"Mehr Glamour" für die Hofburg: Richard Lugner macht seine Andeutungen wahr und veröffentlicht ein Video, in dem er klar macht, weshalb er sich zum Bundespräsidenten eignet. Oder so.

Richard Lugner will offenbar erneut als Bundespräsident kandidieren. Darauf deutet ein leicht absurd wirkendes Video hin, das der Baumeister veröffentlicht hat.

Zunächst ist darin seine Frau Cathy Lugner zu sehen, die - klamottentechnisch zugeknöpft wie nie - vorrechnet, dass der 83-Jährige und sie gemeinsam im Durchschnitt 54 Jahre alt seien und als "Hauptdarsteller der bekanntesten Reality-Soaps seit Jahren voll im herausfordernden und bezahlten Berufsleben stehen".

Vier Minuten lang erklärt Frau Lugner, weshalb sie und ihr Mann die beste Wahl für das First Ehepaar wären. Zum einen, weil sie den "höchsten Bekanntheitsgrad in Österreich" hätten und sowieso täglich in den Medien seien, zum anderen weil Richard Lugner der einzig unabhängige Kandidat sei.

Von der Presse fordert sie "einen fairen Vertrauensvorschuss". "Ich bin mir sicher, mein Mann Richard und ich, wir schaffen das! Yes, we can!", tönt Cathy Lugner.

"Österreich braucht einen Baumeister"

Auch "Mörtel" selbst übt sich wie gewohnt in Zurückhaltung: "Österreich braucht gerade jetzt einen Baumeister aus dem Volk und keine pensionierten Doktoren als Bundespräsidenten", bellt der 83-Jährige an der Kamera vorbei.

Nur 14 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher hätten einen akademischen Abschluss. Er vertrete daher 86 Prozent der Bevölkerung.

Im zweiten Teil der Dokusoap "Lugner & Cathy" hängt der Haussegen noch schiefer als zuvor: Ex-Playmate Cathy findet, ihr reicher Ehemann möge doch endlich die Einrichtung erneuern. Leider mag der sein Haus so, wie es ist.

Offizielle Bewerbung kommt erst

Bei dem Video soll es sich allerdings noch nicht um die offizielle Bekanntgabe von Lugners Kandidatur handeln, wie "Krone.at" vom Baumeister erfahren hat.

Eine Entscheidung wolle er nach dem Opernball treffen, sagte Lugner der Zeitung. Man warte noch auf Umfrageergebnisse.

Lugner kandidierte schon 1998

1998 hatte Lugner schon einmal als Bundespräsident kandidiert. Damals erhielt er 9,9 Prozent der Stimmen.

Bei der Nationalratswahl 1999 brachte es seine Partei "Die Unabhängigen" nur noch auf 1,02 Prozent.