Der frischgebackene Kombinations-Weltmeister Marcel Hirscher kritisiert den Ski-Weltverband FIS. Bei der Pistenpräparierung gäbe es Nachholbedarf. Innenpolitik, Wirtschaft und Panorama: In unserem Nachrichtenüberblick finden Sie aktuelle Meldungen zum Zeitgeschehen.

+++ Dienstag, 10. Februar 2015 +++

Marcel Hirscher kritisiert FIS

Der frisch gebackene Weltmeister in der Kombination, Marcel Hirscher, kritisiert in einem Interview mit der Mittwochsausgabe der "Sport Bild" die FIS für die Pistenpräparierung: "Wenn eine Piste weich ist, wie es in letzter Zeit öfter der Fall ist, und auch beim Weltcup-Finale 2014, dann besteht keine Chancengleichheit, und vor allem die hinteren Nummern haben einen massiven Nachteil", sagt der Österreicher.

Als Beispiel führt Hirscher das Weltcup-Finale in Lenzerheide vergangenes Jahr an. Doch neben den Pistenverhältnissen sorgte damals auch die Kurssetzung von Hirschers Trainer für Unmut - vor allem beim schärfsten Konkurrenten des Österreichers, Felix Neureuther. "Wäre die Piste beim Weltcup-Finale ordentlich mit Salz behandelt worden, hätte kein Hahn nach der Kurssetzung gekräht, sagt Hirscher der "Sport Bild". Sowohl Hirscher als auch Neureuther sprechen sich demnach für eine neutrale Kurssetzung im Slalom aus.

Erst vergangene Woche hatte Hirscher die Trainingspisten im WM-Ort Beaver Creek kritisiert: "Das ist kein Schmäh, zu trainieren ist hier fast ein Ding der Unmöglichkeit", wird er von "orf.at" zitiert. (kab)

+++ Montag, 9. Februar 2015 +++

Winter hat Österreich weiter im Griff

Die winterlichen Verhältnisse sorgen derzeit für Chaos auf Österreichs Straßen: Wie das Nachrichtenportal "oe24.at" berichtet, waren am Montagmorgen rund 1.300 Einsatzkräfte in Wien damit beschäftigt, den Schnee auf den Fahrbahnen in den Griff zu bekommen. Zudem soll es auf der Westautobahn erneut zu einem Unfall gekommen sein, alle drei Fahrspuren mussten gesperrt werden.

Laut ÖAMTC wurde am Vormittag aufgrund der winterlichen Verhältnisse auf der A21 für alle Lkw über 3,5 Tonnen ein Fahrverbot verhängt. Nach Angaben des Automobilclubs ist es auch auf der Tangente in Wien und abseits der Transitrouten zu Problemen gekommen. Wie der "Kurier" berichtet, setzten die winterlichen Straßenverhältnisse auch Autofahrern im Waldviertel sowie im Raum Tulln zu.

Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) prognostiziert für heute Nachmittag vom Tiroler Unterland bis zum Burgenland Wolken und verbreiteten Schneefall. Bis zum Abend soll der Schnee unter 300 bis 500 Meter in Regen übergehen. Auflockerungen gibt es laut ZAMG ganz im Westen und in Kärnten. Insbesondere im Norden und Osten rechnen die Wetterexperten demnach mit Schneeverwehungen.

Erst am Sonntag war es in Niederösterreich auf der A1 wegen des dichten Schneetreibens zu einer Massenkarambolage gekommen: Laut der "Krone" sollen insgesamt 66 Fahrzeuge involviert gewesen sein, 17 Menschen seien verletzt worden. (kab)

Alexis Tsipras besucht Österreich

++ Newsticker: Wagen gerät in einer Kurve ins Schleudern. ++

Am Montag kommt der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras nach Wien. Auf dem Programm steht ein Treffen mit Bundeskanzler Werner Faymann. Wie der "Kurier" berichtet, ist nach einem Vier-Augen-Gespräch um 12:00 Uhr eine Pressekonferenz geplant.

Nach Angaben des Nachrichtenportals hat Faymann Verständnis für die griechische Haltung gezeigt. Das "Abwarten" der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel habe Faymann demnach gerügt. Thema des Treffens am Montag soll laut "orf.at" unter anderem das "Wirtschafts- und Sozialmodell Österreichs" sein.

Indes lehnte Tsipras eine Verlängerung des Rettungsprogramms und der Sparauflagen ab. Stattdessen schlug der Linkspolitiker in seiner Regierungserklärung am Sonntagabend eine Überbrückungsfinanzierung für das hoch verschuldete Land bis Juni vor. Seine Regierung benötige finanziellen Spielraum für die Zeit, in der neu über einen Ausweg aus der Schuldenkrise verhandelt werde, sagte er vor dem Parlament in Athen weiter. Die griechische Presse sah am Montag eine Konfrontation mit den Geldgebern mehrheitlich als unvermeidlich an.

Falls sich die Regierung in Athen nicht rasch mit den Euro-Partnern über eine Verlängerung der Ende Februar auslaufenden EU-Hilfen einigt, könnte das hochverschuldete Land bald knapp bei Kasse sein. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem will von Griechenland bis zum 16. Februar Klarheit über einen Zeitrahmen für das weitere Vorgehen. Die Finanzminister der 18 Partnerländer Griechenlands im Euro-Verbund treffen sich an diesem Mittwoch zu einer Sondersitzung. (kab/ mit Material von dpa)

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