Er gilt als Vater der Evolutionstheorie: Charles Darwin hat mit seinen Beiträgen zur Evolution die Naturwissenschaft nachhaltig geprägt. Heute wäre er 210 Jahre alt geworden und wir stellen zu seinen Ehren eine Auswahl der Preisträger des "Darwin Award" vor.

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Der 1809 geborene Charles Darwin hat mit seiner Evolutionstheorie bis heute die Naturwissenschaften rund um Entstehung und Weiterentwicklung unseres Lebens geprägt. Allerdings nicht nur zum Positiven, wie die Preisträger des "Darwin Award" immer wieder eindrucksvoll beweisen.

Der Preis wird seit 1993 unregelmäßig an diejenigen vergeben, "die den menschlichen Genpool verbessern, indem sie sich in spektakulärer Manier versehentlich selbst daraus entfernen". Zu Darwins 210. Geburtstag stellen wir eine Auswahl der kuriosesten Preisträger vor.

1993: Der Tod des Grafen Dracula

Einer der ersten Preisträger des "Darwin Award" war ein Student, der sich zu Halloween 1988 als Dracula verkleidete.

Tiere stammen aus dem All: Forscher provozieren mit kühner These.

Um seinem Kostüm den letzten Schliff zu verleihen, brachte er vorne an seiner Verkleidung eine Holzdiele an, in der er möglichst realistisch ein Messer versenken wollte.

Da er sich über die Stärke der Holzdiele nicht im Klaren war, versuchte er, das Messer mit einem Hammer ein Stück im Holz zu versenken. Leider schlug er dabei etwas zu fest zu: Die Diele zersplitterte und er stach sich mit der Klinge selbst ins Herz.

1999: Tödlicher Ritt auf dem Schwertwal

Im Wasserpark "Sea World" in Orlando, Florida wurde ein nackter Mann tot auf dem Rücken eines Schwertwals entdeckt. Bei den Ermittlungen stellten Polizeibeamte fest, dass der Mann zu einer Glaubensgemeinschaft von sechs Personen in Miami gehört hatte.

Die Untersuchungen ergaben weiter, dass er jedoch Probleme mit den Verhaltensweisen der Gemeinschaft hatte: Alkoholabstinenz, kein Sex und jeden Morgen um vier Uhr aufstehen.

Nachdem er die Gemeinschaft verlassen hatte, bestand sein Lebensinhalt darin, Marihuana zu rauchen, Tagebuch zu schreiben und Vögel zu füttern sowie immer wieder kleinere Delikte in mehreren US-Staaten zu begehen.

Was ein Rückgang natürlicher Geburten für die Zukunft der Menschen bedeutet.

Eines davon war der Einbruch in den Wasserpark. Die Beamten vermuteten, er habe mit dem dort lebenden Schwertwal "Tillikum" kommunizieren wollen. Dieser fand es jedoch passender, den menschlichen Besuch durchs Becken zu schleifen und seine Kleidung zu entfernen.

Bereits zwei Jahre zuvor hatte der Mann bei einem Sprung ins Seekuhbecken Probleme mit den Parkbetreibern bekommen. Auch damals wollte er mit den Tieren kommunizieren.

2001: In Kirchen einbrechen lohnt sich nicht

Kleine Sünden straft der liebe Gott sofort. Ein 16-Jähriger musste dies am eigenen Leib spüren, als er mit einem Freund in eine Kirche einbrach um einen Generator zu stehlen.

Der Jugendliche stand auf dem Dach und wollte den noch an den Strom angeschlossenen und laufenden Generator an seinem Stromkabel abseilen, als sich seine Jacke im Kabel verhedderte, er die Balance verlor und dann am Kabel hängend in der Luft baumelte.

Unerklärlicherweise versuchte er nicht, sich mit dem Messer in seiner Tasche loszuschneiden oder sich aus seiner Jacke zu winden. Sein Freund verließ den Tatort 15 Minuten später, während der 16-Jährige noch hilflos in der Luft hing. Unglücklicherweise regnete es zu dem Zeitpunkt stark - und der Generator explodierte.

2002: Tod durch eigene Hinterlist

Ein 79 Jahre alter pensionierter Ingenieur aus Belgien wollte seine entfremdete Familie auf kreative Weise umbringen. Der Mann wurde mit einer Schusswunde im Nacken entdeckt, die Polizei ging zunächst von Selbstmord aus.

Bis einer der Beamten beim Öffnen einer Holztruhe um wenige Zentimeter von einer Kugel verfehlt wurde, die mit einem automatischen Auslöser einer Sprengfalle dort platziert worden war.

Hinzugerufene Militärexperten fanden eine Reihe von Hinweisen und entdeckten schließlich 19 Todesfallen, die der 79-Jährige zuvor in Wand, Decke und in Haushaltsgegenständen platziert hatte. Darunter waren auch versteckte Schrotflinten oder eine explodierende Bierkiste.

2004: Mit Vollgas über den Fluss

Die Mehrheit der Preisträger des "Darwin Award" ist männlich, jedoch schaffen es auch immer wieder Frauen auf die Liste. So eine 26 Jahre alte Frau aus Wisconsin, die ihr Boot mit Vollgas über den Wisconsin River steuerte, weil sie den kürzest möglichen Weg einschlagen wollte.

In New York könnte sich eine neue Art entwickeln: die Pizza-Maus.

Mehrere Hinweisschilder, die auf einen nahe gelegenen Damm aufmerksam machten, und die panischen Rufe ihrer Beifahrerin hielten sie jedoch nicht davon ab, Vollgas zu geben.

Ihre Beifahrerin sprang in letzter Minute ab, bevor die 26-Jährige über den Damm katapultiert wurde.

2005: Das menschliche Katzenspielzeug

Zwei Taschendiebe in Südafrika hatten ein Handy und eine Handtasche erbeutet und waren auf der Flucht. Leider war einer von ihnen körperlich nicht gerade in Hochform und verspürte wohl Seitenstechen.

Als er einen hohen Zaun entdeckte, sah er seine Chance gekommen, dahinter eine kurze Pause einzulegen.

Dummerweise hatte der Raubzug im Zoo von Bloemfontein stattgefunden - und der Zaun war die Absperrung zum Raubtiergehege.

So folgte auf den Sprung über den Zaun zunächst ein zehn Meter tiefer Sturz. Der Mann fiel Tigern vor die Füße, die den Eindringling als willkommenes Spielzeug sahen und ihn letztlich zerfleischten.

2007: Schädlingsbekämpfung mit Strom

Auf eher ungewöhnliche Weise wollte ein 63 Jahre alter Mann aus Mecklenburg-Vorpommern die Maulwürfe beseitigen, die es sich in seinem Garten gemütlich gemacht hatten.

Er steckte über seinen Garten verteilt Metallstäbe in die Erde, die er an ein 380-Volt-Kabel anschloss. Allerdings verließ er den Garten nicht, bevor er den Starkstrom durch die Erde fließen lies - und sich selbst einer tödlichen elektrischen Ladung aussetzte.

2009: Misslungene Tarnung mit Todesfolge

Um bei einem Überfall unerkannt zu bleiben, kam ein Räuber in den USA auf die Idee, sein Gesicht mit Goldfarbe zu bedecken.

Dummerweise handelte es sich dabei um giftige Sprühfarbe, auf der klar beschrieben war, dass man sie tunlichst von Gesicht und Schleimhäuten fernhalten und keinesfalls die Dämpfe einatmen sollte.

Der 23-Jährige konnte zwar seinen Überfall noch beenden, starb jedoch kurz darauf an den Folgen seiner Tarnaktion.

2010: Wütend in den Aufzugschacht

Ein Rollstuhlfahrer in Südkorea wollte sich nicht damit abfinden, dass sich bei dem Fahrstuhl, den er benutzten wollte, kurz bevor er ihn erreichte, die Türen schlossen.

Vor lauter Wut rammte er seinen Elektrorollstuhl mehrmals gegen die Tür des Aufzugs, bis diese schließlich nachgab.

Der Mann bemerkte dies zu spät - und fiel in den offenen Fahrstuhlschacht.

2014: Ein tödliches Einkaufswagenspiel

Ein Partyspiel mit Einkaufswagen wurde einem 18-Jährigen am Allatoona-See im US-Bundesstaat Georgia zum Verhängnis.

Dabei wurde ein Einkaufswagen an einen Baum oder Bootsanleger gebunden, jemand setzte sich in den Wagen und dieser wurde dann so lange angeschoben, bis derjenige im Wagen in hohem Bogen in den See flog.

Aus nicht geklärten Gründen hielt es der 18-Jährige für eine gute Idee, das Seil des Wagens an seinem Gürtel zu befestigen. Er wurde ins Wasser gezogen und ertrank.

2016: Pornokonsum am Steuer endet tödlich

Dass Handys am Steuer ablenken, ist hinreichend bekannt. Einen 58 Jahre alten Mann aus dem US-Bundesstaat Michigan interessierte das allerdings wenig, als er ohne Hose und ohne angelegten Sicherheitsgurt einen Pornofilm auf seinem Mobiltelefon während der Fahrt abspielte.

Da er anderweitig beschäftigt war, nahm er die Hände vom Lenkrad, sein Wagen geriet außer Kontrolle und der Mann wurde bei einem Überschlag aus dem offenen Schiebedach seines Autos geschleudert.

2018: Auto überfährt seine Besitzerin

Eine 58 Jahre alte Frau wurde von ihrem eigenen Wagen überfahren, als sie an einer Steigung anhielt um zu kontrollieren, ob sie ihre Einkaufstaschen in den Kofferraum gelegt hatte. Leider vergas sie dabei, die Handbremse anzuziehen. (arg)

Verwendete Quelle:

  • The Official Darwin Awards

Der Bombardierkäfer hat sich eine besondere Überlebensstrategie einfallen lassen: Er übersteht sogar knapp zwei Stunden im Bauch einer Kröte - unbeschadet. 

Teaserbild: © Getty Images/iStockphoto