• Die Paprika wurde bereits früh in weiten Teilen der Welt vertrieben.
  • Sie ist eines der ersten Beispiele für globalisierten Handel.
  • Nun haben Forscherinnen und Forscher die Geschichte des Gemüses und Gewürzes näher untersucht.

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Ob in der Haute Cuisine, bei Grillpartys oder als Scharfmacher - Paprika gehört weltweit als Gemüse oder Gewürz zum Essen dazu. Er ist leicht zu produzieren, zu konservieren und einfach in getrockneter Form zu transportieren.

Dank dieser Eigenschaften wurde die Gattung Paprika (Capsicum), zu der auch Chilis und Peperoni zählen, schon früh von Händlern in weiten Teilen der Welt vertrieben und zu einem der ersten Beispiele für globalisierten Handel. Das berichtet ein internationales Forschungsteam mit deutscher Beteiligung in den "Proceedings" der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften ("PNAS").

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"Wir haben einen riesigen genomischen Fingerabdruck von mehr als zehntausend Paprika-Proben aus Genbanken aus der gesamten Welt erstellt und diese Daten genutzt, um die Geschichte dieses Gemüses und Gewürzes zu untersuchen", sagte Pasquale Tripodi vom italienischen Forschungsinstitut CREA, einer der beiden Erstautoren der Studie.

Zentraler Faktor war Gewürzschärfe der Paprika

Koordinator der Studie war Nils Stein, Leiter der Forschungsgruppe Genomik Genetischer Ressourcen am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben in Sachsen-Anhalt und Inhaber einer Brückenprofessur an der Universität Göttingen.

Ziel der Untersuchung war es, genauere Informationen über die Ausbreitung der wirtschaftlich wohl bedeutendsten Paprikaart Capsicum annuum zu erhalten. Diese habe die kulinarische Tradition in vielen Teilen der Welt maßgeblich verändert.

Die untersuchten Paprika stammen aus 130 Ländern von fünf Kontinenten. "Die Ergebnisse zeichnen ein Bild von Paprika als einem sehr begehrten Kulturgut, das sich schon früh entlang der großen Handelsrouten zu Land und zu Wasser über den gesamten Globus verbreitete", sagte der andere Erstautor, Mark Timothy Rabanus-Wallace vom Leibniz-Institut.

Ein zentraler Faktor für die Bedeutung von Paprika sei sicher die Gewürzschärfe. "Das gilt vor allem für Europa, wo scharfe Gewürze früher selten und importierter schwarzer Pfeffer sehr teuer war." (ff/dpa)

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