der Nationalratswahl in Erscheinung. Was über die stille Frau hinter dem "Polit-Wunderkind" Sebastian Kurz bekannt ist.

In Österreich könnte die FPÖ demnächst mitregieren. Warum waren die Rechtspopulisten so erfolgreich? Besuch in Fischamend, einem Ort bei Wien, in dem jeder Dritte die Partei wählte.

Die Grünen werden im kommenden Nationalrat nicht mehr vertreten sein. Was wird nun aus deren Themen? Sowohl der Abtrünnige Peter Pilz als auch Vertreter von SPÖ und NEOS wollen mit Fokussierung auf grüne Themen die Lücke künftig schließen.

Die Wahl von Werner Kogler zum neuen Bundesparteichef leitet eine Zeitenwende bei den Grünen ein: Mit dem steirischen Vollblutpolitiker will die Partei volksnäher werden.

Ulrike Lunacek und Ingrid Felipe ziehen Konsequenzen aus dem Grünen Wahldebakel bei der Nationalratswahl: Sowohl die Spitzenkandidatin als auch die Bundesgeschäftsführerin legen ihre Ämter nieder.

Zwar glaubt Michael Häupl nicht an Rot-Blau, dennoch warnt er eine Partei davor, in diese Richtung zu denken. Der Wiener SPÖ-Chef befürchtet, dass es zu einer Spaltung kommen könnte.