• 20:28 Uhr: ➤ Polizei setzt Tränengas bei Corona-Demo in Schweinfurt ein
  • 18:30 Uhr: China verzeichnet höchsten Wert an Corona-Neuansteckungen seit März 2020
  • 15:37 Uhr: 30 Millionen Impfungen erreicht - Lauterbach verkündet schon das nächste Ziel
  • 10:47 Uhr: Omikron-Studie aus Großbritannien: Infizierte berichten von neuem Symptom
  • 10:20 Uhr: Mehr als 30.000 Impfungen am 1. Weihnachtstag
  • 08:18 Uhr: RKI meldet 10.100 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz sinkt
  • 06:45 Uhr: Weißer Ring sieht deutliche Zunahme häuslicher Gewalt in der Pandemie
  • 00:03 Uhr: Bundesregierung verschiebt ihr Impfziel

➤ Polizei setzt Tränengas bei Corona-Demo in Schweinfurt ein

Mehrere hundert Menschen haben am Sonntagabend laut Polizei in Schweinfurt gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert - teils gewaltvoll. "Unsere Einsatzkräfte waren bereits gezwungen, gegen aggressive Versammlungsteilnehmer Schlagstock und Pfefferspray einzusetzen. Wir fordern alle Teilnehmer auf, friedlich von ihrem Grundrecht Gebrauch zu machen und die Regeln einzuhalten", twitterte die Polizei Unterfranken. Drei Personen, die gewaltsam versucht hätten, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen, seien festgenommen worden.

Als eine Mutter versucht habe, eine Absperrung zu durchbrechen, sei ihr mitgeführtes Kind mit Pfefferspray in Berührung gekommen, berichtete ein Polizeioberkommissar am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Es sei sofort vom Rettungsdienst versorgt worden. "Dem Kind geht es jetzt wieder gut."

"Wir fordern alle Teilnehmer auf, die Beschränkungen einzuhalten und sich deutlich von Krawallmachern und Straftätern abzugrenzen!", hieß es weiter. Die Versammlung sei nicht angemeldet worden, die Polizeiinspektion Schweinfurt sei mit zahlreichen Unterstützungskräften im Einsatz.

Am vergangenen Sonntag hatten im unterfränkischen Schweinfurt bei einer nicht angemeldeten Veranstaltung bis zu 3.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Zeitweise seien Sicherheitsabstände nicht eingehalten worden, hatte die Polizei mitgeteilt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten immer wieder versucht, sich in Kleingruppen abzusondern. Einen "unkoordinierten Versammlungsverlauf" verhinderte die Polizei jedoch nach eigenen Angaben.

Neues Corona-Symptom: Omikron-Patienten klagen über Appetitlosigkeit

Halsschmerzen, Fieber, Husten und fehlender Geruchs- und Geschmackssinn gelten als klassische Corona-Symptome. Laut einer Studie aus England kommt bei Omikron-Infizierten ein neues Symptom hinzu.

Die weiteren Corona-News vom 26. Dezember:

China verzeichnet höchsten Wert an Corona-Neuansteckungen seit März 2020

18:30 Uhr: In China steigt die Zahl der Corona-Infektionen weiter an. Landesweit verzeichneten die Behörden am Sonntag 206 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus - so viele wie seit März 2020 nicht mehr. Hotspot ist die Millionenstadt Xi'an, wo für die 13 Millionen Einwohner seit Donnerstag ein strikter Lockdown gilt.

155 der neuen Infektionen wurden in Xi'an gemeldet. Es sei damit zu rechnen, dass die Zahl der nachgewiesenen Fälle in den kommenden Tagen weiter ansteige, sagte der örtliche Behördenvertreter He Wenquan. Die Bevölkerung in der Metropole rief er zugleich auf, angesichts der Entwicklung nicht in Panik zu verfallen.

Nach Behördenangaben wurden die Einwohner von Xi'an bereits in mehreren Massentestungen auf das Coronavirus getestet. Eine "komplette" Desinfektion der Stadt sollte demnach am Sonntagabend beginnen.

Obwohl die Zahl der Infektionsfälle in China im Vergleich zu anderen Ländern immer noch verschwindend gering ist, gehen die Behörden rigoros gegen neue Ausbrüche vor. Üblich sind regionale Lockdowns, Massentests und Reisebeschränkungen. Die Behörden wollen das Virus unbedingt eindämmen, bevor im Februar die Olympischen Winterspiele in Peking beginnen.

In Xi'an verschärften die Behörden die Kontaktbeschränkungen am Sonntag zusätzlich. Pro Haushalt darf jetzt nur noch ein Mitglied alle drei Tage das Haus verlassen, um dringend nötige Erledigungen zu machen.

30 Millionen Impfungen erreicht - Lauterbach verkündet schon das nächste Ziel

15:37 Uhr: Die Bundesregierung hat ihr Mitte November gesetztes Ziel von 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende erreicht. Die Marke wurde am Sonntag überschritten, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Die Booster-Kampagne in Deutschland läuft auf Hochtouren. Wir haben jetzt ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Darauf können wir alle stolz sein." Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, dass das Ziel erreicht worden sei.

Der SPD-Politiker dankte allen, die dazu beigetragen haben - insbesondere den Ärztinnen und Ärzten, aber auch denjenigen, die sich haben impfen lassen. "Sie haben damit sich selbst und der Gesellschaft einen großen Dienst erwiesen."

Er appelliere jetzt an alle, mit hohem Tempo weiterzumachen, sagte Lauterbach. "Wir gehen in die zweite Runde. Es ist unser Ziel, die Booster-Kampagne über die nächsten Wochen mit so hoher Geschwindigkeit fortzusetzen, dass wir damit die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen der Omikron-Variante deutlich reduzieren können." Die in Deutschland laufende Booster-Kampagne sei wahrscheinlich die offensivste in ganz Europa. "Wir werden sie fortsetzen mit allen Mitteln."

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte das 30-Millionen-Ziel erstmals am 18. November nach einer Konferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder formuliert, es damals aber noch ausschließlich auf Booster-Impfungen bezogen. Der SPD-Politiker sprach von "fast - nicht ganz - 30 Millionen Auffrischungsimpfungen" bis zum Jahresende. An diesem Tag begann die Zählung.

In seiner Regierungserklärung am 15. Dezember sagte Scholz dann: "Ich möchte, dass wir alle zusammen in Deutschland 30 Millionen Impfdosen bis Jahresende in die Oberarme kriegen, als erste Impfung, als zweite Impfung und als Boosterimpfung." Am 21. Dezember korrigierte Scholz das Zieldatum dann auf Weihnachten: "Bis zu 30 Millionen Impfungen bis Weihnachten habe ich und haben wir als Ziel ausgegeben. Viel spricht dafür, dass wir dieses Ziel erreichen werden."

Von den nun mehr als 30 Millionen Impfungen seit dem 18. November sind etwas mehr als fünf Millionen Erst- und Zweitimpfungen und knapp 25 Millionen Booster-Impfungen.

Lauterbach forderte angesichts der bevorstehenden Welle der besonders ansteckenden Omikron-Variante vor allem die Ungeimpften auf, sich impfen zu lassen. "Auch die Erstimpfung schwächt bereits den Krankheitsverlauf bei der Delta und bei der Omikron-Variante sehr stark ab. Es ist nie zu spät, mit der Impfung zu beginnen."

Mehrfache Verstöße gegen Corona-Regeln in Club in Saarbrücken

12:00 Uhr: In einem Club in Saarbrücken ist es am Wochenende mehrfach zu Verstößen gegen die geltenden Corona-Regeln gekommen. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, tanzten in der Shisha-Bar in der Innenstadt in der Nacht zum Samstag annähernd 100 Menschen ohne Mund-Nasen-Bedeckung. Mehrere Gäste konnten bei der Kontrolle demnach nicht nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind.

Bei einer weiteren Kontrolle in der Nacht zum Sonntag fanden die Beamten in dem Club laut Mitteilung erneut etwa 100 Feiernde vor, von denen eine Vielzahl keine Maske trug. Verstöße gegen die 2G-plus-Regel konnten demnach nicht festgestellt werden.

Die Feierlichkeiten wurden den Angaben zufolge jeweils beendet. Gegen den Club-Betreiber sowie gegen zahlreiche Gäste werden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Omikron-Studie aus Großbritannien: Infizierte berichten von neuem Symptom

10:47 Uhr: Als klassische Corona-Symptome haben sich in den vergangenen zwei Jahren Halsschmerzen, Fieber, Husten und fehlender Geruchs- und Geschmackssinn durchgesetzt. Eine Studio aus England zeigt nun allerdings ein neues und ganz anderes Symptom, das bei einer Infektion mit der Omikron-Variante des Virus auftreten kann: Appetitlosigkeit.

Wie die britische Zeitung "The Mirror" berichtet, könnte Appetitlosigkeit auf Omikron hindeuten. Forschende fanden das bei der Studie heraus, als sie Symptome positiv Getesteter mit Daten verglichen, die von Anfang Oktober vorliegen. Zu diesem Zeitpunkt war die Delta-Variante die vorherrschende.

Bei den Studienteilnehmenden war die Omikron-Variante entweder bestätigt oder es war sehr wahrscheinlich, dass sie sich damit infiziert hatten. Neben der Appetitlosigkeit nannten die Teilnehmenden außerdem eine Art von Bewusstseinstrübung, die auch als "Hirnnebel" bezeichnet wird.

Die britischen Forscher gehen davon aus, dass das neue Symptom der Appetitlosigkeit dabei helfen kann, eine Infizierung zu erkennen, wenn die Patienten ansonsten keinerlei Symptome aufweisen. Die Studie weist außerdem darauf hin, dass mittlerweile nur noch etwa 50 Prozent der Infizierten die klassischen Symptome aus Fieber, Husten und Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns aufweisen. Die Wahrscheinlichkeit dieser Symptome sei deutlich geringer als im Vergleich zur Frühphase der Pandemie.

Zu weiteren Omikron-Symptomen gehören der Studie zufolge außerdem eine laufende Nase, Kopfschmerzen, Nachtschweiß, Müdigkeit, Niesen und Halsschmerzen. Diese unterscheiden sich kaum von denen der Delta-Variante.

Mehr als 30.000 Impfungen am 1. Weihnachtstag

10:20 Uhr: Auch über Weihnachten haben sich in Deutschland tausende Menschen den schützenden Piks gegen das Coronavirus abgeholt. Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden am Samstag insgesamt 35.000 Impfungen verabreicht, davon waren 30.000 sogenannte Booster-Impfungen zum Auffrischen des Impfschutzes (Stand: Sonntag/08.46 Uhr). Am Freitag waren rund 67.000 Spritzen gesetzt worden, darunter 51.000 Booster. Der bisherige Rekord war am 15. Dezember mit insgesamt 1,6 Millionen Dosen erzielt worden.

Mindestens 58,9 Millionen Menschen sind nach den Angaben vom Sonntag bisher zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Das sind 70,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 29,9 Millionen Menschen haben zusätzlich einen "Booster" erhalten.

Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, "da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann". Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

Corona-Zahlen vom 26. Dezember: Inzidenz sinkt auf 220

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 220,7 an.

Umfrage: Mehrheit trotz Pandemie mit Zuversicht

09:49 Uhr: Trotz der andauernden Corona-Pandemie blicken die Deutschen nach einer neuen Umfrage mehrheitlich mit Optimismus auf das Jahr 2022. In einer repräsentativen Studie des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski sagten 53 Prozent der Befragten, dass sie dem kommenden Jahr mit großer Zuversicht entgegensähen. Vor einem Jahr hatten sich 56 Prozent mit Blick auf 2021 so geäußert.

Unter den Ostdeutschen ist der Optimismus geringer verbreitet, wie aus den Umfrageergebnissen weiter hervorgeht. Nur 50 Prozent erwarten bessere Zeiten, gegen 54 Prozent bei den Westdeutschen. Und nicht alle Ostdeutschen trauen ihrem eigenen Optimismus: Lediglich 43 Prozent von ihnen stimmten der Aussage zu, dass das kommende Jahr besser als das zu Ende gehende werde. Bei den Westdeutschen teilen 57 Prozent diese Ansicht.

Auch hinsichtlich der neuen Bundesregierung sind die Erwartungen der Ostdeutschen deutlich geringer als die der Westdeutschen. "Ich setze große Hoffnungen auf die neue Regierung" - dieser Aussage wollten nur 39 Prozent der Menschen in den östlichen Bundesländern zustimmen. Im Westen Deutschland glauben 55 Prozent, dass die neue Regierung unter Kanzler Olaf Scholz (SPD) Positives bewirken wird. Die Umfrage führte Opaschowski Mitte November in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos durch.

RKI meldet 10.100 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz sinkt

08:18 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 220,7 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 242,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 315,4 (Vormonat: 340,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.100 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03:51 Uhr wiedergeben.

Das RKI weist darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen täuschen und nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage in Deutschland zeigen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 88 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 180 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 6.991.381 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 4,55 (Donnerstag mit 4,55) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Sonntag mit 6.113.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 110.364.

Omikron-Variante in allen Bundesländern angekommen

Experten sind sich sicher: Das Omikron in Deutschland zur dominierenden Corona-Variante wird, ist nur eine Frage der Zeit. Die Mutation wurde inzwischen in allen Bundesländern Deutschlands nachgewiesen. Auch der erste Todesfall nach einer Omikron-Infektion wurde bereits erfasst.

Weißer Ring sieht deutliche Zunahme häuslicher Gewalt in der Pandemie

06:45 Uhr: Gewalt in Partnerschaften und Familien ist während der Corona-Pandemie nach Einschätzung des Weißen Rings deutlich gestiegen. "Bei häuslicher Gewalt haben wir 2020 ein Plus von etwa zehn Prozent zu verzeichnen, seit 2018 sogar um 20 Prozent. Und wir werden wohl in diesem Jahr das Niveau von 2020 wieder erreichen", sagte der Bundesvorsitzende des Weißen Rings, Jörg Ziercke, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Insgesamt hätten die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den rund 400 Außenstellen der Opferschutzorganisation im Jahr 2020 rund 17.000 Fälle betreut. 20 Prozent davon beziehen sich auf häusliche Gewalt, wie Ziercke sagte. Bei weiteren 26 Prozent aller Fälle gehe es um Sexualdelikte.

"Die Prognose, dass häusliche Gewalt mit der Pandemie und dem Lockdown zunimmt und dass das mit einem Verzögerungseffekt deutlich wird, hat sich bestätigt", sagte Ziercke. Einige Wochen nach den Lockdowns 2020 und 2021 sei der Trend sprunghaft nach oben gegangen und die Bereitschaft der Opfer gestiegen, sich zu melden.

Das bedeute aber keine deutliche Aufhellung des Dunkelfelds. Angesichts "des ständigen Aufeinandersitzens in Lockdown-Phasen" habe sich das Dunkelfeld eher noch vergrößert - sprich: Viele Fälle häuslicher Gewalt werden weiterhin nicht erfasst. Rund 80 Prozent der Opfer von häuslicher Gewalt seien Frauen, sagte Ziercke.

Auch die Gesamtzahl der Anrufe beim Opfer-Telefon und bei der Online-Beratung habe zugenommen, berichtete Ziercke, der früher Chef des Bundeskriminalamts war. Von 2019 auf 2020 sei die Zahl der Anrufe um etwa 4.000 auf rund 22.000 gestiegen, also um ungefähr 20 Prozent. "Wir glauben, dass der Trend auch in diesem Jahr ein ähnliches Niveau haben wird", sagte Ziercke.

Die Zahl der Online-Beratungen bei dem Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern habe sich von 2019 auf 2020 sogar verdoppelt, auf 3350 Fälle. Sie sei damals allerdings noch ganz neu gewesen, und auch dies könne ein Grund sein. In diesem Jahr sei noch einmal mit einem Plus von sieben bis zehn Prozent zu rechnen.

Wenn Sie selbst von häuslicher oder sexueller Gewalt betroffen sind, wenden Sie sich bitte an das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" - 08000/116 016, die Online-Beratung oder an das Hilfetelefon "Sexueller Missbrauch" 0800/225 5530 (Deutschland), die Beratungsstelle für misshandelte und sexuell missbrauchte Frauen, Mädchen und Kinder (Tamar) 01/3340 437 (Österreich) beziehungsweise die Opferhilfe bei sexueller Gewalt (Lantana) 031/3131 400 (Schweiz).

Hilfsangebote für verschiedene Krisensituationen im Überblick finden Sie hier.

Mehr Grippefälle als im Vorjahr - aber weniger als vor der Pandemie

05:01 Uhr: Die Zahl der bisher erfassten Grippefälle in dieser Saison bewegt sich laut Experten am Robert-Koch-Institut (RKI) auf niedrigerem Niveau als in den Jahren vor der Pandemie. Seit Anfang Oktober seien in Deutschland insgesamt 449 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle an das RKI übermittelt worden, heißt es im aktuellen Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI). "Im Vergleich mit den letzten fünf vorpandemischen Saisons sind diese Werte sehr niedrig." Im Vergleich zum Vorjahr würden "jedoch deutlich mehr Fälle" übermittelt - damals war die Grippewelle quasi ausgefallen.

Zur Lage bei Atemwegsinfektionen allgemein in Deutschland stellt die AGI fest, dass die verschärften Maßnahmen zur Kontaktreduktion in den vergangenen Wochen "zu einem deutlichen Rückgang von Übertragungen akuter Atemwegsinfektionen in der Bevölkerung" geführt hätten. Das gelte insbesondere in den Altersgruppen ab 15 Jahren.

"Die Grippe spielt in diesem Winter bisher eine geringe Rolle. Es spricht einiges dafür, dass es auch so bleibt", sagte der Vorstandschef der Krankenkasse Barmer, Christoph Straub, den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Das liege wie auch schon vorige Saison an den Corona-Regeln.

Polizei setzt Pfefferspray bei Corona-Demo in Koblenz ein

02:45 Uhr: Bei einem sogenannten "Corona-Spaziergang" ist es am Samstagabend in Koblenz zu einem Angriff eines Teilnehmers auf Einsatzkräfte der Polizei gekommen. Wie ein Sprecher am frühen Sonntagmorgen sagte, war es im Zuge einer Identitätskontrolle zu einer "kleinen Schubserei" gekommen. In einer Mitteilung schrieb die Polizei, dass sich dabei etwa 15 weitere Personen mit dem Angreifer solidarisierten. Nach Androhung und anschließendem Einsatz von Pfefferspray gegen die Gruppe habe die Situation beruhigt werden können, hieß es weiter.

Bei der unangemeldeten Versammlung in der Koblenzer Innenstadt hatten nach Angaben der Polizei etwa 600 Menschen teilgenommen. Etwa 15 Personen waren demnach zu einer Gegenkundgebung zusammengekommen. Insgesamt wurden während der Demonstration vier Strafverfahren eingeleitet.

Regierung verschiebt Impfziel: 80-Prozent-Impfquote nun bis Ende Januar

00:03 Uhr: Die Bundesregierung verschiebt ihr Ziel, bei den Erstimpfungen eine Quote von 80 Prozent zu erreichen. Nun will die Regierung diese Quote möglichst bis Ende Januar schaffen, wie ein Regierungssprecher der "Bild am Sonntag" sagte. Zuvor war der 7. Januar genannt worden. An diesem Tag will Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) das nächste Mal mit den Ministerpräsidenten der Länder über die Bekämpfung der Corona-Pandemie beraten.

Derzeit sind 61,4 Millionen Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft, was 73,8 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Für das Ziel müssten rund fünf Millionen weitere Menschen eine Erstimpfung erhalten.

Die Impfpflicht für alle soll im Parlament in der ersten Sitzungswoche im neuen Jahr auf die Tagesordnung. "Eine erste Debatte zur Impfpflicht" wird es nach den Worten von SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese Anfang Januar im Bundestag geben. Die erste Sitzungswoche beginnt am 10. Januar. Für eine rechtssichere Regelung stellten sich einige "nicht einfache Fragen im Detail", sagte Wiese der "Bild am Sonntag". Das gelte insbesondere für die Frage, ab wann jemand seinen Impfstatus rechtlich verliert und eine Auffrischung notwendig ist.

CSU-Chef Markus Söder sagte der "Welt am Sonntag", eine Impfpflicht werde die Spaltung der Gesellschaft eher überwinden als vertiefen. "Viele Menschen würden feststellen, dass es nicht so schlimm ist, sich impfen zu lassen – sondern im Gegenteil sogar schützt und Freiheit gibt", erläuterte der bayerische Ministerpräsident. Er fügte hinzu: "Zum anderen hilft die Impflicht wirklich einigen, ihr Gesicht zu wahren."

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Mit Material von dpa, afp, sid, reuters und apa.