Beim Landesparteitag der CDU Thüringen in Erfurt übte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) scharfe Kritik an der Bundesregierung für ihren Kurs in der Russland-Politik.

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Es dürfe nicht darum gehen, die Eskalation mit Russland immer weiter zu drehen, sagte Kretschmer am Samstag auf dem Thüringer CDU-Landesparteitag in Erfurt.

Zum Agieren von Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte Kretschmer, dass Maas "so durchdreht, ist kein gutes Zeichen für dieses Land".

Maas hatte von Indizien gesprochen, dass der Kreml hinter dem Giftanschlag auf den russischen Oppositionspolitiker Alexey Nawalny stehen könnte.

Kretschmer: Nord Stream 2 muss fertig gebaut werden

Sachsens Ministerpräsident sprach sich dafür aus, die Umstände für die Vergiftung Nawalnys aufzuklären. Das sei die eine Seite. Auf der anderen Seiten müsste jedoch die Ostseepipeline Nord Stream 2 fertig gebaut werden.

Kretschmer kündigte an, dass er im Dezember Russland besuchen werde. Natürlich werde er dabei auch die Einhaltung von Menschenrechten ansprechen.

Die ostdeutschen Ministerpräsidenten hatten sich am Freitag einstimmig für eine Fertigstellung der Pipeline ausgesprochen. Das Projekt sei wichtig für die Energieversorgung der Zukunft in Deutschland und Europa, hieß es in einem Papier, das sie bei einem Treffen in Berlin einstimmig absegneten. Einen formalen Beschluss fassten sie jedoch nicht. (dpa/kad)

Nowitschok in der Wasserflasche: Nawalny-Team sichert Beweis im Hotel in Tomsk

Die Vergiftung des mittlerweile aus dem künstlichen Koma zurückgeholten Kremlkritikers Andrej Nawalny soll schon während dessen Aufenthalts in Tomsk in dessen Hotelzimmer stattgefunden haben. Nawalnys Mitarbeiter sicherten Beweismittel und veröffentlichten ein entsprechendes Video. (Teaserbild: Celestino Arce Lavin/picture alliance/ZUMA Wire)