Zeitumstellung 2017: Aus Sommerzeit wird wieder Winterzeit. Wann genau müssen Sie die Uhr umstellen? Warum überhaupt?

Die wichtigsten Fragen zur Zeitumstellung beantworten wie für Sie hier.

Winterzeit 2017: Wann muss ich meine Uhr umstellen?

  • Die Umstellung auf die Winterzeit findet jedes Jahr am letzten Sonntag im Oktober statt. Im Jahr 2017 ist das am 29. Oktober. Dann werden die Uhren um 3:00 Uhr um eine Stunde zurückgestellt.
  • Die Umstellung auf die Sommerzeit findet jedes Jahr am letzten Sonntag im März statt. Im Jahr 2018 ist das am 25. März. An diesem Datum werden alle Uhren um 2:00 Uhr eine Stunde vorgestellt.


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Uhr eine Stunde vor oder eine Stunde zurück?

  • Im Sommer werden die Uhren eine Stunde vorgestellt. Man "verliert" also eine Stunde.
  • Im Winter wird diese Änderung rückgängig gemacht und die Uhren wieder zurückgestellt. Man "gewinnt" also die "verlorene" Stunde in der Nacht zurück.

Klingt einfach - und dennoch kam es in der Vergangenheit immer auch wieder zu kuriosen Pannen bei der Zeitumstellung.

Muss ich Uhr überhaupt auf Sommerzeit umstellen?

In der Tat betrifft das Umstellen der Uhren auf Sommerzeit oder Winterzeit immer weniger Geräte. Viele Uhren regeln das automatisch.

Zeitumstellung auf dem Smartphone

Natürlich können Smartphones die Zeitumstellung ebenfalls selbst regeln- vorausgesetzt, man hat es dem Gerät in den Einstellungen erlaubt.

Bei Android geht man über Einstellungen in "Datum & Uhrzeit" und aktiviert dort "Autom. Datum/Uhrzeit".

Bei iPhones von Apple führt der Weg ebenso über die Einstellungen, dort dann auf "Allgemein" klicken und in "Datum & Uhrzeit" die Option "Automatisch einstellen" aktivieren.

Wie merke ich mir die Umstellung am besten?

Wer die Zeiger seiner Uhr von Hand vor- oder zurückstellen muss, merkt sich am besten folgende Eselsbrücken:

  • Im Frühling stellt man Tisch und Stühle vor die Terrassentür, im Herbst stellt man sie zurück ins Haus.
  • "Im Winter gibt es Winterschlaf." Eine Stunde mehr Schlaf, denn die Uhren werden zurückgestellt.
  • Im Winter sind die Temperaturen im Minus-Bereich (zurück), im Sommer wieder im Plus-Bereich (vor).
  • Wer sich´s lieber auf Englisch merken möchte: "Spring forward, Fall back."
    Also im Frühling nach vorne, und im Herbst wieder zurück.

Warum überhaupt Zeitumstellung?

Die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit wurde in den meisten Ländern Europas - darunter in der Schweiz - 1977 eingeführt, Deutschland und Österreich zogen im Jahr 1980 nach. Auslöser für die Zeitumstellung war unter anderem die Ölkrise von 1973.

Mit der Regelung sollte das Tageslicht besser genutzt werden, um Energie zu sparen. Doch der Dreh an der Uhr ist ein zweischneidiges Schwert, wie es in einer Mitteilung des Umweltbundesamts heißt:

Man kann zwar durch die längere Nutzung des Tageslichts in der Tat Energie einsparen, doch diese Einsparung wird durch den Mehrverbrauch an Heizenergie – durch das Vorverlegen der Hauptheizzeit in die kühleren Morgenstunden – in etwa kompensiert.

Folgen für Männer, Frauen und Kinder

Eigentlich gleicht die Zeitumstellung einem Mini-Jetlag, sagt Hans-Günter Weeß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin und Leiter des Schlafzentrums des Pfalzklinikums in Klingenmünster.

In der Regel aber haben die meisten Menschen sich nach ein bis zwei Tagen daran gewöhnt.

Aber: "Gerade Ältere, Kinder oder Menschen mit Schlafstörungen tun sich mit der Umstellung schwerer." Bei ihnen kann die Umstellung bis zu einer Woche dauern. Zudem ist die Umgewöhnung auch geschlechterabhängig.

Frauen klagen eher über Beschwerden nach der Zeitumstellung als Männer. Das hat eine GfK-Umfrage von 2015 ergeben. Von den weiblichen Befragten hat knapp die Hälfte (49,3 Prozent) mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Unter den Männern waren es nur etwas mehr als ein Drittel (35,2 Prozent). Drei von zehn Frauen beklagten etwa Schlafstörungen (29,5 Prozent) und Konzentrationsprobleme (28,3 Prozent).

Von diesen Beschwerden berichteten Männer seltener: Schlafstörungen (18 Prozent) und Konzentrationsschwäche (19 Prozent) betreffen nur knapp jeden Fünften.

Vielen macht die Zeitumstellung aber nichts aus: Gut die Hälfte der Männer (54,4 Prozent) und mehr als vier von zehn Frauen (42,2 Prozent) bemerken sie "eigentlich kaum".

Besonders schwer haben es oft kleine Kinder. Sie haben oft einen sehr festen Schlaf- und Wachrhythmus. Nach der Zeitumstellung sind sie deshalb abends früh müde - und morgens schon eine Stunde vor dem Weckerklingeln aufgeweckt. Doch es gibt Tipps gegen die Müdigkeit nach der Zeitumstellung.

Tipps und Tricks gegen Müdigkeit nach Zeitumstellung

Die Umstellung sollte man nicht abrupt, sondern in kleinen Schritten machen, rät Hans-Günter Weeß, der Leiter des Schlafzentrums des Pfalzklinikums in Klingenmünster ist. Am besten geht man ein paar Tage vorher immer "zehn Minuten früher ins Bett".

Auch die Kinder sollten jeden Tag zehn Minuten früher ins Bett kommen, erklärt Weeß. Das kann vor allem bei Kindern, die schon die Uhr lesen können, schwierig werden. "Am besten locken Sie sie mit dem Vorlesen einer besonderen Geschichte ins Bett oder versprechen ihnen für den nächsten Tag etwas Schönes."

Die Kinder mit Fernsehen oder Tablet ins Bett zu locken, hält er für keine gute Idee, weil Filme auf Kinder häufig anregend wirken und der Schlaf vor dem Fernseher wenig erholsam ist.

Auch im Bett noch ins Internet zu gehen oder mit Freunden zu chatten, sollten Eltern nicht erlauben. Zwar sind die Kinder dann im Bett, schlafen tun sie aber nicht. Stattdessen bekommen sie so weniger Schlaf und sind noch müder.

Können Erwachsene selbst abends nicht so gut früher einschlafen, sollten sie auf jeden Fall auf ausgedehnte Mittagsschläfchen verzichten, empfiehlt Weeß.

"Ein langer Mittagsschlaf kann das Einschlafen erschweren." Wer es nicht ohne durch den Tag schafft, sollte höchstens zehn Minuten schlafen. "Das reicht aus, um sich für die nächsten Stunden fit und erfrischt zu fühlen und sollte den Abend nicht zu sehr beeinträchtigen."

Wer morgens wegen der Zeitumstellung nicht so richtig in die Gänge kommt, greift am besten zu allen Maßnahmen, die wach machen: "Früh-Gymnastik, Wechselduschen und am besten rasch an die frische Luft und ins Tageslicht gehen", rät Weeß.

Folgen der Zeitumstellung für die Tiere

Nicht nur Menschen, auch Tiere leiden unter dem Dreh an der Uhr. So steigt mit der Umstellung auf die Winterzeit beispielsweise das Risiko für Wildunfälle.

Weil es eher dunkel wird, fahren viele Fahrer in der Dämmerung von der Arbeit nach Hause. Das Problem: Auch Wildtiere sind in dieser Zeit aktiv und kreuzen oft die Straßen. Sie behalten ihren Rhythmus bei, da sie sich an der Helligkeit und nicht an der Uhrzeit orientieren.

Nutztiere werden bereits vor der Zeitumstellung an die geänderte Zeit gewöhnt. Kühe verkraften die Zeitumstellung problemlos, in dem Fütterung und Melken zunächst eine halbe Stunde später stattfinden. Schließlich wir der neue Rhythmus vom Tier verinnerlicht.

In Arizona gehen die Uhren anders

Übrigens, es geht noch verwirrender: Auch in den USA werden die Uhren umgestellt.

Als sei die Verwirrung um die Sprünge zwischen Sommerzeit und Winterzeit nicht genug, stellt Arizona seine Bürger jedes Jahr auf eine zusätzliche Probe: Als einziger der 48 zusammenhängenden US-Bundesstaaten auf dem Festland stellt Arizona die Uhren nicht auf Sommerzeit um - und das seit fast 50 Jahren.