Geht es nach Österreichs Innenminister Kickl, könnte es in Nordafrika und der Sahelzone schon bald Sammellager für Migranten geben, die auf dem Weg nach Europa sind.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Österreichs Innenminister Herbert Kickl ist optimistisch, dass mit den Staaten in Nordafrika eine Einigung über mögliche Sammellager für Migranten auf afrikanischem Boden erzielt werden kann. "Wir versuchen, diese harten Bretter zu bohren, schlicht und ergreifend, weil wir es den Menschen schuldig sind", sagte Kickl am Freitag vor einer Migrationskonferenz mit wichtigen Vertretern aus Nordafrika und mehreren EU-Staaten in Wien.

Kickl erklärte, dass sowohl die afrikanischen als auch die EU-Staaten großes Interesse daran haben müssten, dass die EU einen effektiven Außengrenzschutz betreibt. "Wir wollen ein Gespräch auf Augenhöhe, eine Win-Win-Situation aller Beteiligten im Interesse aller Beteiligten."

Auftritt Salvinis mit Spannung erwartet

An der Konferenz in Wien nahmen Vertreter aus Ägypten, Algerien, Marokko, Tunesien, Niger, Tschad und Mali teil.

Bei der Konferenz trifft zudem Italiens Innenminister Matteo Salvini auf Vertreter des deutschen Innenministeriums. Aus italienischen Ministeriumskreisen hieß es vor der Konferenz, dass Salvini das geplante Abkommen mit Deutschland zur Rücknahme von Flüchtlingen noch nicht unterschrieben habe und darüber in Wien reden wolle.

Salvini werde keine Einigung akzeptieren, die Italien auch nur einen Flüchtling mehr bringen würde.  © dpa

Durch die Reihen aller Parteien hinweg ertönt immer wieder die Forderung: Bekämpft die Fluchtursachen!  Warum ist das so schwierig? Experten sagen: Die Partner auf afrikanischer Seite müssen mehr gefordert werden - und schlagen neue Modelle vor.