Seit Mittwochfrüh wird Alexander Van der Bellen erneut von Cobra-Beamten bewacht. Dem sind massive Drohungen aus Neonazi-Kreisen vorangegangen. Es ist nicht das erste Mal, dass der Präsidentschaftswerber beschützt werden muss.

Alexander Van der Bellen steht seit Mittwochfrüh unter Polizeischutz. Bis zu drei Cobra-Beamte werden den von den Grünen unterstützten Präsidentschaftskandidaten zu seinen Wahlkampfveranstaltungen begleiten. Das meldet der "Kurier". Grund dafür seien Morddrohungen aus rechtsextremen Kreisen.

Auf Twitter hatte Anfang Oktober ein Mann gedroht, auf Van der Bellen zu schießen. In seinem Nickname trägt er die 88 - unter Rechtsextremen ein Synonym für HH, Heil Hitler. Auf seinem Profilbild zeigt er stolz ein Hakenkreuz-Tattoo auf seiner Brust.

Auch Van der Bellens Wohnung gesichert

Austropop-Legende äußert sich zur Präsidentenwahl.

Die Polizei habe Ermittlungen gegen den nach eigener Angabe aus Wien-Simmering stammenden Mann aufgenommen, schreibt der "Kurier". Zudem war die Sondereinheit Cobra nach Informationen der Zeitung am Dienstagnachmittag damit beschäftigt, einen Plan zu erstellen, um Van der Bellens Wohnung und seine täglichen Wege zu sichern.

Van der Bellen stand schon im vergangenen Mai vorübergehend unter Polizeischutz: Vor der ersten Stichwahl wurde er nach massiven Drohungen von Cobra-Beamten bewacht. Auslöser war damals seine Aussage, er wolle FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auch bei einem Wahlsieg der Blauen nicht mit der Regierungsbildung betrauen. (ank)

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