Noch will Michael Häupl nicht abtreten: Er stellt sich Ende April einmal mehr zur Wahl zum Landesparteivorsitzenden. Auch einer etwaigen Kampfabstimmung würde er sich stellen.

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Michael Häupl will weiter Wiens Bürgermeister bleiben: Er hat entschieden, sich beim Parteitag der Wiener SPÖ Ende April erneut der Wiederwahl zu stellen. Das meldet das Ö1-"Morgenjournal".

Bei einer Veranstaltung von Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ), zu der die Wiener Parteifreunde geladen waren, machte Häupl deutlich, dass er noch nicht genug hat: "Ich werde um die Funktion des Landesparteivorsitzenden wieder antreten am 29. April, ja."

Kampfabstimmung nicht ausgeschlossen

Auch in eine Kampfabstimmung zu gehen, schließt der 67-Jährige nicht aus - sollte jemand gegen ihn antreten. Aber: "Die Frage wird sich nicht stellen", ist Häupl überzeugt.

Der Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, der mehrfach als möglicher Nachfolger von Häupl im Gespräch war, will jedenfalls in keine Kampfabstimmung gegen seinen "langjährigen Weggefährten" gehen, wie er im Ö1-Interview sagte. Er rechne damit, dass Häupl bis zur Landtags- und Gemeinderatswahl 2020 bleibt.

Interne Querelen in der Wiener SPÖ

Am 23. und 24. März veranstaltet die SPÖ in Wien eine Klubklausur, bei der auch über die Parteiführung entschieden werden soll. Im Herbst hatten Parteikollegen Häupl offen attackiert - und seinen Rückzug gefordert.

Michael Häupl ist der letzte verbliebene Langzeit-Landeshauptmann, der noch nicht an Rücktritt denkt: Sowohl Josef Pühringer in Oberösterreich als auch Erwin Pröll in Niederösterreich (beide ÖVP) haben ihren Rücktritt angekündigt. (ank)

Wiener Landesparteitag Michael Häupl tritt zur Wiederwahl an. Zu Recht?
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