Nationalratswahl 2017 - Ergebnis und Regierungsbildung

Österreich hat gewählt! Der ÖVP unter Sebastian Kurz ist ein historischer Sieg gelungen. Das ist das Endergebnis mit Wahlkarten des Innenministeriums: Zumindest zwischenzeitlich lag Heinz-Christian Straches FPÖ auf Platz zwei. Die SPÖ hat die Blauen, die bei Briefwahlstimmen traditionell schlechter abschneiden als etwa SPÖ und Grüne, schon nach der Auszählung des Großteils der Wahlkarten überholt. Für die Grünen ist es hingegen vorbei: Sie scheitern an der 4-Prozent-Hürde. Für die Nationalratswahl 2017 hatte es einen neuen Rekord an Wahlkarten gegeben: 889.193 Wahlkarten wurden beantragt. Das Endergebnis der Wahl stand diesmal erst am Donnerstag fest: Dann waren auch alle Briefwahlstimmen ausgezählt. In unserer Rubrik zur Nationalratswahl finden Sie News, Bilder, Videos und Hintergründe zur Wahl.

Das Thema innere Sicherheit haben ÖVP und FPÖ weitgehend ausverhandelt. Demnach dürfte es deutliche Verschärfungen im Asylrecht geben. Die wichtigsten Punkte gaben Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache auf einer Pressekonferenz bekannt.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache malt seiner Partei zusätzlich zum Innenministerium auch Chancen auf Außen- und Finanzministerium aus. Es sei schließlich Usus, dass eine Partei den Kanzler stelle und die andere den Finanzminister.

Alexander Van der Bellen hat klare Vorstellungen, was FPÖ-Minister angeht. Johann Gudenus und Harald Vilimsky würde das Staatsoberhaupt nicht angeloben.

Wiens Vizebürgermeister Johann Gudenus lobt die Qualität der Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP. Es gebe aber noch einige "Brocken" aus dem Weg zu räumen. Unterdessen dementieren die Verhandler Berichte über eine Wiedereinführung einer Ambulanzgebühr.

Die Koalitionsverhandlungen von ÖVP-Chef Sebastian Kurz und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache gehen weiter. Vertreter beider Parteien halten sich bisher bedeckt, was die Ergebnisse angeht.

Der neue Nationalrat tritt am Donnerstag erstmals zusammen. Eine symbolträchtige Veränderung gibt es bei der FPÖ: Die Freiheitlichen verzichten bei der Angelobung diesmal auf die umstrittene Kornblume.

Die ÖVP und die FPÖ haben sich auf erste gemeinsame Leitlinien geeinigt. Die künftigen Regierungspartner haben "Spielregeln" festgelegt und wollen beispielsweise die Steuer- und Abgabenquote auf rund 40 Prozent senken. Für Zuwanderer soll es eine Wartefrist geben, bis sie die volle Mindestsicherung erhalten.

Türkis-Blau rückt näher: Sebastian Kurz (ÖVP) und HC Strache werden am Freitag vor die Presse treten, um erste Ergebnisse ihrer Koalitionsverhandlungen zu präsentieren.

Ein paar Augenbrauen werden sich bestimmt heben, wenn Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache das internationale Parkett betreten. Aber die Zeiten der 2000er-Sanktionen sind vorbei. Viel mehr kommt es auf die EU-Linie der neuen Regierung an, meint ein Salzburger Politologe.

Nach dem Eklat um die Darstellung von Kurz als "Baby-Hitler" hat das Magazin "Titanic" nochmal nachgelegt - und zeigt eine Bildmontage mit dem Unfallwagen des verstorbenen FPÖ-Chefs Jörg Haider.

Zunächst geht es um eine Bestandsaufnahme: ÖVP und FPÖ treffen sich zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen im Palais Niederösterreich. Termin und Thema für das nächste Treffen stehen schon fest.

Sebastian Kurz will bis Weihnachten eine Koalition mit den Freiheitlichen schmieden. Doch diese stehen auf der Bremse – aus guten Gründen.

ÖVP und FPÖ wollen demnächst mit Koalitionsverhandlungen beginnen. Die beiden Parteien haben ähnliche Programme, doch mit einer raschen Einigung ist nicht zu rechnen. Der Teufel liegt im Detail.

ÖVP und FPÖ werden Koalitionsgespräche starten. Fix sind bereits die Hauptverhandlungsteams. Noch dieses Jahr will Sebastian Kurz mit der neuen Regierung die Arbeit aufnehmen.

Heinz-Christian Strache ist am Dienstag vor die Presse getreten. Der FPÖ-Chef betonte, man nehme die Einladung zu Koalitionsgesprächen an - werde es der ÖVP aber nicht leicht machen.

Wahlsieger Sebastian Kurz will mit der FPÖ verhandeln: Der ÖVP-Chef lädt Heinz-Christian Strache zu Gesprächen ein. Bei der SPÖ habe er "relativ wenig Interesse an einer türkis-roten Zusammenarbeit" geortet.

SPÖ-Chef Christian Kern geht zwar fix davon aus, dass "Türkis-Schwarz-Blau" kommt - aber er könnte sich vorstellen, dass die SPÖ allenfalls eine ÖVP-Minderheitsregierung unterstützt, sagte er Montag im "ZiB2"-Interview. 

Nach Abschluss der Sondierungsrunde sind doch noch letzte Fragen offen: Österreichs Wahlsieger Sebastian Kurz will sich auf der Suche nach einem Koalitionspartner aber bald öffentlich festlegen.

Jetzt ist es fix: Die SPÖ geht in die Opposition. Obmann Christian Kern will die Partei dafür neu aufstellen. Bundesgeschäftsführer Matznetter und einige prominente Gewerkschafter gehen bei der Mandatsvergabe leer aus.

Noch nie hatte Österreichs Bevölkerung weniger Vertrauen in die heimische Politik und deren Vertreter. Grund dafür ist unter anderem die Silberstein-Affäre. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer.

Christian Kern bleibt vorerst in der Politik: Die SPÖ will mit ihrem Parteichef in Opposition gehen. Fast alle Spitzen der Partei stellen sich hinter den Noch-Kanzler.

Die ersten Sondierungsgespräche sind beendet, FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache "guter Hoffnung". Und ÖVP-Chef Sebastian Kurz wird noch heute den Bundespräsidenten über die nächsten Schritte informieren.

Der dritte Nationalratspräsident und FPÖ-Vizeparteichef Norbert Hofer sieht derzeit nur eine Koalition mit der ÖVP als realistische Möglichkeit für die Freiheitlichen.

Die Zeichen stehen auf Schwarz-Blau - zumindest zeigten sich ÖVP-Chef Sebastian Kurz und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nach einem ersten formalen Annäherungstreffen durchaus angetan voneinander. 

ÖVP-Chef Sebastian Kurz hat Samstagvormittag seine Sondierungsgespräche mit den anderen Parteichefs fortgesetzt.

Jetzt kommen die nächsten Schritte: Bundespräsident Alexander Van der Bellen erteilt am Freitag Sebastian Kurz (ÖVP) nach dessen Sieg bei der Nationalratswahl den Regierungsauftrag. Bereits heute empfing er NEOS-Chef Matthias Strolz.

Alexaner Van der Bellen hat am Freitag Sebastian Kurz den Auftrag zur Regierungsbildung erteilt. Der Außenminister nahm umgehend erste Parteiengespräche auf.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen erteilt am Freitag Sebastian Kurz (ÖVP) nach dessen Sieg bei der Nationalratswahl den Regierungsauftrag. 

Kanzler Kern ist für Gespräche aber offen Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) schließt die Möglichkeit einer rot-blauen Koalition de facto aus.

Die Wahlkarten sind fertig ausgezählt: Das Innenministerium hat das Endergebnis der Nationalratswahl bekannt gegeben.

ÖVP-Chef und Außenminister Sebastian Kurz hat nach eigenen Angaben mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und mit EU-Ratspräsident Donald Tusk am Donnerstag "sehr gute" Gespräche in Brüssel geführt.

Was lief schief bei den Grünen? Für Johannes Voggenhuber ist die Führung der Öko-Partei für den Absturz verantwortlich. Die Partei sei abgestürzt "wie ein Kartenhaus, weil Ihr es vorher zu einem Kartenhaus gemacht habt". schreibt Voggenhuber in einem Rundumschlag auf Facebook.

Bei der Nationalratswahl setzte ein Prozent der Wähler - rund 40.000 Menschen - das Kreuz bei GILT, dem Demokratieprojekt von Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer. Den Einzug ins Parlament hat er damit nicht geschafft – in seinem neuen Kabarettprogramm "Der Kanzler“ bleibt Düringer trotzdem der Politik treu.

Nach der gewonnenen Nationalratswahl ist ÖVP-Chef Sebastian Kurz zum ersten Mal als möglicher Bundeskanzler in spe in Brüssel.

Ob die FPÖ tatsächlich in der Koalition sitzen wird, steht noch in den Sternen. Sollte es eintreffen, wird sich HC Strache bald zu möglichen Ministern Gedanken machen müssen. Über diese Kandidaten wird bereits spekuliert.

Die FPÖ hat in ihren Gremiensitzungen Dienstagabend die Weichen auf Schwarz-Blau gestellt. Als Koalitionsbedingung pocht Strache auf "freiheitliche Inhalte" und stellt Ansprüche auf das Innenministerium. 

Michael Niavarani machte nie ein Geheimnis aus seiner politischen Einstellung. Nun fand der Entertainer deutliche und kritische Worte zum Ausgang der Nationalratswahl - und erklärte, warum er keine Angst vor einer schwarz-blauen Regierung hat.

Die langjährige Freundin von Sebastian Kurz gilt als öffentlichkeitsscheu und trat erst in den Monaten vor der Nationalratswahl in Erscheinung. Was über die stille Frau hinter dem "Polit-Wunderkind" Sebastian Kurz bekannt ist.

In Österreich könnte die FPÖ demnächst mitregieren. Warum waren die Rechtspopulisten so erfolgreich? Besuch in Fischamend, einem Ort bei Wien, in dem jeder Dritte die Partei wählte.

Hans Niessl sieht deutlich größere Chancen für Schwarz-Blau, will eine SPÖ-FPÖ-Koalition - wie er selbst sie anführt - aber nicht ausschließen. Seiner Ansicht nach soll die SPÖ aber "nicht um jeden Preis" weiterregieren.

Die Grünen werden im kommenden Nationalrat nicht mehr vertreten sein. Was wird nun aus deren Themen? Sowohl der Abtrünnige Peter Pilz als auch Vertreter von SPÖ und NEOS wollen mit Fokussierung auf grüne Themen die Lücke künftig schließen.

Die Wahl von Werner Kogler zum neuen Bundesparteichef leitet eine Zeitenwende bei den Grünen ein: Mit dem steirischen Vollblutpolitiker will die Partei volksnäher werden.

Ulrike Lunacek und Ingrid Felipe ziehen Konsequenzen aus dem Grünen Wahldebakel bei der Nationalratswahl: Sowohl die Spitzenkandidatin als auch die Bundesgeschäftsführerin legen ihre Ämter nieder.

Zwar glaubt Michael Häupl nicht an Rot-Blau, dennoch warnt er eine Partei davor, in diese Richtung zu denken. Der Wiener SPÖ-Chef befürchtet, dass es zu einer Spaltung kommen könnte.

Mit der gewonnen Wahl geht die Arbeit für Sebastian Kurz erst richtig los. Neben Koalitionsverhandlungen steht die Zusammenstellung des Kabinetts ganz oben auf seiner Agenda. Doch wer kommt als Minister überhaupt infrage? Wir wagen den Blick in die Glaskugel.

Alexander Van der Bellen bat das Kabinett Kern die Geschäfte vorerst weiter zu führen. Der Präsident kündigte zudem an, Vorschläge bezüglich der zukünftigen Regierung "genau zu prüfen".

Mitarbeiter der Grünen wurden darüber informiert, dass ihnen mit Ende der Gesetzgebungsperiode am 8. November die Kündigung droht. Insgesamt sind rund 110 Personen betroffen.

Die Wiener Vizebürgermeisterin Vassilakou hat in einem Interview über die Wahlniederlage der Grünen gesprochen und erklärt, warum sie gegen Köpferollen in der Partei ist.

Sebastian Kurz (ÖVP) erscheint spätestens seit dem Wahltag in Österreich auf diversen Titelblättern der Welt  -  und lässt selbst Emmanuel Macron ziemlich alt aussehen. Bei ihm geschah alles ungewöhnlich früh: der Eintritt in die Regierung und privat die Begegnung mit seiner großen Liebe. (c) Puls 4

Jetzt ist es fix: Die Grünen haben den Einzug in den Nationalrat verpasst. Wie konnte eine Partei, die den Bundespräsidenten entsandte und in zahlreichen Ländern mitregiert, derart abstürzen? Chefin Ulrike Lunacek ist jedenfalls nicht die Hauptschuldige.