Nationalratswahl 2017 - Ergebnis und Regierungsbildung

Österreich hat gewählt! Der ÖVP unter Sebastian Kurz ist ein historischer Sieg gelungen. Das ist das Endergebnis mit Wahlkarten des Innenministeriums: Zumindest zwischenzeitlich lag Heinz-Christian Straches FPÖ auf Platz zwei. Die SPÖ hat die Blauen, die bei Briefwahlstimmen traditionell schlechter abschneiden als etwa SPÖ und Grüne, schon nach der Auszählung des Großteils der Wahlkarten überholt. Für die Grünen ist es hingegen vorbei: Sie scheitern an der 4-Prozent-Hürde. Für die Nationalratswahl 2017 hatte es einen neuen Rekord an Wahlkarten gegeben: 889.193 Wahlkarten wurden beantragt. Das Endergebnis der Wahl stand diesmal erst am Donnerstag fest: Dann waren auch alle Briefwahlstimmen ausgezählt. In unserer Rubrik zur Nationalratswahl finden Sie News, Bilder, Videos und Hintergründe zur Wahl.

Die Koalitionsgespräche liefen harmonisch wie selten in der jüngsten Geschichte Österreichs. Nun wird die Regierung von Konservativen und Rechtspopulisten vereidigt. Mehrere Demonstrationen werden erwartet.

Der von der ÖVP-FPÖ-Koalition geplante "Familienbonus Plus" soll die Steuerlast pro Kind und Familie um 1.500 Euro senken. Dennoch bleiben noch viele Fragen offen.

Die erste Auslandsreise von Österreichs designiertem Bundeskanzler Sebastian Kurz führt nach Brüssel. 

Sieben Wochen wurde verhandelt - nun steht die Koalition von Konservativen und Rechtspopulisten in Österreich. Die Parteien wollen Verkrustungen im System aufbrechen und Steuern senken. Die Mitgliedschaft in der EU soll weiterhin fest verankert sein.

Der Bundesparteivorstand der ÖVP hat das Koalitionsprogramm sowie das neue Regierungsteam einstimmig angenommen. Das gab der zukünftige Bundeskanzler Sebastian Kurz nach der fast dreistündigen Sitzung am Samstag bekannt.

Die Diskussion um den 12-Stunden-Tag geht in die nächste Runde: Die Arbeiterkammer Oberösterreich warnt vor ihrer Ansicht nach "fatalen Auswirkungen", sollte die von ÖVP und FPÖ ausverhandelte Neuregelung tatsächlich kommen.

Wird Heinz-Christian Strache eine Art "Superminister" und sind die Ministerien schon verteilt? Die ÖVP dementiert - aber nicht ganz glaubwürdig.

Ein möglicher Angelobungstermin für die neue Regierung kursiert schon seit vergangener Woche. Der ORF hat in der "Zeit im Bild 24" nun eine Liste der möglichen Ministerposten für die FPÖ vorgestellt. Die ÖVP dementierte umgehend.

Der ORF hat eine Liste zugespielt bekommen, in der die meisten Posten bereits besetzt sind. Vonseiten der Verhandler wird dementiert, dass Ressorts bereits vergeben seien.

Die Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ gehen in laut ÖVP-Chef Sebastian Kurz in eine "neue Phase": Die ersten Ergebnisse aus den Fachgruppen werden beurteilt. Kurz zeigt sich bisher zufrieden.

Seit einem Monat zimmern ÖVP und FPÖ an einer Koalition - und halten sich bedeckt wie selten. Die Erwartungshaltung ist bei Anhängern groß. Am Donnerstag wollen die Parteichefs Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache über den aktuellen Stand der Verhandlungen informieren.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache malt seiner Partei zusätzlich zum Innenministerium auch Chancen auf Außen- und Finanzministerium aus. Es sei schließlich Usus, dass eine Partei den Kanzler stelle und die andere den Finanzminister.

Alexander Van der Bellen hat klare Vorstellungen, was FPÖ-Minister angeht. Johann Gudenus und Harald Vilimsky würde das Staatsoberhaupt nicht angeloben.

Der neue Nationalrat tritt am Donnerstag erstmals zusammen. Eine symbolträchtige Veränderung gibt es bei der FPÖ: Die Freiheitlichen verzichten bei der Angelobung diesmal auf die umstrittene Kornblume.

Ein paar Augenbrauen werden sich bestimmt heben, wenn Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache das internationale Parkett betreten. Aber die Zeiten der 2000er-Sanktionen sind vorbei. Viel mehr kommt es auf die EU-Linie der neuen Regierung an, meint ein Salzburger Politologe.

Nach dem Eklat um die Darstellung von Kurz als "Baby-Hitler" hat das Magazin "Titanic" nochmal nachgelegt - und zeigt eine Bildmontage mit dem Unfallwagen des verstorbenen FPÖ-Chefs Jörg Haider.

Sebastian Kurz will bis Weihnachten eine Koalition mit den Freiheitlichen schmieden. Doch diese stehen auf der Bremse – aus guten Gründen.

ÖVP und FPÖ wollen demnächst mit Koalitionsverhandlungen beginnen. Die beiden Parteien haben ähnliche Programme, doch mit einer raschen Einigung ist nicht zu rechnen. Der Teufel liegt im Detail.

Heinz-Christian Strache ist am Dienstag vor die Presse getreten. Der FPÖ-Chef betonte, man nehme die Einladung zu Koalitionsgesprächen an - werde es der ÖVP aber nicht leicht machen.

Wahlsieger Sebastian Kurz will mit der FPÖ verhandeln: Der ÖVP-Chef lädt Heinz-Christian Strache zu Gesprächen ein. Bei der SPÖ habe er "relativ wenig Interesse an einer türkis-roten Zusammenarbeit" geortet.

Nach Abschluss der Sondierungsrunde sind doch noch letzte Fragen offen: Österreichs Wahlsieger Sebastian Kurz will sich auf der Suche nach einem Koalitionspartner aber bald öffentlich festlegen.

Noch nie hatte Österreichs Bevölkerung weniger Vertrauen in die heimische Politik und deren Vertreter. Grund dafür ist unter anderem die Silberstein-Affäre. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer.

Kanzler Kern ist für Gespräche aber offen Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) schließt die Möglichkeit einer rot-blauen Koalition de facto aus.

Die Wahlkarten sind fertig ausgezählt: Das Innenministerium hat das Endergebnis der Nationalratswahl bekannt gegeben.

Was lief schief bei den Grünen? Für Johannes Voggenhuber ist die Führung der Öko-Partei für den Absturz verantwortlich. Die Partei sei abgestürzt "wie ein Kartenhaus, weil Ihr es vorher zu einem Kartenhaus gemacht habt". schreibt Voggenhuber in einem Rundumschlag auf Facebook.

Bei der Nationalratswahl setzte ein Prozent der Wähler - rund 40.000 Menschen - das Kreuz bei GILT, dem Demokratieprojekt von Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer. Den Einzug ins Parlament hat er damit nicht geschafft – in seinem neuen Kabarettprogramm "Der Kanzler“ bleibt Düringer trotzdem der Politik treu.

Ob die FPÖ tatsächlich in der Koalition sitzen wird, steht noch in den Sternen. Sollte es eintreffen, wird sich HC Strache bald zu möglichen Ministern Gedanken machen müssen. Über diese Kandidaten wird bereits spekuliert.

Michael Niavarani machte nie ein Geheimnis aus seiner politischen Einstellung. Nun fand der Entertainer deutliche und kritische Worte zum Ausgang der Nationalratswahl - und erklärte, warum er keine Angst vor einer schwarz-blauen Regierung hat.

In Österreich könnte die FPÖ demnächst mitregieren. Warum waren die Rechtspopulisten so erfolgreich? Besuch in Fischamend, einem Ort bei Wien, in dem jeder Dritte die Partei wählte.

Die Grünen werden im kommenden Nationalrat nicht mehr vertreten sein. Was wird nun aus deren Themen? Sowohl der Abtrünnige Peter Pilz als auch Vertreter von SPÖ und NEOS wollen mit Fokussierung auf grüne Themen die Lücke künftig schließen.

Die Wahl von Werner Kogler zum neuen Bundesparteichef leitet eine Zeitenwende bei den Grünen ein: Mit dem steirischen Vollblutpolitiker will die Partei volksnäher werden.

Ulrike Lunacek und Ingrid Felipe ziehen Konsequenzen aus dem Grünen Wahldebakel bei der Nationalratswahl: Sowohl die Spitzenkandidatin als auch die Bundesgeschäftsführerin legen ihre Ämter nieder.

Zwar glaubt Michael Häupl nicht an Rot-Blau, dennoch warnt er eine Partei davor, in diese Richtung zu denken. Der Wiener SPÖ-Chef befürchtet, dass es zu einer Spaltung kommen könnte.

Mit der gewonnen Wahl geht die Arbeit für Sebastian Kurz erst richtig los. Neben Koalitionsverhandlungen steht die Zusammenstellung des Kabinetts ganz oben auf seiner Agenda. Doch wer kommt als Minister überhaupt infrage? Wir wagen den Blick in die Glaskugel.

Die Wiener Vizebürgermeisterin Vassilakou hat in einem Interview über die Wahlniederlage der Grünen gesprochen und erklärt, warum sie gegen Köpferollen in der Partei ist.

Sebastian Kurz (ÖVP) erscheint spätestens seit dem Wahltag in Österreich auf diversen Titelblättern der Welt  -  und lässt selbst Emmanuel Macron ziemlich alt aussehen. Bei ihm geschah alles ungewöhnlich früh: der Eintritt in die Regierung und privat die Begegnung mit seiner großen Liebe. (c) Puls 4

Jetzt ist es fix: Die Grünen haben den Einzug in den Nationalrat verpasst. Wie konnte eine Partei, die den Bundespräsidenten entsandte und in zahlreichen Ländern mitregiert, derart abstürzen? Chefin Ulrike Lunacek ist jedenfalls nicht die Hauptschuldige. 

Für die Grünen ist es vorbei: Auch nach Auszählung des Großteils der Wahlkarten liegen sie deutlich unter der Vier-Prozent-Hürde. Der SPÖ bleibt dank der Briefwahl-Stimmen eine Negativpremiere erspart.

Österreich ist weiter nach rechts gerückt am Sonntag. Strahlender Sieger ist der der 31-jährige Sebastian Kurz mit einem Meisterstück in politischer Kommunikation. In Deutschland fragt man sich bereits, ob er für Merkel zum "Problem-Ösi" wird - doch nicht zu Recht.

Österreich hat am Sonntag einen neuen Nationalrat gewählt. Sebastian Kurz hat mit der ÖVP klar den ersten Platz erreicht. Hochrechnungen zeigen die SPÖ auf Platz drei, dahinter folgt die FPÖ - es kann noch zu Abweichungen kommen. Aktuelle Entwicklungen zur Wahl finden Sie in unserem Live-Blog.

Nach dem Sieg des Mitte-Rechts-Lagers in Österreich mehren sich in der Union die Flirtversuche mit Sebastian Kurz. Ein riskantes Manöver - nicht nur für die Jamaika-Verhandlungen.

Der Sieg von Sebastian Kurz ist unter Dach und Fach - eine Regierung noch lange nicht. Die Rechtspopulisten sind äußerst selbstbewusst. Die kämpferischen Sozialdemokraten halten sich Optionen offen.

Nach dem Triumph von Sebastian Kurz (ÖVP) bei der Nationalratswahl sorgt ein Tweet aus Deutschland für Wirbel und ist in Österreich bereits Gegenstand von Ermittlungen. Das Satiremagazin "Titanic" nennt Kurz auf einem Foto "Baby-Hitler" - und geht sogar noch weiter.

Die Konservativen haben die Wahl in Österreich gewonnen, die rechte FPÖ legt deutlich zu. Für Europa könnte das neue Probleme schaffen.

Die Wahltagsbefragung macht deutlich, welche Bevölkerungsgruppen welche Partei favorisiert haben. Wer brachte Sebastian Kurz den Sieg?

Die Nationalratswahl in Österreich hat die ÖVP und die FPÖ spürbar gestärkt - zusammengerechnet haben sie mehr als die Hälfte der Stimmen. Noch ist offen, in welcher Konstellation das Land in Zukunft regiert wird. So kommentiert die Presse das Wahlergebnis.

Also doch: Kanzler Christian Kern will Koalitionsgespräche mit der ÖVP und FPÖ führen. Die Mehrheit der SPÖ sprach sich am Montag dafür aus. Ein prominenter Kopf bleibt aber hartnäckig dagegen: Wiens SPÖ-Chef Michael Häupl.

Die Wahllokale sind längst geschlossenen, die Urnenwahl ist ausgezählt, das endgültige Ergebnis in Österreich steht aber noch Tage aus. 

Eine erste Wählerstromanalyse nach der Nationalratswahl zeigt, dass die ÖVP viele Nichtwähler mobilisieren konnte - und die Grünen viele Stimmen an die SPÖ und in viele andere Richtungen verloren haben.

So haben sich die Wahlströme im Vergleich zu 2013 verändert.