Österreichs Finanzministerium hat einen neuen Hausherrn: Hans Jörg Schelling ist offiziell angelobt - und bekommt von seinem Vorgänger im Amt ein großartiges Antrittsgeschenk.

Bundespräsident Heinz Fischer hat am Montag die neuen Mitglieder der Bundesregierung angelobt. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) ist damit neuer Vizekanzler, Hans Jörg Schelling (ÖVP) übernimmt das Finanzministerium. Von seinem Vorgänger, Michael Spindelegger, bekam Schelling ein besonderes Antrittsgeschenk überreicht: schwarze Boxhandschuhe. "Die wirst du brauchen", merkte Spindelegger an. Sein Nachfolger nahm das Geschenk gern an: "Nicht dass ich ohne Boxhandschuhe nicht auch angriffslustig bin, aber mit schaut's besser aus."

Er übergebe Schelling ein "großartiges Haus", mit dem er viel Freude haben werde, sagte Spindelegger. Der neue Ressortchef dankte seinem Vorgänger sowie dem ebenfalls abtretenden Staatssekretär Jochen Danninger. Spindelegger habe in seiner Amtszeit viel in Bewegung gebracht - etwa Österreich aus dem EU-Defizitverfahren herausgeführt und eine Lösung für das Hypo-Problem gefunden, zitiert die "Kronen-Zeitung" Hans Jörg Schelling.

Doris Bures: "Alles auf Schiene"

Der neue Infrastrukturminister Alois Stöger (SPÖ) bekam von seiner Vorgängerin ebenfalls ein Einstandsgeschenk. Doris Bures (SPÖ) überreichte ihm eine kleine Taurus-Lok, damit "alles auf Schiene" sei. Die nunmehrige Nationalratspräsidentin sagte, sie verabschiede sich von ihren Mitarbeitern "mit einem lachenden und einem weinenden Auge". Sie freue sich auf ihre neue Aufgabe, habe sich im Infrastrukturministerium aber "sehr wohlgefühlt".

Neben dem neuen Finanzminister und Staatssekretär Harald Mahrer wurden auch Sabine Oberhauser als neue Gesundheitsministerin sowie Staatssekretärin Sonja Steßl von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt.

Vor der Angelobung hatte Fischer mit Schelling und Mahrer ein Informationsgespräch geführt. Um 12:00 Uhr übergab Michael Spindelegger das Finanzressort an seinen Nachfolger Schelling. Eine Stunde später übernahm Stöger von der künftigen Nationalratspräsidentin Doris Bures das Infrastrukturministerium. Stöger selbst verabschiedete sich im Gesundheitsministerium und übergab an Sabine Oberhauser. (ank/rs)