FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache geht gerichtlich gegen den Wiener Rapper Nazar vor: Er will sich nicht beleidigen lassen.

Im Zwist mit Rapper Nazar hat Heinz-Christian Strache juristische Schritte eingeleitet. Wie der FPÖ-Chef auf seiner Facebook-Seite mitteilte, hat er Klage gegen den Rapper eingereicht.

FPÖ-Chef beschwert sich über "primitive Herrschaften".

Er sei "mit Sicherheit kein Sohn einer Hure", schreibt Strache. "Und es wäre dumm und ignorant gegenüber meiner Mutter, hier nicht klar die Grenze zu ziehen und mittels juristischer Mittel STOPP zu sagen. Hier wurde eine Grenze klar überschritten", schreibt Strache weiter.

Der Wiener Rapper soll Strache bei einem Konzert beschimpft haben. Nazar steht bei der Suche nach Österreichs Vertreter für den Song Contest gemeinsam mit Sängerin Anna F. und der deutschen Band The BossHoss den Kandidaten als Coach zur Seite.

Anlass für Straches Facebook-Eintrag ist indes "Kronen-Zeitung"-Journalist Michael Jeannée, der Strache in seiner Kolumne unter anderem vorwirft, wegen Beleidigungen "zum Kadi zu rennen", die keinerlei gesellschaftspolitische Bedeutung hätten. Unter anderem impliziere Strache Homophobie.

Dass "schwul" - wie von Jeannée festgehalten - kein Schimpfwort sei, "sehen mit Sicherheit nicht alle so", kontert Strache auf Facebook weiter. "Als leidenschaftlicher Hetero und Vater von zwei Kindern jedoch völlig abseits der Realität, diffamierend und rufschädigend." (ank)