Lebensmittelmotten in der Küche sollten auf keinen Fall unterschätzt werden: Sind die Insekten einmal da, wird man die Schädlinge nur schwer wieder los. Befallene Lebensmittel sind sogar gesundheitsschädlich. Doch wie erkennt man die fliegenden Plagegeister und wie werden sie richtig bekämpft?

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Mit Lebensmittelmotten in der Küche ist nicht zu spaßen. Bei einem einzelnen Insekt müssen Sie sich zwar noch keine Sorgen machen, Ihre Vorräte gründlich prüfen sollten Sie aber dennoch. Haben sich die Motten erst einmal ausgebreitet, werden Sie diese nur schwer wieder los. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wie erkennt man Lebensmittelmotten?

Lebensmittelmotten sind nur wenige Millimeter groß und haben je nach Art eine braun-weiße, silbrig-graue oder eine braun-gelbe Färbung. Sie haben Flügel, sind meistens nachtaktiv und für Laien an den Wänden kaum zu erkennen. Die Motten bewegen sich oft hüpfend in kurzen Sprüngen fort oder krabbeln.

Der Begriff Lebensmittelmotte ist ein Überbegriff für verschiedene Mottenarten, vor allem Dörrobst- und Mehlmotten finden sich in unseren Haushalten. Auch der Mehlzünsler gehört zu dieser Gruppierung.

Wenn Sie in Ihren Vorräten fadenartige Gespinste vorfinden, können Sie sich sicher sein: Sie haben Lebensmittelmotten. Auch zusammenklebende Körner sind ein Indiz für die Plagegeister.

In der Natur sind Insekten nützliche Helfer, doch in Haus und Wohnung können Fliege, Mücke und Co. zur echten Plage werden. Mit welchen Produkten Sie die Insekten fangen können, lesen Sie hier.

Warum sind Lebensmittelmotten gefährlich?

Laut dem Umweltbundesamt kann ein einziger Schädling bis zu 500 Eier ablegen. Diese versteckt er normalerweise gut in Ritzen und Ecken, wo der Mensch sie nicht sieht. Die Larven ernähren sich nach dem Schlüpfen von den Produkten im Schrank und verunreinigen diese.

Wenn Sie befallene Lebensmittel ausfindig machen, werfen Sie diese am besten sofort weg. Auch wenn Sie den Verdacht haben, dass Produkte betroffen sein könnten, sollten diese umgehend in den Mülleimer wandern.

Der Verzehr der befallenen Lebensmittel kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Die Lebensmittelmotten können schlimme Allergien, Hauterkrankungen und Magen-Darm-Krankheiten verursachen.

Wie kommen die Insekten in die Wohnung?

Lebensmittelmotten können Sie bereits aus dem Supermarkt mitbringen. Damit dies nicht passiert, sollte die Verpackung von Mehl und Getreide immer sorgfältig auf kleine Löcher oder andere Schadstellen untersucht werden.

Der Grund ist so einfach wie traurig. Was Sie dagegen tun können.

Weist die Verpackung undichte Stellen auf, können sich die Schädlinge bereits im Produkt eingenistet haben. Dies ist die häufigste Art, wie Sie sich die Insekten in die Wohnung holen.

Motten können allerdings auch von draußen durch ein offenes Fenster oder eine Tür in die Küche gelangen. Das geschieht aber eher selten, da die eierlegenden Weibchen der meisten Arten nur schlecht fliegen können.

Wo fühlen sich die Schädlinge wohl?

Je nach Art sind besonders Getreide und alle damit zusammenhängenden Produkte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Gewürze, Kräuter, getrocknete Lebensmittel, Tierfutter sowie Saatgut betroffen. Auch in anderen Arten von Trockenwaren, wie zum Beispiel Tee, können Lebensmittelmotten zu finden sein.

Papier und Karton sind dabei kein Hindernis für die Plagegeister, sie fressen sich einfach durch. Auch in Folie originalverpackte Nudeln oder Ähnliches sind nicht sicher vor den Insekten. Geeigneter für Ihre Vorräte sind gut schließende Gläser und dicke Plastikbehältnisse.

Lebensmittelmotten bekämpfen: Wie wird man die Plagegeister wieder los?

Zunächst sollten Sie die befallenen Lebensmittel und Bereiche im Vorratsschrank ausfindig machen, damit Sie die Plagegeister anschließend gezielter bekämpfen können. Entweder Sie sehen selbst, wo sich die Lebensmittelmotten aufhalten, oder sie benutzen eine Pheromonfalle. An dieser bleiben die Motten kleben. Pheromonfallen helfen Ihnen nach der Beseitigung der Schädlinge auch festzustellen, wie wirksam Ihre Maßnahmen waren.

Während Sie die Lebensmittelmotten loswerden, sollten Sie Ihre Fenster und Türen stets geschlossen halten. Wenn gelüftet werden muss, sollte das Fenster für kurze Zeit vollständig geöffnet werden. Bei Kippfenstern könnten noch mehr Motten eindringen. Vor allem dann, wenn Sie Pheromonfallen aufgestellt haben.

Wenn Sie befallene Lebensmittel ausfindig gemacht haben, schmeißen Sie diese am besten sofort und luftdicht verpackt außerhalb des Hauses in eine Mülltonne. Anschließend sollten die restlichen Lebensmittel isoliert und in Plastikbehältnissen oder dergleichen verstaut werden. Plastiktüten sind keine Lösung, da sich Lebensmittelmotten hindurchfressen können.

Betroffene Schränke und Regale können Sie am besten mit einem Staubsauger insektenfrei machen. Achten Sie vor allem darauf, kleine Ritzen und Ecken zu erreichen, da sich die Larven dort vermutlich versteckt halten.

Sollten Sie Ihre Schränke auswischen wollen, machen Sie das am besten mit Essigwasser. Achten Sie dabei aber darauf, dass die betroffenen Stellen nicht feucht zurückbleiben. Motten mögen Feuchtigkeit und vermehren sich dadurch. Gegen zu feucht geputzte Stellen kann auch ein Föhn helfen. Das hat zur Folge, dass dadurch die Larven und verbliebenen Motteneier austrocknen.

Auch winzige Schlupfwespen können Ihnen mit dem Schädlingsbefall behilflich sein. Sie sind nur knapp einen halben Millimeter groß und mit dem bloßen Auge nur als ein kleiner Punkt zu erkennen. Die Eier der Schlupfwespen können Sie auf einer Karte online oder im Geschäft kaufen.

Wenn Sie diese in Ihrer Küche platzieren, wie es die Anleitung vorsieht, werden die Wespen nach einiger Zeit schlüpfen und die Motteneier als Wirt für ihre eigene Eiablage nutzen. Diese werden dadurch abgetötet. Die Schlupfwespen leben nur wenige Tage und verschwinden, wenn es keine Motten mehr gibt.

Wie kann man einem Befall vorbeugen?

Achten Sie am besten gleich beim Einkaufen darauf, ob eine Verpackung noch verschlossen ist oder bereits Löcher aufweist. Zu Hause bietet es sich dann an, von Lebensmittelmotten bevorzugte Produkte luftdicht in Plastikbehältnisse oder dergleichen zu verpacken.

Je länger Mehl, Nudeln und dergleichen im Schrank stehen, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Motten einnisten. Aus diesem Grund sind zu üppige Vorratsschränke nicht unbedingt sinnvoll. Kaufen Sie am besten nur so viel, wie Sie auch verbrauchen können und halten Sie die Luftfeuchtigkeit bei Ihren Trockenvorräten niedrig.

Auch saubere Schränke sind wichtig. Herumliegende Körner und andere Reste locken die Motten zusätzlich an.

Außerdem reagieren Lebensmittelmotten sehr empfindlich auf den Geruch von Lavendel, darauf weist das Pestizid Aktions-Netzwerk e. V. (PAN) hin. Wenn Sie ein wenig davon in den Schrank legen, werden sie normalerweise abgeschreckt. Auch feinmaschige Fliegengitter an den Fenstern können die Plagegeister abhalten.

Verwendete Quellen:

  • Umweltbundesamt: "Lebensmittelmotten"
  • Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: "Schmetterlinge im Küchenschrank"
  • Pestizid Aktions-Netzwerk e. V. Germany: "Lebensmittel-MOTTEN"
  • dpa

Dieser Artikel stammt aus unserem Archiv.

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