Nationalratswahl 2017

Am 15. Oktober wählt Österreich ein neues Parlament. Es gibt vorgezogene Neuwahlen: SPÖ und ÖVP haben sich auf ein Ende der Koalition verständigt. In unserer Rubrik zur Nationalratswahl finden Sie News, Bilder, Videos und Hintergründe zur Wahl.

SPÖ-Chef Christian Kern hatte für die Nationalratswahl alle Trümpfe in der Hand. Bloß anfangen konnte er damit wenig - und hat mit hoher Wahrscheinlichkeit verspielt. Das Engagement des nunmehr verhafteten Tal Silberstein ist nicht der einzige Fehler, den sich die SPÖ im Wahlkampf schon geleistet hat.

Am 15. Oktober 2017 wählt Österreich einen neuen Nationalrat. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu denn vorgezogenen Neuwahlen: 

Rückschlag im Wahlkampf der SPÖ: Die Kanzlerpartei trennt sich von ihrem Berater Tal Silberstein. Dieser soll heute in Israel für Befragungen durch die Behörden festgenommen worden sein.

Das Rennen um Platz eins bei der Nationalratswahl sehen Experten noch völlig offen. Für eine der größeren Parteien wird es laut Experten aber sehr schwer mit Platz eins.

Nachdem ein Parteiüberläufer durchgesickert ist, hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache die ersten 16 Vertreter seiner Partei für die Bundesliste vorgestellt.

Ex-Team-Stronach-Klubobmann Robert Lugar wird auf Litzenplatz acht der FPÖ bei der Nationalratswahl kandidieren. Parteichef Heinz-Christian Strache: "Natürlich ist er g'scheiter geworden."

Robert Lugar wechselt wohl zur Konkurrenz: Der ehemalige Klubobmann des Team Stronach tritt einem Bericht zufolge bei der Nationalratswahl wieder für seine alte Partei an - an wählbarer Stelle.

Wieder ist es ein Quereinsteiger: Sebastian Kurz holt den Mathematiker Rudolf Taschner in sein Team. Dessen Fachbereich steht bereits fest. 

So viele Aus- und Übertritte gab es noch in keiner Gesetzgebungsperiode. Kein einziger Nationalratsklub hat mehr die gleiche Stärke wie nach der Wahl 2013. 

Für die FPÖ hätte Barbara Rosenkranz nicht mehr bei der Nationalratswahl antreten können. Nun kandidiert sie für Heinz-Christian Straches "Erzfeind" Karl Schnell.

Am 15. Oktober wählt Österreich ein neues Parlament. Sebastian Kurz, Christian Kern und Heinz-Christian Strache rechnen sich Chancen auf den vordersten Platz aus. 

Österreichs Wähler finden insgesamt Gefallen an den bisher vorgestellten Quereinsteigern. Irmgard Griss könnte den NEOS gar den Einzug in den Nationalrat garantieren.  

In am Samstag veröffentlichten Umfragen liegt die ÖVP von Sebastian Kurz weiterhin klar in Führung. Neu ist allerdings, dass erstmals auch im traditionell roten Wien die Volkspartei vor der SPÖ auf Platz eins geführt wird.

Sophie Karmasin kehrt der Politik schon wieder den Rücken: Bei der Nationalratswahl am 15. Oktober will die Familienministerin nicht mehr antreten. Für die Entscheidung gibt es gleich zwei Gründe.

Im Herbst heißt es wieder: Kreuzerl machen! Am 15. Oktober 2017 wählt Österreich eine neue Bundesregierung. Davor werden die Spitzenkandidaten im TV diskutieren. Wie haben die wichtigsten Termine für sie zusammengestellt.

Das SPÖ-Wahlprogramm steht. Überraschungen bleiben weitgehend aus: Das Papier hält sich an "Plan A" von Bundeskanzler Christian Kern - mit ein paar Boni. Auffällig: Die SPÖ rückt die Interessen von Unternehmern verstärkt in den Fokus.

Die SPÖ hat ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundeswahlliste bei der Nationalratswahl vorgestellt. Hinter Bundeskanzler Christian Kern auf Platz zwei gibt es eine Überraschung.

Seitdem Sebastian Kurz als Spitzenkandidat für die Nationalratswahl angetreten ist, rutscht die FPÖ in Umfragen ab. Jetzt schießt ein prominenter Freiheitlicher gegen den neuen ÖVP-Chef: Kurz sei ein "Schauspieler der Politik", ätzt Wiens Vizebürgermeister Johann Gudenus.

Martin Graf plant ein Comeback im Nationalrat: Der umstrittene FPÖ-Politiker tritt exklusiven Informationen zufolge bei der Nationalratswahl für die Blauen an.

Bundeskanzler Christian Kern setzt weiter auf seinen "Plan A": Das legt ein Entwurf seines Wahlprogramms nahe, der verschiedenen Medien zugespielt wurde. Und das noch bevor ihn der Parteirat gesehen hat.

Es war ein Paukenschlag, als Sebastian Kurz die ehemalige Leichtathletin Kira Grünberg als Kandidatin für seine Liste bekannt gab. Eher ein Schlag ins Gesicht ist die Nominierung Kira Grünbergs aber offenbar für drei AABlerinnen. Sie warfen das Handtuch.

KTM-Chef Stefan Pierer wird der ÖVP für den laufenden Wahlkampf 436.463 Euro bezahlen. Diese Spendensumme ist nach Parteiangaben bis Ende Juli eingelangt und Pierer hat die Verdoppelung des Betrags angekündigt. 

Christian Kern sorgt mit seinem "Powidl"-Sager für Lacher, Sebastian Kurz erklärt, warum er keine Meldungen über seine Privatleben will: die besten Sager aus den Sommergesprächen mit Corinna Milborn.

Sebastian Kurz kommt bei jungen Wählerinnen und Wählern am besten an. Doch so richtig trauen sie dem ÖVP-Chef auch nicht über den Weg. Am meisten an Popularität eingebüßt hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache - aus einem ganz bestimmten Grund.

Die ehemalige Stabhochspringerin Kira Grünberg geht in die Politik: Sie ist die nächste Quereinsteigerin, die für Sebastian Kurz' "Bewegung" antritt. Der ÖVP will sie dennoch nicht beitreten.

Zunächst hatte er noch ein Geheimnis daraus gemacht, jetzt ist die Katze aus dem Sack: Peter Pilz verrät, wer seine Unterstützer für die Nationalratswahl sind.

Das Außenministerium nennt es einen "Irrtum": Österreichs Generalkonsulat in Los Angeles wirbt auf Facebook zwischenzeitlich für Sebastian Kurz. Mittlerweile ist das Posting gelöscht.

Ein Spaziergang sind ihre Interviews für die Politiker nicht: Corinna Milborn hat mit den Puls4-Sommergesprächen den TV-Wahlkampf eröffnet. Im GMX-Interview gewährt sie einen Blick hinter die Kulissen, zieht Bilanz - und äußert sich auch über Felix Baumgartner.

Er begeistert die Jugend: ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz schneidet laut einer Umfrage bei jungen Wählern deutlich besser ab als Christian Kern. Allerdings kämpfen beide auch mit einem großen Problem.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler weist Vorwürfe zurück, seine Partei betreibe "Dirty Campaigning" gegen Sebastian Kurz. Einem von der ÖVP geforderten "Transparenzgipfel" erteilt er eine Absage.

Nach schlechten Schlagzeilen hat der FPÖler Johannes Hübner angekündigt, nicht bei der Nationalratswahl anzutreten. Eine Rede aus dem Vorjahr wurde ihm zum Verhängnis.

Sie haben die Puls4-Sommergespräche verpasst? Wir haben die besten Sager für Sie zum Nachsehen. Ein Spitzenkandidat geht aus Sicht der Zuschauer als klarer Gewinner hervor.

Christian Kern sorgt mit seinem "Powidl"-Sager für Lacher, Sebastian Kurz erklärt, warum er keine Meldungen über seine Privatleben will: Die besten Sager aus den Sommergesprächen mit Corinna Milborn.

Lange war gerätselt worden, nun hat Peter Pilz den Spekulationen ein Ende gemacht: Vor Journalisten kündigte der langjährige Grünen-Mandatar an, bei der Nationalratswahl anzutreten.

Geht es nach der FPÖ, soll der Rechnungshof künftig Gesetzesvorschläge entwickeln. Geschehen soll das auf Basis seiner Prüfberichte und Empfehlungen. 

Eine vermeintliche Fanseite auf Facebook für Sebastian Kurz sorgt für Aufregung. Die ÖVP vermutet Gegner hinter der Seite und beantragte die Löschung.

Eine aktuelle Umfrage sieht ÖVP-Chef Sebastian Kurz auf Kanzlerkurs: Er läge mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins. Heinz-Christian Strache käme auf Rang drei.

Eines ist der Wahlkampf bisher definitiv nicht: langweilig. Kaum zaubert Sebastian Kurz die aktuelle Opernball-Chefin Maria Großbauer als Kandidatin aus dem Hut, brüsten sich die NEOS damit, dass das Opernball-"Original" Lotte Tobisch nur sie wolle.

Als grüner Bundesrat stieß Efgani Dönmez mit islamkritischen Äußerungen Parteifreunde vor den Kopf. Nun hat er den Grünen endgültig den Rücken gekehrt – zugunsten der neuen ÖVP von Sebastian Kurz. Wir haben nachgefragt, warum.

Sebastian Kurz holt noch mehr Quereinsteiger in sein Team für die Nationalratswahl. Jüngster Zugang: Opernball-Chefin Maria Großbauer.

Die meisten Parteien wollen zumindest einen Teil ihrer Wahlkampfausgaben durch Spenden finanzieren - wirklich angelaufen ist das Fundraising allerdings erst bei der ÖVP.

Der NEOS-Listenplatz für Irmgard Griss ist fix: Die ehemalige Richterin bekommt die überwiegende Mehrheit der Stimmen bei der Mitgliederversammlung. 

Sebastian Kurz hat genaue Vorstellungen, wer auf seiner Liste für die Nationalratswahl antreten soll. Auf Bundesebene werden es angeblich nur neue Gesichter sein - amtierende ÖVP-Politiker dürfen nur auf den Landeslisten antreten.

Die SPÖ ebnet den Weg für eine Koalition mit der FPÖ. Allerdings hat Bundeskanzler Christian Kern sieben Bedingungen für eine etwaige Regierungsbeteiligung der Blauen gestellt. Wie steht die FPÖ zu diesen Themen?

Peter Pilz denkt offenbar doch darüber nach, mit einer eigenen Liste für den Nationalrat zu kandidieren. Details darüber will er aber noch nicht nennen. Einige andere Grüne könnten ihm folgen.

Die ÖVP hat einen neuen Sprecher: Peter L. Eppinger schließt sich der "Bewegung" von Sebastian Kurz an. Dafür hat er eigens seinen bisherigen Job gekündigt.

Sebastian Kurz liegt im Vertrauensindex auch im Juni vorn. Bundeskanzler Christian Kern liegt ein gutes Stück dahinter. Mit seinem "Vollholler"-Sager hat das aber wohl nichts zu tun.

Die Grünen haben am Sonntag in Linz ihre neue Doppelspitze gekürt. Ingrid Felipe wurde zur neuen Bundessprecherin, Ulrike Lunacek zur Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl gewählt. 

Die FPÖ reagiert mit Skepsis auf den SPÖ-Kriterienkatalog- und stellt ihre eigenen Bedingungen.

Die SPÖ bricht mit einer 30 Jahre alten "Tradition": Sie stellt der FPÖ eine Zusammenarbeit in Aussicht. Ein etwaiges Koalitionsabkommen müsste jedoch von Parteimitgliedern abgesegnet werden.